Eintracht Eintracht spielt Eintracht-Fußball - Hütter sieht gute Ansätze
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Hoch die Hände, Ticker-Ende
So, wir machen uns wieder auf den Weg zurück in Richtung Chiemsee und machen uns dort auf die Suche nach Ess- und Trinkbarem. Morgen geht es dann ja auch schon weiter. Ob die Eintracht vormittags oder nachmittags trainiert, ist noch nicht ganz klar. So ein bisschen Spannung am Sonntagabend ist ja aber auch ganz schön. Ich verabschiede mich und gebe den Staffelstab an Sonja Riegel weiter. Sollte in den kommenden Stunden noch Berichtenswertes passieren, wird sie Ihnen davon berichten. Bis dahin!
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Transfers von Otavio und Onyedika rücken näher
Zum Abschluss des heutigen Ticker-Tages folgt ein Eintrag mit möglichst vielen Floskeln: Die Spatzen pfeifen es nun schon seit Tagen von den Dächern, nun befinden sich die Transfers des brasilianischen Innenverteidigers Otavio und des nigerianischen Sechsers Raphael Onyedika aber endgültig auf der Zielgeraden. Klar: In trockenen Tüchern ist weiter nichts, offiziell sind die Deals erst, wenn die Tinte wirklich trocken ist. Lange kann es nun aber nicht mehr dauern, bis endlich weißer Rauch aufsteigt. Habemus Neuzugänge? "Ich kenne beide Spieler", sagte Adi Hütter am Sonntag grinsend. Ich sage: Es ist bald soweit.
Es ist gefühlt eine Ewigkeit her, dass bei Eintracht Frankfurt mal eine Spielidee zu erkennen war. An diesem Sonntag hat sich das geändert. Klar: Testspiele sollte man nicht überbewerten, das frühe Attackieren der Hessen und vor allem das Gegenpressing nach Ballverlusten funktionierte in großen Teilen der ersten Hälfte aber schon sehr ordentlich.
"Mir haben viele Dinge gut gefallen. Wir sind aktiv geblieben, wenn wir den Ball verloren haben und haben viele Bälle zurückerobert", fasste Hütter die Umsetzung seiner Vorgaben zusammen. Der Österreicher unterstrich zwar, dass bei Weitem noch nicht alles funktioniert habe. Das wäre des Guten vielleicht aber auch zu viel. "3:0 gegen Trabzonspor ist ein gutes Ergebnis. Wir können viele guten Dinge mitnehmen."
Na, das sah doch schon sehr ordentlich aus: Eintracht Frankfurt hat sich am Sonntag im Schatten der Salzburger Festung in guter Frühform präsentiert. Vor den Augen von rund 100 Fans, die sich trotz des eigentlich geheimen Testspiels hinter dem Zaun versammelt hatten, gewannen die Hessen gegen den türkischen Erstligisten Trabzonspor hochverdient mit 3:0 (2:0). Ein Hackentor von Hugo Larsson (9.), ein Elfmetertor von Jonathan Burkardt (38.) und ein Eigentor besiegelten den Erfolg. Trainer Adi Hütter brachte zu Beginn seine vermeintlich stärkste Elf, in der Halbzeit wechselte er dann komplett durch.
Was sonst noch auffiel? Besonders auffällig war der sehr agile Can Uzun, der den Elfmeter rausholte. Linksverteidiger Keita Kosugi zeigte, dass er absolut keine Angst vor Zweikämpfen hat, hin und wieder agierte der Japaner aber deutlich zu wild und bewarb sich gleich mehrfach für eine Gelbe Karte. Timothy Chandler bekam zu Beginn der zweiten Hälfte die Kapitänsbinde, musste dann aber nach 72 Minuten schon wieder raus.
Wenige Minuten vor Anpfiff wird ersichtlich, dass ein paar Fans der Eintracht und von Trabzonspor offenbar detektivische Fähigkeiten besitzen. Auf dem Zaun hinter der Gegentribüne haben sich inzwischen zwei Fan-Lagerchen gebildet. Zaunfahnen inklusive. Warten wir mal ab, wie die Stimmung so wird.
