Nach E-Mail-Systemausfall in Darmstadt: OB Benz setzt wieder auf Volt-Stadtrat Klötzner
StartseiteRhein-MainDarmstadtStand: 11.07.2026, 14:29 UhrKommentareUns auf Google folgenDas E-Mailsystem der Stadt Darmstadt fiel Anfang voriger Woche nach einem technischen Defekt aus. © Jens JoachimDas Person...
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Stand: 11.07.2026, 14:29 Uhr
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Das Personal in der Stadtverwaltung Darmstadt wird um fünf Stellen aufgestockt, um die IT zu stabilisieren und zu modernisieren.
Darmstadt – Nach dem Ausfall des städtischen E-Mail-Systems in der vergangenen Woche ist die von Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD) eingesetzte Einsatzgruppe um den zuständigen Stadtrat und Digitalisierungsdezernenten Holger Klötzner (Volt) aufgestockt worden.
Der von Benz am Donnerstag voriger Woche eingesetzten „Taskforce“, die bereits dreimal getagt hat, hatte Klötzner, der sich noch im Urlaub befand, zunächst nicht angehört.
Darmstadt: OB übernimmt Steuerung zentraler IT-Vorhaben
Benz teilte am Freitag mit, er übernehme nun bei zentralen IT-Vorhaben die Steuerung. Fünf zusätzliche Stellen sollen die städtische IT „stabilisieren und modernisieren“.
Der Ausfall des städtischen Mail-Systems, der dem Vernehmen nach auf den technischen Ausfall einer Festplatte zurückzuführen war, habe deutlich gemacht, dass die Stadt ihre IT-Strukturen in zentralen Bereichen neu ordnen und verbindlicher steuern müsse.
E-Mails werden gelöscht und Postfachgröße begrenzt
Benz kündigt an, strategische Prioritäten setzen zu wollen, um die Modernisierung der Verwaltung zu forcieren. Klötzner teilte mit, die Verwaltungsdigitalisierung sei „immer sowohl eine organisatorische wie eine technische Aufgabe“. Für den organisatorischen Part war bisher schon Benz zuständig.
Als Ad-hoc-Maßnahme werden in allen Ämtern und Verwaltungsstellen am 17. Juli alle Mails und Kalendereinträge gelöscht, die vor dem 1. Januar 2011 eingegangen oder versendet wurden. Zudem soll die maximale Postfachgröße auf 50 Gigabyte begrenzt werden.
Stabilisierung des veralteten E-Mail-Systems „besonders dringlich“
Als „besonders dringlich“ stuft die Einsatzgruppe die Stabilisierung des bestehenden E-Mail-Systems GroupWise und die Einführung von Microsoft 365 ein. Beide Vorhaben stünden „exemplarisch für den Handlungsdruck in der städtischen IT“ und würden deshalb „mit besonderer Priorität behandelt“, heißt es in der Mitteilung der Stadt.
Bei GroupWise zeige sich der Modernisierungsbedarf besonders deutlich. Das System sei veraltet und seit Jahren nur mit hohem Aufwand stabil zu halten. Ein Beispiel hierfür seien die überfüllten Postfächer, welche die Speicherkapazitäten sprengten. Durch die Rundverfügung des Oberbürgermeisters, Mails zu löschen und die Postfachgröße zu limitieren, würden nun „klare Vorgaben verbindlich und zeitnah geregelt“.