IAEA: Verweigerte Atominspektionen – Iran muss vor UN-Sicherheitsrat
Westliche Staaten erhöhen den Druck auf Iran, Informationen zu Uran-Beständen offen zu legen. Doch Russland und China könnten dafür sorgen, dass es bei einem symbolischen Schritt bleibt.
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IAEA: Verweigerte Atominspektionen – Iran muss vor UN-Sicherheitsrat
Westliche Staaten erhöhen den Druck auf Iran, Informationen zu Uran-Beständen offen zu legen. Doch Russland und China könnten dafür sorgen, dass es bei einem symbolischen Schritt bleibt.Das Logo der Internationalen Atomenergiebehörde: IAEA-Inspektoren haben keine aktuellen Informationen zu den Uran-Beständen und keinen Zugang zu Atomanlagen in Iran. Foto: Helmut Fohringer/APA/dpa
Wien. Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat im Streit mit dem Iran erstmals seit 20 Jahren den UN-Sicherheitsrat eingeschaltet. Weil Teheran die Zusammenarbeit mit internationalen Atominspektoren weitgehend verweigert, beschloss der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, das oberste Gremium der Vereinten Nationen in New York einzuschalten. Dieser symbolische Eskalationsschritt wurde von den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich und Großbritannien angestoßen.
Der Gouverneursrat zeigte sich in einer Resolution „tief besorgt“, dass IAEA-Inspektoren keine aktuellen Informationen zu den Uran-Beständen und keinen Zugang zu Atomanlagen im Iran hätten. Es bestehe „äußerst dringender Handlungsbedarf“, heißt es in dem Text. Teheran solle schnellstens alles offenlegen, damit die IAEA bestätigen könne, dass kein Atommaterial für militärische Zwecke abgezweigt werde. Iran bestreitet derweil, nach Nuklearwaffen zu streben.
Die Resolution wurde von 23 der 35 Staaten im Gouverneursrat unterstützt. Russland, China und Niger stimmten nach Angaben von Diplomaten dagegen. Die restlichen Länder enthielten sich oder nahmen nicht an der Abstimmung teil. Wegen der Ablehnung Moskaus und Pekings ist es unwahrscheinlich, dass der UN-Sicherheitsrat nun Schritte gegen Teheran einleitet, hieß es aus westlichen Diplomatenkreisen.

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