Nach Claudia Oberts CDU-Austritt: „Merz reißt alle mit in den Untergang“

Sie spricht mal wieder Klartext – und zieht Konsequenzen. Nachdem Claudia Obert, Unternehmerin und Realitystar, in der Vergangenheit häufiger mit der aktuellen Politik in Deutschland abgerechnet hatte, tritt si...

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Nach Claudia Oberts CDU-Austritt: „Merz reißt alle mit in den Untergang“

Sie spricht mal wieder Klartext – und zieht Konsequenzen. Nachdem Claudia Obert, Unternehmerin und Realitystar, in der Vergangenheit häufiger mit der aktuellen Politik in Deutschland abgerechnet hatte, tritt sie nun aus der CDU aus.

Erst vor fünf Jahren war sie der Partei beigetreten: Damals waren die Christdemokraten gerade in die Opposition gegangen, nachdem zuvor 16 Jahre lang eine unionsgeführte Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel regiert hatte.

Obert, die ihr eigenes Modelabel führt, sagte damals: „Ich werde in Hamburg in die CDU eintreten, mich politisch einbringen.“ Als Unternehmerin verfüge sie über den Sachverstand und sie sei schon immer „halb FDP, halb CDU“ gewesen: „Seit 30 Jahren schaffe ich Arbeitsplätze, ich weiß wovon ich rede.“ Die CDU sei die richtige Partei, würde nur leider immer die falschen Leute ins Rennen schicken.

Keine Reformen, nur Flickenteppich

Nun, die falschen Leute sind ein gutes Stichwort, denn dass die 64-Jährige nun austritt, hat durchaus auch personelle Gründe. Via Bild sagte Obert kurz nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: „Weil die CDU versagt hat, hat die AfD Aufwind. Die meisten Leute wissen gar nicht, was sie da wählen, die kotzt einfach nur alles an.“ Das Ergebnis sei die Folge einer reinen Protestwahl – und man könne es ja verstehen: „Das ist ja im wahren Leben auch so: Wenn du mit deinem Ehemann unzufrieden bist, musst du die Biege machen. Solange du noch kannst.“

An der aktuellen Bundesregierung kritisiert Obert, es fänden keine Reformen statt, alles sei nur Flickenteppich, es fehle der große Wurf. „Sie haben in der Wirtschaftspolitik versagt, eine Migrationswende gab es auch nicht“, so die Unternehmerin. Merz habe nur im Sinn gehabt, Kanzler zu werden, er mache Politik zum Selbstzweck: „Die Leistung ist mangelhaft. In jedem Unternehmen würde er sofort gefeuert werden.“

Auf ihrem Instagram-Account gibt es zahlreiche Reaktionen auf den Parteiaustritt und die harsche Kritik am Bundeskanzler. Die Sängerin Indira Weis, ehemaliges Mitglied der „Popstars“-Band Bro'Sis, meldet sich in den Kommentaren zu Wort. Sie sei auch ausgetreten, berichtet sie, nachdem sie zuvor jahrelang CDU-Mitglied gewesen sei.

Zur Begründung schreibt die 46-Jährige: „Merz reißt alle mit in den Untergang. Er hat die CDU tief gespalten und alle sind quasi gezwungen, seinen Mist mitzutragen. Bravo Claudia! Mut zur Wahrheit!“

Auch andere verstehen die Entscheidung von Claudia Obert, die inzwischen bereits Angebote von der FDP bekommt, doch bei ihnen einzutreten. Dass die AfD eine reine Protestpartei sei, dieser Einschätzung widersprechen jedoch einige Follower.

Die AfD aus Überzeugung gewählt

Eine Userin schreibt, sie sei türkischer Abstammung und habe, genauso wie ihr Freundeskreis, die Partei aus Überzeugung gewählt. Sie alle seien erfolgreich und gebildet, betont die Frau.

In einem weiteren Kommentar heißt es, dass Oberts Statement wichtig sei. „Dennoch gibt es nicht nur Protestwähler:innen, sondern auch überzeugte Rechte und Rechtsextreme, die finden gut, was die blaue Partei ausmacht.“

Claudia Obert hatte in der jüngsten Vergangenheit immer wieder besonders mit der Wirtschaftspolitik im Land gehadert. Sie fragte öffentlich, wofür sie eigentlich so viele Steuern zahle und regte sich über Friedrich Merz und seine Work-Life-Balance-Debatten auf.

Auch die „exorbitanten Stylingkosten“ von Politikerinnen wie Annalena Baerbock und Bärbel Bas waren der gebürtigen Freiburgerin ein Dorn im Auge. Sie komme sich von diesem Staat komplett verarscht vor, sagte die Unternehmerin in einem vielbeachteten Video vom Dezember 2025.

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