Neue absurde Trump-Karte: Kanada, Mexiko, Grönland und Kuba als Teil der USA – und sogar ein Land aus Europa
StartseitePolitikStand: 08.09.2026, 08:17 UhrKommentareUns auf Google folgenEin Rätsel für zwischendurch? Der US-Präsident postet das Werk ohne Worte auf Social Media. Mehrere Politiker schäumen aber bereits.Wa...
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Stand: 08.09.2026, 08:17 Uhr
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Ein Rätsel für zwischendurch? Der US-Präsident postet das Werk ohne Worte auf Social Media. Mehrere Politiker schäumen aber bereits.
Washington, D.C. – Donald Trump beansprucht den halben Kontinent – und blickt nun auch nach Europa. Auf einer neuen Grafik „übernimmt“ der US-Präsident jetzt auch kurzerhand Island unter der amerikanischen Flagge: Trump veröffentlichte auf seiner Plattform Truth Social eine Landkarte, die Kanada, Mexiko, Grönland, Kuba und Island vollständig mit der US-Flagge überzieht.

Der einzige Ländername, der auf der Karte steht, lautet „Vereinigte Staaten von Amerika“. Zwar hat der Präsident den Post nicht kommentiert, doch das Vorgehen passt zu früheren Aussagen: Er wollte bereits Grönland kaufen und forderte, Kanada zum 51. US-Bundesstaat zu machen.
Trump entwirft neue Weltkarten: „New America“ statt New Mexico
Neben diesen digitalen Landnahmen treibt Trump auch innerhalb der USA konkrete Umbenennungen voran. Am Wochenende hatte er eine weitere Karte auf Truth Social geteilt. Darauf ist der Bundesstaat New Mexico zu sehen, wobei das Wort „Mexico“ rot durchgestrichen und durch den Begriff „America“ ersetzt wurde. Das Weiße Haus verbreitete diesen Beitrag auf der Plattform X weiter.
Rechtlich ist dieser Vorstoß allerdings wirkungslos. CNN zufolge besitzt Trump keine verfassungsrechtliche Befugnis, Bundesstaaten umzubenennen; ein solcher Prozess müsste zwingend auf Landesebene stattfinden. Zudem binden präsidentielle Anordnungen ohnehin nur die US-Bundesregierung, wie der „Washington Examiner“ ergänzt.
Trump „beansprucht“ jetzt auch Island: Ablenkungsmanöver im Iran-Krieg?
Auf Trumps Post folgte Empörung: Die demokratische Gouverneurin von New Mexico, Michelle Lujan Grisham, wirft dem Präsidenten vor, mit der Landkarten-Aktion gezielt von hohen Benzinpreisen und einem „katastrophalen Krieg im Iran“ ablenken zu wollen. Auf X stellte sie klar: „Während das Weiße Haus seine Zeit damit verschwendet, auf Landkarten herumzumalen, macht Nuevo México die eigentliche Arbeit.“
Auch auf internationaler Ebene sorgt Trump für diplomatische Konflikte. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum reagierte prompt auf die Grafik, die ihr Land unter US-Flagge zeigte. Sie betonte, ihr Land sei weder eine Kolonie noch ein Protektorat, und schrieb auf X: „Wir sind stolz darauf, ein freies, unabhängiges und souveränes Land zu sein.“
US-Präsident Trumps geografische Vorstöße im Überblick
Während Trump bei Bundesstaaten an rechtliche Grenzen stößt, nutzt er seine exekutive Macht bei geografischen Orten gezielt. Folgende Eingriffe sind dokumentiert:
- Golf von Mexiko: Trump benannte das Gewässer direkt an seinem ersten Tag der neuen Amtszeit im Januar 2025 per Dekret in „Golf von Amerika“ um.
- Lake Ontario: Inmitten eines Zolldisputs ordnete der Präsident an, den See an der kanadischen Grenze künftig als „Lake America“ zu führen. Ein von Künstlicher Intelligenz generiertes Video zeigt ihn zudem, wie er symbolisch ein altes See-Schild umtritt.
- Ozeane: CNN zitiert den Präsidenten mit der Aussage, dass man nach einem Golf und einem See nun nur noch einen Ozean brauche. Er stellte in Aussicht, den Atlantik, den Pazifik oder gleich beide Ozeane umzubenennen.
Dieses Vorgehen stößt auch in der freien Wirtschaft auf Widerstand. So weigern sich private Anbieter wie die App MapQuest, die neuen Namen für den See und den Golf zu übernehmen. Durch diesen Boykott erlebte die Navigations-App zeitweise einen rasanten Aufstieg auf Platz eins im Apple App Store. (Quellen: CNN, Washington Examiner, dpa) (frs)