18 Tote: Adria-Perle warnt an Strand und Selfie-Hotspot mit neuem Schild – „Gebiet mit hohem Risiko“
StartseitePanoramaNeues Schild an beliebtem Adria-Strand und Selfie-Hotspot warnt vor tödlicher GefahrStand: 24.08.2026, 18:48 UhrKommentareUns auf Google folgenEine Tragödie zu Jahresbeginn hat die Diskussion ...
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Neues Schild an beliebtem Adria-Strand und Selfie-Hotspot warnt vor tödlicher Gefahr
Stand: 24.08.2026, 18:48 Uhr
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Eine Tragödie zu Jahresbeginn hat die Diskussion um die Sicherheit an der Buža neu entfacht – jetzt reagiert die Stadt Dubrovnik mit einem offiziellen Schritt.
Dubrovnik – Türkisblaues Wasser, spitze Felsen, der Blick auf die mittelalterlichen Stadtmauern Dubrovniks: Das Felsbad Buža zieht jedes Jahr Tausende Touristen an. Doch hinter der Postkartenidylle lauert tödliche Gefahr. Die Stadt Dubrovnik hat am Eingang zum Felsbad jetzt ein offizielles zweisprachiges Warnschild aufgestellt – auf Kroatisch und Englisch, damit die Botschaft wirklich jeden erreicht.

„Gebiet mit hohem Risiko – Wellen können Sie ins Meer reißen!“, steht dort nun in klaren Worten. Das Schwimmen außerhalb des abgesperrten Bereichs geschieht laut Schild „ausschließlich auf eigene Gefahr“, wie das lokale Portal Dubrovački dnevnik berichtet.
Kroatien: 18 Tote im Felsbad Buža – eine erschreckende Bilanz
Das Schild kommt spät – viel zu spät für viele. Der bekannte Dubrovniker Rettungsschwimmer Dominko Radić erklärte gegenüber Dubrovački dnevnik, dass seit Beginn seiner Einsätze in diesem Gebiet rund 18 Menschen an den Buža-Felsen ihr Leben verloren haben. Stürze ins Meer, Ertrinken, von Wellen mitgerissen – die Unfallarten sind vielfältig, die Konsequenz dieselbe.
Besonders tragisch: der Jahresbeginn 2026. Am 2. Januar riss eine gewaltige Welle einen 43-jährigen bosnischen Staatsbürger von den Felsen – er hatte sich gerade mit seiner Frau und seinen zwei Kindern fotografiert. Trotz eines Großeinsatzes von Hafenbehörde, Seepolizei, Bergrettung, Feuerwehr und Tauchern war ihm nicht mehr zu helfen. Die Wellen schlugen so heftig gegen die Stadtmauern zurück, dass sich keine Rettungsboote sicher nähern konnten. Sein Leichnam wurde später vor der Festung Lovrijenac aus dem Meer geborgen, so morski.hr.
Das Zeitalter der sozialen Medien hat die Lage an der Buža verschärft. Wer für spektakuläre Aufnahmen auf die Felsen klettert, unterschätzt dabei oft die verborgenen Gefahren unter der Wasseroberfläche: Riffe, unberechenbare Tiefen und plötzliche Strömungen haben laut den Behörden schon viele Menschen schwer verletzt – Kopf- und Rückentrauma, teils mit dauerhaften Folgen.
Was die Buža zusätzlich gefährlich macht: Rettungskräfte kommen dort kaum hin. Das Gelände unterhalb der Stadtmauern ist so schwer zugänglich, dass jeder Einsatz von Notarzt, Bergrettung oder Seepolizei mit erheblichem Zeitverlust verbunden ist – ein fataler Nachteil, wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden.
Das neue Warnschild benennt all das jetzt offen: kein Springen von den Felsen, besondere Vorsicht für unerfahrene Schwimmer, Lebensgefahr bei Sturm. Und: Ist das Tor verschlossen, ist der Zutritt verboten. In Kroatien starben bei einem Autounfall indes jüngst vier Touristen. (Quellen: morski.hr, Dubrovački dnevnik) (cgsc)