Die Zeit der Experimente ist bei Eintracht Frankfurt ganz offensichtlich schon jetzt vorbei. Trainer Adi Hütter setzt im ersten Testspiel im Trainingslager gegen Trabzonspor Istanbul auf die vermeintlich stärkste Elf. Besonders spannend: Im Tor vertraut der Österreicher auf den Brasilianer Kaua Santos, im Sturm setzt er auf die Doppelspitze Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib. Die WM-Rückkehrer Ritsu Doan und Can Uzun dürfen ebenfalls direkt ran, die Defensive stellt sich aktuell ohnehin von selbst auf.
So spielt die Eintracht: Santos – Kosugi, Collins, Koch, Baum – Larsson, Höjlund – Uzun, Doan – Burkardt, Ebnoutalib
Dass Eintracht-Stürmer Younes Ebnoutalib bald Nationalspieler sein will, ist klar und versteht sich irgendwie von selbst. Für welches Land der gebürtige Frankfurter auflaufen wird, ist aber noch offen. Nachdem er im Frühjahr bereits im vorläufigen Kader von Marokko stand, dann aber im Gegensatz zu Mitspieler und Kumpel Ayoube Amaimouni-Echghouyab nicht für die WM nominiert wurde, ist weiter alles offen.
"Die Nationalmannschaft ist auf jeden Fall ein Ziel. Ich bin für beide Nationen offen", sagte Ebnoutalib im Interview mit dem hr-sport. "Es war ein bisschen schade, dass Marokko mich jetzt nicht mitgenommen hat zur WM." Sollte sich nun der neue Bundestrainer Jürgen Klopp melden, würde er definitiv ans Telefon gehen. "Zu 100 Prozent", so Ebnoutalib.
Wir sind inzwischen am Ort des heutigen Testspiel-Geschehens angekommen und wurden auch hier von dem in diesem Sommer tatsächlich selten auftretenden Wetter-Phänomen Regen empfangen. Während in Frankfurt die Sonne brutzelt, fühlt es sich weiter im Süden deutlich mehr nach Nordsee an. In zwei Stunden rollt dann der Ball.
Büffelherde 2.0? Ebnoutalib bewirbt sich
Bei den Namen Ante Rebic, Luka Jovic und Sebastien Haller schnellt der Adrenalin-Spiegel vieler Eintracht-Fans auch heute noch nach oben. Die von Adi Hütter implementierte Büffelherde verkörperte vor rund sieben Jahren genau den Fußball, den jede und jeder in Frankfurt gerne sehen würde. Dank Younes Ebnoutalib gibt es nun Hoffnung auf ein Revival.
Der gebürtige Frankfurter bringt körperlich beste Ochsen-Voraussetzungen mit und ist dank seines Highspeed-Fußballs mit und ohne Ball prädestiniert für die Offensiv-Ideen von Trainer Hütter. "Wir setzen viel auf Balleroberungen. Und ich bin einer, der viel und schnell laufen kann", sagte Ebnoutalib im Interview mit dem hr-sport. Da ein Büffel aber noch keine Herde ist, hat Ebnoutalib eine Idee: "Eine Doppelspitze mit Jonny Burkardt wäre schon krass." Kommt es also zur Zwei-Mann-Büffelherde 2.0? Es scheint zumindest möglich.
Die berühmten Top-Bedingungen im Trainingslager der Eintracht sind heute übrigens zur Abwechslung gar nicht mal so top. Pünktlich zum großen Trachten-Festzug im benachbarten Marquartstein mit den Musikkapellen Brandseck Musi und Viaschnapf Musi spielt Petrus nicht mehr mit und öffnet die Himmelpforten (nicht die Höllenpforte, das macht Haftbefehl). Heißt: Es regnet und es ist deutlich kühler als in den gestrigen und den kommenden Tagen. Die zahlreichen Dirndl- und Lederhosen-Trägerinnen und -Träger beißen auf die Zähne. Die Eintracht-Profis dürften sich über etwas mildere Temperaturen vielleicht sogar freuen. Für alle anderen gilt: Irgendwo ganz hinten am Horizont wird es sicher auch gleich schon wieder hell.
