Rassismus-Verdacht und Notfall: Tumult beim HSV-Test
HSV „Nicht zu akzeptieren“: HSV will Rassismus-Vorfall vom Testspiel aufarbeiten Der Krankenwagen parkte direkt auf dem Platz, um den kollabierten HSV-Fan schnell abtransportieren zu können...
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HSV
„Nicht zu akzeptieren“: HSV will Rassismus-Vorfall vom Testspiel aufarbeiten
Der HSV feiert zum Abschluss des Trainingslagers einen 3:1-Testspielsieg gegen Heidenheim – doch schwere Zwischenfälle überschatten die Partie. HSV-Mitarbeiterinnen mussten gegen einen offenbar stark alkoholisierten Anhänger einschreiten. Aus einer Gruppe von HSV-Anhängern soll es rassistische Parolen gegeben haben.
Mit dem Test gegen den HSV endeten für den HSV acht intensive Tage in Österreich. Rein vom Ergebnis her ein gutes Ende, beim 3:1 gegen Heidenheim überzeugten die Profis und feierten im zweiten Spiel ihren ersten Sieg des Sommers. Überschattet wurde der Auftritt in Kematen (Tirol) allerdings von üblen Begleiterscheinungen.
Allen Fans, die in Österreich nicht dabei sein konnten, bot sich die Gelegenheit, die Partie live via HSV-TV zu verfolgen. Dort schlugen die Kommentatoren nach 36 Minuten Alarm: „Zum wiederholten Male – ich hoffe, dass man das nicht über unsere Mikros hört – ein sehr unpassender, nicht zu akzeptierender Kommentar von Fans hinter uns, wo wir mal langsam auch einschreiten müssen.“
HSV-Fankultur greift gegen den Krakeeler durch
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Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, waren Bemerkungen nach dem Foul an Patson Daka, das zum Strafstoß für den HSV führte. Albert Grønbæk traf zum 1:0, auch auf den Tribünen tat sich etwas. Zwei Mitarbeiterinnen der HSV-Fankultur erkundigten sich und versuchten, deeskalierend einzuwirken. Ein schnelles und vorbildliches Vorgehen des Vereins.
Der größte Krakeeler (ein HSV-Anhänger) verließ dann in der Halbzeitpause offensichtlich stark angetrunken das Stadion. Der Verdacht, dass rassistische Bemerkungen gefallen waren, lag auf der Hand, wurde der MOPO aber nicht vollumfänglich bestätigt.
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HSV will den Rassismus-Skandal intern aufarbeiten
Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete später, dass sich mehrere Fans rassistisch geäußert haben sollen. Auch an einer anderen Stelle des Stadions soll es einen rassistischen Spruch gegen Bakery Jatta gegeben haben. Es scheint aber unklar, ob es sich dabei um einen HSV-Fan handelte. Auch frauenfeindliche Kommentare habe es gegeben.
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Die rassistischen Sprüche seien von einer Gruppe geäußert worden, die auch beim HSV-Trainingslager in Längenfeld dabei gewesen sei. Die Personen sollen dem Klub bekannt sein. Beim HSV soll es eine interne Aufarbeitung der Zwischenfälle geben. Auf die MOPO-Berichterstattung und im Youtube-Forum des Livestreams folgten bereits mehrere Kommentare, die sich für eine strafrechtliche Verfolgung der betroffenen Personen einsetzen.
Medizinischer Notfall sorgt für Betroffenheit
In jedem Fall waren es nicht zu akzeptierende Zwischenfälle. Nur wenige Meter entfernt herrschte fast zeitgleich tiefe Betroffenheit, nachdem ein etwa 60 Jahre alter Zuschauer auf der Tribüne zusammengebrochen war und der Hitze von knallenden 30 Grad Tribut zollte. Zwei Rettungswagen fuhren auf den Platz, um dem Betroffenen zu helfen. Auch HSV-Arzt Dr. Wolfgang Schillings eilte herbei, um Erste Hilfe zu leisten.
Die gute Nachricht: Als der Zuschauer per Trage in einen der Rettungswagen gehoben wurde, war er offensichtlich bei Bewusstsein und ansprechbar. „Ich möchte eine schnelle Genesung wünschen“, erklärte der Stadionsprecher unmittelbar nach dem Abpfiff. „Die Gesundheit steht über allem.“