Tipps gegen die Hitze: Warum ausgerechnet eine Wärmflasche helfen kann
Es gibt vermutlich so gut wie keinen Tipp, wie man trotz Hitze besser wohnen, arbeiten und schlafen kann, der in diesen Tagen noch nicht erzählt wurde. Man fühlt sich an die Corona-Zeit erinnert. Alle reden übe...
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Es gibt vermutlich so gut wie keinen Tipp, wie man trotz Hitze besser wohnen, arbeiten und schlafen kann, der in diesen Tagen noch nicht erzählt wurde. Man fühlt sich an die Corona-Zeit erinnert. Alle reden über dasselbe Thema, und alle sitzen mehr oder weniger im selben Boot. Abgesehen davon, dass die einen auf einer Yacht (klimatisiertes und gut gedämmtes Haus oder Wohnung) sitzen und die anderen auf einem Schlauchboot (Mietwohnung ohne Jalousien und Klimagerät).

Die Schlauchbootfahrer kann man daran erkennen, dass sie morgens ermattet und blass im Büro sitzen, weil in der Nacht an guten Schlaf wieder nicht zu denken war. „Wie ist es bei dir in der Wohnung?“, sind so Fragen, die in diesem Sommer die Runde machen.
Der Ventilator, den sich viele noch auf den letzten Drücker angeschafft haben – für alles andere ist es jetzt zu spät, weil zeitlich und technisch nicht mehr umsetzbar –, bringt bei 30 Grad in der Wohnung nicht mehr viel. Mit Glück schläft der übernächtigte Mensch an solchen Tagen vor Erschöpfung ein – und wacht schweißgebadet, aber glücklich über ein paar Stunden Erholung am Morgen wieder auf.
Dabei kann jeder ohne großen Einsatz nachhelfen. Indem er eine Wärmflasche mit eiskaltem Wasser, am besten vorgekühlt aus dem Kühlschrank, füllt. So eine Kühlflasche bringt Erleichterung, schon allein wenn sie nebenan auf dem Kopfkissen liegt. Noch besser, man legt sie sich, wie im Winter, an den Rücken oder klemmt sie (Seitenschläfer!) zwischen die Füße oder die Knie. Nach unserer Erfahrung ist die Flasche sogar am Morgen noch etwas kühl.
Steigern lässt sich die Methode mit Kühlakkus aus dem Eisfach, mit denen üblicherweise Lebensmittel in der Kühltasche frisch gehalten werden. Nun kommen sie mit ins Bett. Wir empfehlen, die Kunststoffplatten in ein Geschirrtuch zu wickeln, um die Schockwirkung bei der Berührung abzumildern. Das Eispaket in eine Tüte gesteckt, verhindert, dass das Betttuch nass wird. Letztlich aber ist das in heißen Nächten egal, weil das Wasser ruckzuck trocknet.
Wir bitten bei allen um Gnade, die jetzt sagen: Gähn, das kannten wir schon alles. Für uns war es neu, und wir sind dankbar, dass Freunde es so empfohlen haben. Das sind auch alle, denen wir es weitererzählen. „Super Tipp“, schreibt Freundin Lisa. „Hab die Idee weiterentwickelt und eine Luftmatratze mit kaltem Wasser gefüllt. Herrlich.“