Die T-Frage wurde an dieser Stelle ja schon thematisiert. Beim Testspiel heute könnte es unter Umständen den ersten Hinweis auf die Torhüter-Pläne von Trainer Adi Hütter geben. Bis es so weit ist, aber erst einmal die Frage an dieser Stelle. Wer soll denn in dieser Saison die Nummer 1 der Eintracht werden?
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Uzun, Collins und Co. crashen Interview
Um den Sonntag mit einem Schmunzler zu beginnen, werfen wir an dieser Stelle einen kurzen Blick zurück auf unser gestriges Interview mit Younes Ebnoutalib. Zum Inhalt des Gesagten kommen wir später. Entscheidend an dieser Stelle: Da Ebnoutalibs Teamkollegen Can Uzun, Nnamdi Collins, Noel Aseko und Jeremiaha Maluze zeitgleich mit einem Golfcart unterwegs waren und dann eine zündende Idee hatten, musste das Interview kurz pausieren. Wie das aussah? Hier entlang:
Schönen guten Morgen nun auch aus dem Süden der Republik. Wie bereits vom Kollegen Daniel Schmitt angekündigt, steht heute das Testspiel der Eintracht gegen Trabzonspor an. Wir machen uns gleich schon auf den Weg dorthin und werden wie in zahlreichen Mails gewünscht die Torhüter, Can Uzun und die taktische Ausrichtung genau unter die Lupe nehmen. Falls es weiterhin Wünsche oder Fragen gibt, ich wiederhole mich wie ein Lehrer im Latein-Unterricht, gerne immer her damit!
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Testspiel gegen Trabzonspor ohne Fans
Der erste Härtetest der Vorbereitung steht an, die Eintracht trifft an diesem Sonntag (15.30 Uhr) auf den türkischen Pokalsieger Trabzonspor. Allerdings findet die Partie unter Ausschluss von Fans statt, nur Medienvertreter (auch Kollege Mark Weidenfeller) sind später zugelassen. Der Grund: nicht etwa Geheimniskrämerei von Adi Hütter, sondern schlicht zu hohe behördliche Auflagen. So war es etwa 2015 während eines Frankfurter Trainingslager-Testspiels gegen Leeds United zu Fan-Krawallen auf einem Dorfsportplatz gekommen. Seitdem sind die Sicherheitsbehörden gewarnt, schauen sehr genau hin. Die beiden Klubs verzichten entsprechend an diesem Tage auf ihre Fans.
Batshuayi trifft für U21
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00:35 Min.|Daniel Schmitt
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Wer sich fragt, was die aussortierten Eintracht-Profis fernab des idyllischen Grassau derzeit so treiben, der konnte am Samstag eine Teil-Antwort beim Blick auf die Aufstellung der Frankfurter U21 finden. Die kickte nämlich in einem XXL-Test mehr als zwei Stunden lang gegen den West-Regionalligisten RW Oberhausen, spielte 2:2 und hatte prominente Verstärkung. So zählten Michy Batshuayi und Jessic Ngankam zum Kader. Der 55-fache belgische Nationalspieler Batshuayi war es auch, der nach zehn Minuten mit einem abgefälschten Linksschuss das zwischenzeitliche 1:1 erzielte. Noel Futkeu, der ebenfalls aussortierte Zweitliga-Torschützenkönig, zählte nicht zum Team.
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Brasilianischer Verteidiger zur SGE?
Zu später Stunde ploppt da tatsächlich noch der tägliche Plettenberg auf, gemeint ist die Info von Sky-Experte Florian Plettenberg, der in den Sozialen Netzwerken einen brasilianischen Innenverteidiger zur Eintracht schreibt. Namentlich: Otávio Manoel Galdino Fernandes, kurz Otávio. Nicht nur, dass sich die Eintracht mit dem 20-Jährigen einig sei, auch mit dessen derzeitigem Arbeitgeber Estrela Amadora, einem portugiesischen Erstligisten, hätten die Frankfurter eine Übereinkunft getroffen, hieß es am Samstagabend. Auch nach hr-sport-Infos sind die Verhandlungen weit fortgeschritten. Kostenpunkt für den Brasilianer aus Portugal: rund 4,5 Millionen Euro. Die Eintracht hat den Transfer des Linksfußes noch nicht bestätigt.
