Quartalszahlen: Leica erstmals seit Jahren mit Umsatzrückgang

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Quartalszahlen: Leica erstmals seit Jahren mit Umsatzrückgang

Leica: Der Kamerahersteller macht weniger Umsatz. Foto: ap

Generikakonzern Sandoz will Umsatz bis 2035 mehr als verdoppeln

Der Schweizer Generikahersteller Sandoz will seinen Nettoumsatz zwischen 2025 und 2035 mehr als verdoppeln und richtet seinen Fokus dafür neu aus. Mit der neuen Strategie „Bio100“ solle der Schwerpunkt von klassischen Generika auf Biosimilars verlagert werden, teilte das Unternehmen am Dienstag anlässlich seines Kapitalmarkttags mit. Biotechnologisch hergestellte Nachahmerpräparate (Biosimilars) sollten künftig den Großteil des Umsatzes ausmachen, erklärte Sandoz-Chef Richard Saynor. Bis 2040 soll das Portfolio dieser Medikamente von derzeit 13 auf 100 Präparate anwachsen.

Für den Zeitraum von 2025 bis 2030 strebt Sandoz zu konstanten Wechselkursen ein jährliches Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich an. Das bisherige Ziel eines Wachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich bis 2028 bleibe unverändert, hieß es weiter. Dieses hatte sich das Unternehmen vor der Abspaltung vom ehemaligen Mutterkonzern Novartis im Jahr 2023 gesetzt.

Leica erstmals seit Jahren mit Umsatzrückgang

Der Kamerahersteller Leica hat in einem schwierigen Marktumfeld erstmals seit Jahren einen Umsatzrückgang verbucht. In dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr gaben die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 573 Millionen Euro nach, wie das Unternehmen in Wetzlar mitteilte. Unter dem Strich schrieb die Leica Camera Gruppe schwarze Zahlen. 

Neben geopolitischen Unsicherheiten und nachteiligen Wechselkurseffekten machte Leica auch verschärfte Zollregelungen für die Entwicklung verantwortlich und sprach trotz des Umsatzminus von einem „robusten Ergebnis“. Einen konkreten Ausblick für das laufende Geschäftsjahr gab der Vorstandsvorsitzende Andreas Voll nicht, erklärte aber, die aktuelle Geschäftsentwicklung bestätigt die Ausrichtung, auf innovative Produkte im Premiumsegment und das globale Vertriebsnetz zu setzen sowie neue Zielgruppen anzusprechen. 

Lululemon senkt Jahresprognose – Aktie bricht ein

Der kanadische Sportbekleidungshersteller Lululemon hat am Donnerstag seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr gesenkt und damit die Anleger verschreckt. Die Aktien des Unternehmens brachen im nachbörslichen Handel um rund 15 Prozent ein. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet Lululemon nun mit einem Umsatzrückgang von fünf bis sieben Prozent, nachdem bestenfalls mit stagnierenden Erlösen oder einem Minus von bis zu einem Prozent kalkuliert worden war. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 9,48 und 9,73 Dollar liegen, teilte das Unternehmen mit. Lululemon hatte 10,95 bis 11,15 Dollar in Aussicht gestellt.

Die gesenkten Erwartungen unterstreichen die Herausforderungen für die neue Vorstandschefin Heidi O’Neill, die in der kommenden Woche ihr Amt antritt. Die frühere Nike-Managerin muss sich mit einer schwächelnden Nachfrage und zunehmender Konkurrenz durch aufstrebende Marken wie Alo Yoga und Vuori auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt auseinandersetzen. Seit Beginn des Jahres 2025 hat die Lululemon-Aktie fast 69 Prozent an Wert verloren. Zuletzt hatte der Konzern einen erbitterten Machtkampf mit seinem Gründer Chip Wilson beigelegt.

Broadcom hebt Prognose für KI-Umsatz deutlich an

Der Chipkonzern Broadcom hat seine Umsatzprognose für den Bereich Künstliche Intelligenz (KI) deutlich angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechne das Unternehmen nun mit KI-Erlösen von 58 Milliarden Dollar statt der zuvor angepeilten 56 Milliarden Dollar, teilte der Konzernchef am Mittwoch (Ortszeit) in einer Telefonkonferenz mit. Das entspricht einem Anstieg von 186 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2027 stellte das Management eine Verdopplung des KI-Umsatzes auf etwa 115 Milliarden Dollar in Aussicht, 2028 sollen es rund 230 Milliarden Dollar sein. Insgesamt gehe Broadcom davon aus, 2027 und 2028 KI-Halbleiter im Wert von rund 350 Milliarden Dollar an seine KI-Kunden auszuliefern.

