Parkgebühren an Badeseen steigen – FDP gegen Kreistagsbeschluss
StartseiteLokalesMünchen LandkreisUnterföhringStand: 11.07.2026, 14:30 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Parkgebühr am Feringasee in Unterföhring steigt auf 5 Euro an. © IMAGO/ Westend61Der Landkreis Münche...
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Stand: 11.07.2026, 14:30 Uhr
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Der Landkreis München führt ein neues Parksystem an beliebten Badeseen ein. Die FDP lehnt die Pläne des Kreistags entschieden ab.
Landkreis – Ein neues Parksystem für beliebte Badeseen hat der Landkreis München eingeführt. Besucher müssen ab 2027 ganzjährig und fast doppelt so hohe Parkgebühren zahlen. Für die Abrechnung werden die Kennzeichen der parkenden Autos automatisch gescannt (wir berichteten). Die neue Technologie kostet rund 500.000 Euro. Die FDP im Kreistag lehnt die Pläne entschieden ab.
Bestehende Park-Apps statt unnötigem Bürokratieprojekt
Fraktionsvorsitzende Katharina Diem moniert in einer Pressemitteilung, Bürger müssten die Kosten für ein unnötiges Bürokratieprojekt tragen, obwohl Gebühren bereits heute über bestehende Apps bezahlt werden können. Zudem befürchtet die FDP, dass Besucher wegen der höheren Gebühren in angrenzende Wohngebiete ausweichen oder wildparken.
FDP fordert frei zugängliche Naherholungsgebiete
Die konkrete Forderung der FDP: „Naherholungsgebiete müssen für alle Bürgerinnen und Bürger bezahlbar und frei zugänglich bleiben.“ Artikel 141 der Bayerischen Verfassung garantiere jedem die Erholung in der freien Natur. Der Landkreis solle die Nutzung der Naherholungsgebiete erleichtern und nicht erschweren.
Parkgebühren an Feringasee und heimstettener See steigen auf 5 Euro
Die geplanten Gebührenerhöhungen fallen deutlich aus: Am Feringasee soll die Tagesgebühr für Pkw von 3 auf 5 Euro steigen, am Heimstettener See von 2,50 auf 5 Euro, am Unterföhringer See von 2 auf 4 Euro, am Unterschleißheimer See von 2,50 auf 4 Euro und am Wanderparkplatz Dürnsteiner Brücke von 2 auf 3 Euro. Die Gebühren sollen zudem ganzjährig erhoben werden, etwa durch eine Staffelung nach Parkdauer sowie ermäßigte Tarife im Winter. Wie genau, bleibt bislang offen.