So, das war es an dieser Stelle für heute. Wenn die Profis einen Nachmittag in der Eistonne verbringen dürfen, muss für den Tickerer zumindest ein Abend am Seeufer drin sein. Und um 20 Uhr wartet ja auch noch das Interview mit Younes Ebnoutalib. Mehr dazu dann morgen.
Ich verbleibe mit sommerlichen Grüßen und einem letzten Hinweis: Da das Testspiel morgen erst um 15.30 Uhr startet und es vorher kein Training gibt, beginnt auch der Ticker aus dem Trainingslager erst am Mittag. Sollte bis dahin Berichtenswertes passieren, ist Kollege Daniel Schmitt aber auf der Hut und wird in Jean-Matteo-Bahoya-Geschwindigkeit darauf reagieren.
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Santos und Zetterer in guter Form
Nach der lange offenen und letztlich mit Manuel Neuer beantworteten T-Frage in der DFB-Elf gibt es auch endlich bei ist Eintracht Frankfurt wieder eine ebensolche T-Frage. Kaua Santos? Michael Zetterer? Oder doch noch ein Neuer (nicht Manuel)? Wer wird das Tor am Ende als Nummer eins hüten?
Die Gerüchte, dass noch ein erfahrener Keeper kommen soll, halten sich hartnäckig. Bis dahin kämpfen Santos und Zetterer aber um die Sympathien von Adi Hütter. Und siehe da: Im Training am Samstag machten beide ihre Sachen ausgesprochen gut. Auf der Linie, da gibt es kein Vertun, ist Santos wirklich stark. Und auch Zetterer bewies, dass er sehr gut Bälle fangen kann. Wie es weitergeht? Aktuell offen. Einen ersten Fingerzeig könnte es aber beim Testspiel am Sonntag geben.
Gestern war Sechser Raphael Onyedika bereits im Anflug, heute könnte nun tatsächlich der Abflug in Brügge vorbereitet werden. Wie der Kicker am Samstag berichtet, befindet sich der Deal kurz vor dem Abschluss. Im besten Fall könnte der Nigerianer sogar noch ins Trainingslager der Hessen nachreisen. Die Eintracht konnte den bevorstehenden Transfer auf Nachfrage noch nicht bestätigen.
Ansgar Knauff, der in der Vergangenheit regelmäßig vor allem auf der europäischen Bühne für Furore sorgte und deshalb auch den Spitznamen "Euro-Ansgar" trägt, wird in der kommenden Saison definitiv nicht in seiner Spezial-Disziplin glänzen können. Genau das soll sich aber schnellstmöglich wieder ändern. Für ein konkretes Saisonziel sei es zwar noch zu früh, unterstrich Knauff am Samstag, dann fügte er aber an: "Wir wollen wieder nach Europa." Was bei anderen Clubs eine Kampfansage wäre, ist bei der Eintracht inzwischen irgendwie normal.
Einen Plan, wie der Erfolg zurückkommen soll, hat Knauff auch: "Wir müssen wieder Feuer reinbringen, nur so können wir die Fans zurückholen. Für uns ist das jetzt ein Neuanfang und eine Chance, es wieder besser zu machen."
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Weiter Warten auf Aseko
Er ist der bislang einzige Neuzugang, gegen den Ball getreten hat er bei der Eintracht aber noch nicht. Noel Aseko ist im Trainingslager in Grassau weiter nur ein Nebendarsteller, am Freitag und Samstag legte er jeweils nur eine individuelle Einheit ein. Der Grund dafür: Aseko hat weiter Probleme mit seinem Knie. Der 20-Jährige, der 2024 am Meniskus operiert wurde, hatte schon zu seiner Zeit in Hannover immer mal wieder Schmerzen am Knie, das letzte Spiel der vergangenen Saison verpasste er deshalb komplett.
