Geforce RTX 4000: 4x MFG statt 2x, ganz ohne Nvidias Freigabe
Der Nutzer Relex meldet im 3DCenter-Forum, dass Multi Frame Generation ("MFG") auf seiner Geforce RTX 4080 ("Ada Lovelace") inzwischen in sämtlichen getesteten Spielen verfügbar ist, darunter Anno 117, das von ...
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Der Nutzer Relex meldet im 3DCenter-Forum, dass Multi Frame Generation ("MFG") auf seiner Geforce RTX 4080 ("Ada Lovelace") inzwischen in sämtlichen getesteten Spielen verfügbar ist, darunter Anno 117, das von Haus aus überhaupt keine Zwischenbildberechnung ("Frame Generation") unterstützt.
Für Ada Lovelace ist damit binnen einer Woche bereits die zweite Sperre per Mod gefallen, nachdem zuvor schon DLSS 5 auf Geforce RTX 4000 lauffähig gemacht hatte. Vollständig sauber arbeitet das Verfahren noch nicht: In einzelnen Titeln zeigt das Menü den höheren Multiplikator zwar an, ausgegeben werden jedoch nur duplizierte anstatt interpolierter Bilder. Das letzte Wort ist aber auch hier noch nicht gesprochen.
DLSS Multi Frame Generation läuft nativ auf Geforce RTX 4000
Nvidia hat Multi Frame Generation mit DLSS 4 eingeführt und jeden Multiplikator oberhalb von Faktor 2x exklusiv an die Geforce RTX 5000 ("Blackwell") gebunden. Der US-Hersteller begründet das mit dem Hardware Flip Metering in der Display-Engine dieser Architektur und hatte dabei wohl nicht mit der Community gerechnet.
Scheiße ist das geil, die ganzen Games jetzt mit 200 Fps zu spielen. Das echte DLSS MFG wirkt auch irgendwie optisch nochmal etwas smoother als das MFG vom DLSS Enabler. Zumindest was die Bildinhalte angeht scheint das nochmal an den entscheidenden stellen sauberer zu arbeiten.
Relex, 3DCenter.org
Spieler, die eine Geforce RTX 4070, RTX 4080 oder RTX 4090 betreiben und ein Display mit 165 Hz oder mehr ansteuern wollen, können die fehlenden Multiplikatorstufen jetzt per Community-Mod freischalten. Mit dem seit April bekannten DLSS Enabler hat sie nichts zu tun. Die Mod setzt nicht am Renderer des Spiels an, sondern an Nvidias Streamline-Schicht, die dem Spiel meldet, welche Modi die GPU unterstützt.
MFG ist zwar nicht ganz problemfrei, das sieht man auch bei 2x FG schon, aber insgesamt ist es doch die beste Lösung am Markt.
Relex, 3DCenter.org
Auf einer unveränderten Geforce RTX 4000 meldet sie den Faktor 2x zurück. Ein öffentlich einsehbares Gegenstück zeigt, wie ein solcher Eingriff im Detail funktioniert: Die Forschungs-Mod RTX40MFG-Unlock für Cyberpunk 2077 patcht ausschließlich gemappten Prozessspeicher, verändert keine DLL auf der Festplatte und liest über slDLSSGGetState aus, wie viele Bilder tatsächlich ausgegeben werden.
Mit 4x MFG hat man dann oft auch genug Fps übrig um DLSS auf Quality hochzustellen. Für Singleplayer Games die man mit Gamepad spielt ist das perfekt. Ansonsten halt 2x oder 3x MFG je nach Bedarf wenn die Latenz wichtig ist oder man mit Maus spielt.
Relex, 3DCenter.org
Echtes DLSSG statt Hybrid mit FSR 3
Der DLSS Enabler löst dieselbe Aufgabe seit Version 4.6.0 anders: Dort erzeugt Nvidias DLSSG nur den mittleren Frame, die übrigen Zwischenbilder stammen hingegen aus einem modifizierten FSR-3.1-Generator. In den Modi x2, x4 und x6 arbeiten beide Verfahren nebeneinander, bei x3 und x5 ausschließlich FSR 3.
