Alle neuen S-Bahnzüge künftig mit Klimaanlage - B.Z. – Die Stimme Berlins

Berlin – Coole Sache: Alle neuen Züge der Berliner S-Bahn werden mit Klimaanlage ausgeliefert! Insgesamt sind 350 neue Halbzüge mit 1400 Wagen bestellt. Bis zur rollenden Abkühlung werden allerdings noch Jahre...

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Alle neuen S-Bahnzüge künftig mit Klimaanlage - B.Z. – Die Stimme Berlins
02.12.2022, Berlin, Bild - BZ Redakteur Stefan Peter Die Stimme Berlins Kommentarfot

Berlin – Coole Sache: Alle neuen Züge der Berliner S-Bahn werden mit Klimaanlage ausgeliefert! Insgesamt sind 350 neue Halbzüge mit 1400 Wagen bestellt.

Bis zur rollenden Abkühlung werden allerdings noch Jahre vergehen: Die ersten Wagen werden erst 2032 ausgeliefert. Und selbst dieser Termin war in Gefahr – es gab jahrelangen Zoff um die Ausschreibung des Mega-Auftrages (15 Milliarden Euro wert).

Das französische Unternehmen Alstom ging bei der Vergabe leer aus, zog deshalb vor Gericht. Vor wenigen Wochen die Wende – Alstom gab seinen Widerstand auf. Am 8. Juli bekamen die Konzerne Stadler und Siemens Mobility den rechtskräftigen Zuschlag.

Der Auftrag umfasst Beschaffung, Betrieb und Instandhaltung des S-Bahnverkehrs ab 2032 auf der West-Ost- sowie der Nord-Süd-Achse. Die Ringbahn ist nicht enthalten – dort gibt es bereits neue Züge.

Der Verkehrsvertrag mit der Deutschen Bahn für den Betrieb läuft 15 Jahre, der Vertrag für die Instandhaltung der Züge 30 Jahre lang. Die alten Züge gehen in den Ruhestand. Damit sie noch bis 2032 durchhalten, müssen sie in den kommenden Jahren in die Werkstatt.

Bei S1 und S5 drohen Einschränkungen

Bedeutet: Vor allem auf den Linien S1 und S5 kommt es erst einmal zu Einschränkungen, sprich zu Ausfällen! Aber Kummer sind Fahrgäste der Berliner S-Bahn bereits gewohnt…

In den neuen Zügen soll es endlich eine bessere Fahrgastinformation geben – auch da besteht in der Hauptstadt Nachholbedarf. Versprochen sind außerdem mehr Barrierefreiheit (automatisch ausfahrende Bretter zwischen Zug und Bahnsteig), mehr Platz für Fahrräder und USB-C-Steckdosen.

Von der Mega-Investition hat auch Brandenburg etwas: In Fredersdorf (Märkisch-Oderland) soll bis 2032 ein neues Instandhaltungswerk für die S-Bahn entstehen.

S-Bahn-Boss Heiko Büttner (57) jubelt: „Die Freude bei der S-Bahn Berlin ist riesig – die endgültige Vergabe schafft eine langfristige Perspektive für unsere 3000 Kollegen.“

Finanzsenator Stefan Evers (46, CDU) lobt den Milliarden-Auftrag: „Die Stärke einer Stadt zeigt sich nicht in Sonntagsreden, sondern am Montagmorgen. Dann, wenn Millionen Menschen zuverlässig zur Arbeit kommen, Unternehmen planen können und der Alltag funktioniert.“