Anthropic sei auf dem besten Weg, 2027 der größte Kunde für Spezialprozessoren (XPU) zu werden und diese Position 2028 zu halten, hieß es weiter. Im vierten Quartal werde Broadcom zudem die neue Generation von Googles TPU-Chips in großen Stückzahlen ausliefern. Auch für Meta und OpenAI produziere das Unternehmen KI-Beschleuniger. Trotz des starken Wachstums rechnet der Konzern im vierten Quartal mit einem Rückgang der Bruttomarge auf etwa 73 Prozent, nach 78 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dies liege an einem veränderten Produktmix, der die Bruttomarge belaste, erklärte der Konzernchef. Die operative Marge solle jedoch stabil bleiben. Für den Ausbau der Produktionskapazitäten im Halbleiterbereich plant Broadcom im Schlussquartal Investitionen von 1,4 Milliarden Dollar.

KI-Nachfrage beflügelt HPE – Aktie gibt dennoch nach

Der US-Serverhersteller Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat dank einer starken Nachfrage nach KI-Hardware die Erwartungen übertroffen und seine Jahresziele angehoben. Dennoch fielen die Aktien des Unternehmens im nachbörslichen Handel am Mittwoch um acht Prozent. Im abgelaufenen dritten Quartal steigerte HPE den Umsatz auf 12,2 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 11,9 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,11 Dollar, während Experten 93 Cent erwartet hatten.

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzwachstum von 34 bis 37 Prozent, nachdem zuvor 29 bis 33 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 3,75 bis 3,85 Dollar steigen. Für 2027 peilt HPE ein Umsatzplus von 13 bis 17 Prozent sowie ein Gewinnwachstum von 16 bis 20 Prozent an.

Snowflake hebt Umsatzprognose an – Aktie springt um 22 Prozent

Der US-Datenbankspezialist Snowflake hat dank einer starken Nachfrage nach seiner Cloud-Plattform und Angeboten rund um Künstliche Intelligenz (KI) seine Umsatzprognose angehoben und damit ein Kursfeuerwerk ausgelöst. Die Aktien des Unternehmens schossen am Mittwoch nachbörslich um mehr als 22 Prozent in die Höhe. Snowflake rechnet nun für das Geschäftsjahr 2027 mit einem Produktumsatz von 6,1 Milliarden Dollar, nachdem das Unternehmen 5,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt hatte.

Auch im abgelaufenen zweiten Quartal übertraf der Konzern die Erwartungen der Wall Street. Der Gesamtumsatz belief sich auf 1,55 Milliarden Dollar, während Analysten laut LSEG-Daten im Schnitt mit 1,48 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 62 Cent ebenfalls über den prognostizierten 45 Cent. Unternehmen nutzen die Software von Snowflake, um Daten zu speichern und zu analysieren sowie eigene KI-Anwendungen zu entwickeln.


KI-Boom beflügelt Dell – Umsatz- und Gewinnprognose angehoben

Der US-Computerbauer Dell hat am Dienstag wegen der boomenden Nachfrage nach Servern für Künstliche Intelligenz (KI) zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Umsatz- und Gewinnprognosen angehoben. Die Aktien des texanischen Unternehmens stiegen im nachbörslichen Handel um rund sechs Prozent.

Im abgelaufenen zweiten Quartal erzielte Dell einen Rekordumsatz von 47 Milliarden Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 44,9 Milliarden Dollar, wie aus LSEG-Daten hervorgeht. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 7,04 Dollar ebenfalls über den Erwartungen von 4,91 Dollar. Für das laufende dritte Quartal rechnet der Konzern mit einem Umsatz von 49 Milliarden Dollar, was ebenfalls deutlich über den Prognosen liegt.

Für das Gesamtjahr erhöhte Dell die Umsatzprognose um 25 Milliarden auf 192 Milliarden Dollar. Zudem erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2027 nun einen Umsatz mit KI-optimierten Servern von 74 Milliarden Dollar, nach zuvor 60 Milliarden Dollar.


Swiss Life streicht 600 Stellen trotz Gewinnplus

Der Lebensversicherer Swiss Life streicht bis Ende 2028 rund 600 Stellen. Der Vorstand begründete seine Entscheidung am Dienstag mit dem Ziel, effizienter werden zu wollen. Die Ankündigung erfolgte trotz eines Gewinnanstiegs im ersten Halbjahr 2026: Der Reingewinn kletterte um acht Prozent auf 649 Millionen Franken, der Betriebsgewinn legte ebenfalls um acht Prozent auf 967 Millionen Franken zu. Swiss Life sehe sich auf Kurs, die finanziellen Ziele seines Programms „Swiss Life 2027“ zu erreichen, hieß es. Der Vorstand kündigte zudem an, ab Oktober eigene Aktien im Umfang von 250 Millionen Franken zurückzukaufen.

