Sorge vor KI-Massenüberwachung – jetzt erringt Anthropic Sieg gegen Trumps Pentagon

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Sorge vor KI-Massenüberwachung – jetzt erringt Anthropic Sieg gegen Trumps Pentagon

KI im Militär? Anthropic wehrt sich und erringt Teil-Sieg gegen Trumps Pentagon

Stand: 28.08.2026, 08:30 Uhr

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Die KI-Firma Anthropic hat einen wichtigen Etappensieg in ihrem Streit mit dem Pentagon über die Verwendung Künstlicher Intelligenz im Militär errungen.

San Francisco – Künstliche Intelligenz birgt die Möglichkeit zu Massenüberwachung und dem Einsatz von autonomen Waffen. Die KI-Firma Anthropic warnt selbst vor genau dieser Nutzung. Die US-Regierung will sich dagegen nicht von einer privaten Firma vorschreiben lassen, wie sie Technik nutzen darf. Jetzt hat Anthropic einen Etappensieg in dem Streit errungen: Eine kalifornische Richterin entschied, dass die Einstufung von Anthropic als Lieferketten-Risiko für die nationale Sicherheit durch das US-Verteidigungsministerium nicht gerechtfertigt war und aufgehoben werden muss.

US-Präsident Donald Trump (r), unterhält sich mit Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Archiv)

US-Präsident Donald Trump (r), unterhält sich mit Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Archiv) © Molly Riley/White House/dpa

Richterin Rita Lin kam zu dem Schluss, dass die Einstufung als Lieferketten-Risiko nur auf dem Wunsch basierte, ein Exempel zu statuieren, weil Anthropic die Regierung kritisiert hatte – und nicht auf einer begründeten Befürchtung, dass die Firma ihr KI-Modell tatsächlich sabotieren würde. Sie hatte bereits im Frühjahr die Umsetzung der Regierungsentscheidung blockiert.

Anthropic mit Etappensieg gegen Pentagon zu KI-Nutzung im US-Militär

Eine Einstufung als Lieferketten-Risiko hat für ein Unternehmen weitreichende Konsequenzen über die Nutzung im US-Militär hinaus. So hatte Präsident Donald Trump angeordnet, dass alle US-Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Technologie einstellen sollen. Zudem hieß es von Verteidigungsminister Pete Hegseth, dass auch alle Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen zu Anthropic kappen müssten, wenn sie das US-Militär beliefern wollten.

Zunächst war nicht bekannt, ob die Regierung plant, gegen die Entscheidung der Richterin in Berufung zu gehen. Es ist höchst ungewöhnlich, dass eine US-Firma zum Lieferketten-Risiko erklärt wird.

Anthropic warnt:

Anthropic-Chef Dario Amodei warnt, dass Künstliche Intelligenz es möglich mache, über das Netz verstreute Daten einzelner Menschen in großem Stil automatisiert zu einem detaillierten Bild ihres Lebens zusammenzusetzen. Zugleich sei KI noch nicht verlässlich genug, um in vollständig autonomen Waffen eingesetzt zu werden. „Wir werden nicht wissentlich ein Produkt liefern, das Amerikas Kämpfer und Zivilisten in Gefahr bringt“, schrieb Amodei in einem Blogbeitrag.

Zugleich betonte die Richterin, dass das Verteidigungsministerium nicht Anthropic-Software nutzen müsse, sondern stattdessen auf Technologie anderer KI-Unternehmen umsteigen könne, solange dies rechtlich einwandfrei geschehe. Das Pentagon schraubte die Nutzung von Anthropic-KI zurück und will sie bis Ende September komplett aufgeben. (Verwendete Quellen: dpa).