Ob es sich immer noch um die gleiche Verletzung handelt, ist nicht klar. Das Testspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Trabzonspor kommt für ihn aber definitiv noch zu früh. Die Eintracht hofft, dass er in der kommenden Woche ins Training einsteigen kann.
Um noch einmal eine User-Frage zu beantworten, widme ich mich an dieser Stelle der Mail von Christopher Mischke (official). Er fragt, wie sich die Nachwuchskräfte schlagen. Und, ob eins der Talente den Durchbruch schaffen könnte.
Mein Take dazu: Besonders auffällig sind Love Arrhov und Niko Ilicevic. Bei der heutigen Übung, in der es um einen einstudierten Spielaufbau inklusive Tor-Abschluss ging, zeigten sich beide technisch sehr stark und treffsicher. Das sieht teilweise wirklich beeindruckend aus. Auch Trainer Hütter schwärmte vor der Einheit vor allem von Ilicevic. Was man jedoch natürlich nicht vergessen darf: Der Junge ist erst 15 Jahre alt. In dem Alter kommt man im Normalfall nicht mal an den Türstehern in der Dorfdisco vorbei. Mit Innenverteidigern in der Bundesliga dürfte das aktuell noch nicht viel anders aussehen.
Klar ist aber auch: Beide könnten definitiv den Durchbruch bei der Eintracht schaffen.
Nachdem Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp am Freitag verraten hat, dass er eine Liste mit 57 potenziellen Nationalspielern erstellt habe, macht sich wohl die halbe Nation Hoffnung auf eine Einladung zur Nationalmannschaft. Vom Bezirksliga-Stürmer bis zum unbeweglichen Sechser in der Landesliga, der früher mal höherklassig gekickt hat, dürften viele den gleichen Gedanken haben: Ganz ehrlich, schlechter als das, was bei dieser WM gezeigt wurde, krieg ich das auch nicht hin.
Einer, der sich abseits dieser Träumereien berechtigte Hoffnungen auf seine Premiere in der DFB-Elf machen kann, ist hingegen Ansgar Knauff. Der Flügelflitzer von Eintracht Frankfurt, der inzwischen zu den dienstältesten Profis der Hessen zählt, hofft auf einen Anruf von Klopp. "Natürlich ist das mein Ziel, dass ich irgendwann in der Nationalmannschaft spiele", sagte er am Samstag in einer Medienrunde. "Es gibt jetzt einen Neuanfang, ich versuche im Verein Gas zu geben. Dann sehen wir mal."
Dass Timothy Chandler mit 36 Jahren so etwas wie der Papa des kompletten Eintracht-Kaders ist, ist bekannt. Wir fürsorglich die lebende Vereinslegende ist, bewies er am Samstag noch einmal auf besondere Art und Weise. Als ein Mitarbeiter des Eintracht-Staffs, der sich in unmittelbarer Nähe des Spielfelds aufhielt, von einer Wespe gestochen wurde und über einen schmerzenden Finger klagte, ließ Chandler das Training mal kurz Training sein und kümmerte sich um die Erstversorgung. "Hol dir mal Eis. Hier, der braucht Eis", rief er in Richtung weiterer Kollegen. Kurz später wurde der Finger gekühlt – und Chandler konnte weiterspielen.
Mit dem Begriff "Feierabend" habe ich auch Adi Hütter und Alex Meier Unrecht getan. Der neue Trainer und der ewige Fußballgott arbeiten sich aktuell noch durch die Fans in Richtung Vereinsheim und erfüllen geduldig jeden Wunsch nach Autogrammen und Selfies. Nach groben Schätzungen waren heute mindestens 600 Anhängerinnen und Anhänger vor Ort, da muss viel gekritzelt und gegrinst werden. Die Charme-Offensive geht also weiter, außerhalb des Platzes entgegen den Vorlieben von Hütter auch ohne Gegenpressing.