Operngala in der Stiftsruine begeistert mit Händel und Mozart

Der Arbeitskreis für Musik hat am Freitag zur Operngala mit dem Titel „Giganten" eingeladen. Der fast dreistündige Abend endete mit begeistertem Applaus und Händels „Halleluja" als Zugabe.

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Operngala in der Stiftsruine begeistert mit Händel und Mozart

Stand: 24.08.2026, 18:52 Uhr

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Musik und Tanz: Die Operngala des Arbeitskreises für Musik begeisterte am Freitagabend in der Stiftsruine.

Musik und Tanz: Die Operngala des Arbeitskreises für Musik begeisterte am Freitagabend in der Stiftsruine. © Christopher Göbel

Der Arbeitskreis für Musik hatte am Freitag zur Operngala mit dem Titel „Giganten" eingeladen. Der fast dreistündige Abend endete mit Applaus und Händels „Halleluja" als Zugabe.

Bad Hersfeld – Als es die szenischen Opern noch in der Stiftsruine gab, schallte die Opernfanfare – eine Melodie aus Claudio Monteverdis „L‘Orfeo“ nach dem Sprechtheater häufig über die Stadt. Heute erklingt sie nur noch an einem Abend – immerhin. Am Freitag war es so weit, denn der Arbeitskreis für Musik hatte zur Operngala mit dem Titel „Giganten“ eingeladen.

Die Damen: Vero Miller (links) und Judith Spießer, hier als Caesare und Cleopatra aus Händels „Giulio Cesare“.

Die Damen: Vero Miller (links) und Judith Spießer, hier als Caesare und Cleopatra aus Händels „Guilio Cesare“. © Christopher Göbel

Chor, Orchester und Solisten waren engagiert worden, um die Musik der musikalischen Helden Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart zu zelebrieren. Eva Janssen hatte das Programm konzipiert und dabei nicht nur auf deren Opern zurückgegriffen.

Der erste Teil des Abends war Georg Friedrich Händel gewidmet, der vor allem in England seine großen Erfolge feierte. Mit dem majestätischen „Coronation Anthem“, das heute noch bei Krönungsfeierlichkeiten in der Westminster Abbey aufgeführt wird, gelang dem Ensemble ein gelungener Start. Der Bad Hersfelder Festspielchor und die Sinfoniker Rhein-Main unter der Leitung von Christof Becker erwiesen sich als homogenes Ensemble.

Sängerische Versiertheit zeigte das Solistenquartett, bestehend aus Judith Spießer (Sopran), Vero Miller (Mezzosopran), Stefan Cifolelli (Tenor) und Gabriel Fortunas (Bass), die sowohl bei großen Koloraturarien als auch bei lyrischen und heiteren Stücken von Mozart und Händel zu überzeugen wussten.

Arien und Duette aus acht Händel-Opern und vier Bühnenwerken Mozarts standen auf dem Programm. Dazu kamen „Introitus“ sowie „Dies irae“ aus dessen „Requiem“. Schülerinnen des Ballettstudios Birgitt Fründ gestalteten den Abend tänzerisch mit und brachten Bewegung und jugendlichen Schwung auf die Bühne.

Eva Janssen und Alexander Pluquett hatten die Moderation des Abends übernommen. In „Gesprächen“ mit Zeitgenossen der beiden Komponisten – und teilweise diesen selbst – ordneten sie Leben und Werk ein, gaben Hintergrundinformationen und sorgten mit komödiantischen Einlagen für Lacher. Als Papagena und Papageno erwies sich das Duo auch als musikalisch versiert. Die Textpassagen waren allerdings häufig und zu lang. Vielleicht wäre mehr Musik an dem fast dreistündigen Abend wünschenswert gewesen. Die Idee, live zwei Transparente mit den Worten „Gloria“ und „Sonne“ in der Apsis zu sprühen, gefiel.

Mit begeistertem Applaus für alle Mitwirkenden und Händels „Halleluja“ als willkommene Zugabe endete die musikalisch vollkommen überzeugende Operngala in der Stiftsruine.