Münchens Koks-König muss lange hinter Gitter – Strafe hätte sogar „deutlich höher ausfallen können“
tzMünchenStadtStand: 08.09.2026, 08:25 UhrKommentareUns auf Google folgenVladimir F. mit Handschellen im Landgericht. Er muss lange ins Gefängnis. © SIGI JANTZVladimir F. (40) wurde mit der größten Menge Kokain...
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Stand: 08.09.2026, 08:25 Uhr
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Vladimir F. (40) wurde mit der größten Menge Kokain erwischt, die in München je sichergestellt wurde: 127 Kilo. Das Landgericht München I verurteilte den Dealer zu zehn Jahren und neun Monaten Knast.
München – Im Strafprozess lachte er noch. Doch jetzt ist schluss mit lustig. Vladimir F. (40) muss für insgesamt zehn Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Die 3. Große Strafkammer hat den Kroaten wegen zwölf Fällen des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verurteilt. „Zudem wurde die Einziehung von Taterträgen in Höhe von knapp drei Millionen Euro angeordnet“, sagt Laurent Lafleur, Leiter der Pressestelle für Strafsachen am Oberlandesgericht.
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Nach den Feststellungen der Strafkammer unter dem Vorsitz von Susanne Blaschke hatte der Angeklagte in zwölf Fällen insgesamt rund 127 Kilogramm Kokain angekauft, um es anschließend weiterzuverkaufen. „Der Vorwurf des bandenmäßigen Handeltreibens hatte sich in der Hauptverhandlung dagegen nicht erhärtet“, sagt Lafleur. „Der Angeklagte hatte den Tatvorwurf im Rahmen einer Verständigung vollumfänglich eingeräumt.“
Geständnis bewahrte Vladimir F. vor noch höherer Strafe
Bei der Strafzumessung würdigte die Richterin das umfassende Geständnis zugunsten des Münchner Koks-Königs. Ohne das Geständnis hätte die Strafe auch noch „deutlich höher ausfallen können“, sagt Richterin Blaschke.
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Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft München I steht das Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof offen, das binnen einer Woche ab heute eingelegt werden müsste.