Auch die aktuelle Fassung 4.9.0 vom 31. August 2026 ändert daran nichts. Die offiziellen Release Notes führen für Ada Lovelace weiterhin ausschließlich Hybrid MFG.
Die neue Mod verändert nicht das Mischungsverhältnis, sondern die Methode: Sämtliche generierten Bilder stammen aus Nvidias eigener Zwischenbildberechnung. Relex beschreibt das Ergebnis als optisch ruhiger als die Umsetzung im DLSS Enabler, vor allem bei bewegten Bildinhalten. Frei von Artefakten sei allerdings auch der neue Weg nicht. Das falle bereits bei einfacher Frame Generation auf, so der Enthusiast.
Streamline-Dateien und ReFramework als Voraussetzung
Ohne aktualisierte Streamline-Dateien bleibt die Mod wirkungslos. Das Spiel muss mindestens Version 2.12 mitbringen. Ältere Titel lassen sich mit den DLLs aus dem Streamline-SDK nachrüsten. Spiele auf Basis der RE Engine, darunter Resident Evil Requiem und Pragmata, starten nur mit einer Nightly von ReFramework.
Lädt ein Spiel die Mod erst gar nicht, kann auch ein anderer Dateiname helfen:
- dxgi.dll
- winmm.dll
- d3d12.dll
- dbghelp.dll
- version.dll
- wininet.dll
- winhttp.dll.
Daraus ergibt sich eine klare Reihenfolge: erst die Streamline-Version prüfen, dann die Dateinamen durchgehen, zuletzt sämtliche Overrides im Grafiktreiber abschalten und den Multiplikator notfalls per Nvidia Profile Inspector erzwingen. Ob der gewünschte Faktor tatsächlich im Spiel anliegt, verrät wiederum der DLSS Indicator Overlay.
Duplizierte Bilder bremsen die Kompatibilität
Ein Teil der Spiele meldet den eingestellten Faktor, gibt aber lediglich verdoppelte Bilder ohne echte Interpolation aus. Die Modder haben dieses Verhalten nach eigener Aussage weitgehend abgestellt, einzelne Titel zeigen es jedoch weiterhin. Das ist eine Frage der Spielekompatibilität und nicht des Verfahrens. Eine Integration in OptiScaler wird deshalb binnen weniger Tage erwartet, heißt es im Forum von 3DCenter.org.
Bis dahin gilt die Einschränkung aller Mods für Frame Generation: In Mehrspielertiteln kann Anti-Cheat die DLL-Injektion als Manipulationsversuch werten. Nvidia hat sich zu Multi Frame Generation auf Geforce RTX 4000 bis heute nicht geäußert. Weil die Mod an Streamline hängt, entscheidet das nächste SDK darüber, ob die Abfrage, an welcher sie ansetzt, in dieser Form bestehen bleibt. Nvidia könnte durchaus einschreiten.
- Besitzer einer Geforce RTX 4000 können per Community-Mod erstmals Nvidias echtes Multi Frame Generation mit mehr als 2x Zwischenbildern nutzen und so vor allem auf schnellen Monitoren deutlich höhere Bildraten erreichen.
- Die Lösung funktioniert noch nicht in jedem Spiel zuverlässig: Teilweise werden Frames nur dupliziert, zudem sind aktuelle Streamline-Dateien beziehungsweise bei manchen Titeln zusätzliche Mod-Komponenten nötig.
- Besonders für Singleplayer-Spieler mit RTX 4070, RTX 4080 oder RTX 4090 ist die Mod interessant; in Multiplayer-Titeln besteht wegen der DLL-Injektion dagegen ein mögliches Anti-Cheat-Risiko.
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Quelle: 3DCenter.org