Mel Gibson äfft Gebärdensprache-Dolmetscher nach – erst nach heftiger Kritik entschuldigt er sich

Ein kurzes Video von der Fan Expo Canada sorgt für Empörung. Der Schauspieler bezeichnet sein Verhalten als „Dumme, gedankenlose Sache“ und betont, er habe keine böswillige Absicht gehabt.

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Mel Gibson äfft Gebärdensprache-Dolmetscher nach – erst nach heftiger Kritik entschuldigt er sich

Stand: 01.09.2026, 14:05 Uhr

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Ein kurzes Video von der Fan Expo Canada sorgt für Empörung. Der Schauspieler bezeichnet sein Verhalten als „Dumme, gedankenlose Sache“ und betont, er habe keine böswillige Absicht gehabt.

Toronto – Schauspieler und Regisseur Mel Gibson hat sich entschuldigt, nachdem ein kurzes Video von seinem Auftritt bei der Fan Expo Canada für heftige Kritik in sozialen Medien gesorgt hatte. In dem Clip ist zu sehen, wie Gibson beim Betreten der Bühne offenbar einen Dolmetscher für American Sign Language, die amerikanische Gebärdensprache, nachahmt.

Mel Gibson

Mel Gibson bleibt schwierig. (Archivbild) © Chris Pizzello/Invision via AP/dpa

Gibson bezeichnete sein Verhalten anschließend als „eine dumme, gedankenlose Sache“ und als „spontane gedankenlose Idiotie“. „Manchmal, wenn man auf eine Bühne ins Scheinwerferlicht gedrängt wird, ist der Kopf überall“, erklärte er laut Just Jared.

Gibson entschuldigt sich

Der Schauspieler betonte, es habe „keine beabsichtigte Böswilligkeit“ gegeben. „Ich entschuldige mich aufrichtig bei allen, die dadurch beleidigt wurden“, sagte Gibson. Der Vorfall ist lediglich in einem wenige Sekunden langen Video festgehalten. Der Dolmetscher übersetzte bei der Veranstaltung im Metro Toronto Convention Centre für gehörlose Besucher in die amerikanische Gebärdensprache, als Gibson die Bühne betrat.

Heftige Reaktionen im Netz

In sozialen Medien wurde Gibsons Verhalten unter anderem als „Verabscheuungswürdig“, „Ekelhaft“ und „Beiläufig grausam“ bezeichnet. Einige Nutzer stellten angesichts früherer Kontroversen des Schauspielers zudem infrage, warum Gibson überhaupt zu der Veranstaltung eingeladen worden war, berichtet Variety.

Im Jahr 2006 machte er antisemitische Bemerkungen während einer Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer, Äußerungen, für die er später Bedauern ausdrückte. Im Jahr 2011 plädierte er auf keinen Einspruch gegen eine geringere Anklage wegen Körperverletzung, die aus einem Vorfall mit seiner damaligen Partnerin Oksana Grigorieva resultierte. Er vermied Haft und wurde zu Bewährung, Sozialdienst und der Teilnahme an einem Programm gegen häusliche Gewalt verurteilt. Gibsons Ansehen in Hollywood war nach dem Vorfall von 2006 und dem Fall häuslicher Gewalt von 2010 deutlich gemindert, mit langen Phasen, in denen er von großen Studio-Projekten ferngehalten wurde.

Auftritt bei großer Fanmesse

Manche Kommentatoren verglichen sein Verhalten mit dem des Schauspielers Alan Ritchson bei derselben Veranstaltung. Ritchson wurde dafür gelobt, dass er dem Gebärdensprachdolmetscher nach seiner Fragerunde die Hand schüttelte. Ein Fan bezeichnete sein Verhalten laut „Variety“ als „Meisterklasse“.

Die Fan Expo Canada gilt als größte Veranstaltung ihrer Art in Kanada und als eine der größten Popkultur-Messen Nordamerikas. Gibson trat dort auf, um sein kommendes zweiteiliges Filmprojekt „The Resurrection of Christ“ zu bewerben. Er erklärte, derzeit in Toronto am Schnitt und an der weiteren Fertigstellung des Films zu arbeiten. Die beiden Teile sollen 2027 und 2028 erscheinen. Das Projekt folgt auf seinen Film „The Passion of the Christ“, der 2004 international kommerziell erfolgreich war.

Bei der Fan Expo waren auch andere Prominente zu Gast. Der Musiker Joel Zimmerman, bekannt als Deadmau5, nahm für ein gemeinsames Foto mit Gibson und Schauspieler Corey Feldman kurz seinen charakteristischen Maus-Kopf ab. Weitere Quellen: TMZ, The Independent, CNEWS.