Gewinn von Huawei geht deutlich zurück

Steigende Kosten und höhere Forschungsausgaben trüben die Bilanz von Huawei. Der chinesische Technologiekonzern musste im ersten Halbjahr trotz eines Umsatzwachstums einen Gewinneinbruch hinnehmen. Das Nettoergebnis schrumpfte um 36 Prozent auf umgerechnet 3,05 Milliarden Euro. Die Erlöse legten dagegen um knapp zehn Prozent auf 60,02 Milliarden Euro zu.

Gleichzeitig stiegen die Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte um ein Viertel auf 15,57 Milliarden Euro. Damit will der Konzern China von ausländischen Technologieimporten unabhängiger machen. Er investiert verstärkt in eigene Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) und Produkte für autonomes Fahren. Daneben hat das Unternehmen auch Smartphones und Komponenten für Mobilfunknetzwerke im Portfolio.

Exporte heben Gewinn von chinesischem E-Autobauer BYD an

Der chinesische Elektroautobauer BYD hat dank eines wachsenden Exportgeschäfts erstmals seit über einem Jahr wieder einen Gewinnanstieg in einem Quartal verzeichnet. Allerdings verfehlte der Konzern die Erwartungen der Experten. Der Überschuss sei im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 29,8 Prozent auf 8,2 Milliarden Yuan (1,22 Milliarden Dollar) gestiegen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Analysten hatten mit einem Plus von durchschnittlich 48 Prozent gerechnet. Der Umsatz sank den Angaben zufolge um 3,2 Prozent auf 194,6 Milliarden Yuan. Damit beendete der nach Absatz weltgrößte E-Autohersteller eine vier Quartale andauernde Schwächephase mit rückläufigen Ergebnissen in Folge.

Das starke Auslandsgeschäft glich die schwache Nachfrage auf dem Heimatmarkt aus. Die Exporte stiegen im ersten Halbjahr um 71 Prozent auf mehr als 790.000 Fahrzeuge und machten damit 44 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Um die Abhängigkeit vom chinesischen Markt zu verringern, treibt BYD seine Expansion im Ausland voran und gewinnt dabei zunehmend Marktanteile in Europa und Südostasien. In China leidet die Branche unter einem harten Preiskampf und der Kaufzurückhaltung der Kunden.

Der chinesische Markt sei für BYD weiterhin ein Problem, da der Fahrzeugabsatz sinke und der Preiskampf hart bleibe, sagte Yale Zhang, Geschäftsführer des Forschungsunternehmens Automotive Foresight. „Die Auslandsmärkte sorgen für Wachstum, höhere Zölle in einigen Ländern sowie steigende Marketing- und Entwicklungskosten könnten aber den Gewinn begrenzen.“

Bertelsmann steigert Gewinn und erhöht Prognose 

Der Medienkonzern Bertelsmann steckt sich nach einem starken ersten Halbjahr höhere Ziele für das Gesamtjahr 2026. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) stieg von Januar bis Juni um 4,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro und das Konzernergebnis unter dem Strich kletterte um 45 Prozent auf 292 Millionen Euro, wie das Gütersloher Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen am Freitag mitteilte. „Wir blicken auf ein sehr gutes erstes Halbjahr 2026 - Bertelsmann wuchs aus eigener Kraft um mehr als fünf Prozent“, sagte Konzernchef Thomas Rabe zum organischen Umsatzanstieg. „Das Wachstum hat sich in diesem Jahr deutlich beschleunigt und wird breit von fast allen Geschäftsbereichen getragen.“

Finanzchef Rolf Hellermann kündigte eine Erhöhung der Prognose an und begründete dies mit dem positiven Geschäftsverlauf. Für Schwung sorgten demnach auch die Übernahme des Bezahl-Senders Sky Deutschland durch die Bertelsmann-Tochter RTL Group und der bevorstehende Abschluss des Deals zur Zusammenführung des Musikgeschäfts BMG und Concord in den USA noch in diesem Quartal. „Bertelsmann rechnet nunmehr mit einem starken Wachstum beim Umsatz und einem deutlichen Wachstum beim Operating Ebitda adjusted“, erklärte Hellermann.

Strabag hebt dank Rekordaufträgen Jahresprognose an

Der österreichische Baukonzern Strabag blickt nach einem starken ersten Halbjahr deutlich optimistischer auf das Gesamtjahr. Wegen prall gefüllter Auftragsbücher rechnet das Management für 2026 nun mit einer Bauleistung von fast 23 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Zuvor waren rund 22 Milliarden Euro angepeilt worden. Auch bei der Profitabilität wird Strabag zuversichtlicher und erwartet nun eine operative Rendite (Ebit-Marge) zwischen 5,5 und 6,0 Prozent statt der bisherigen 5,0 bis 5,5 Prozent. In den ersten sechs Monaten steigerte der Konzern seine Leistung um zwölf Prozent auf knapp zehn Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte um 35 Prozent auf 174,43 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Konzernergebnis von 119,06 Millionen Euro, was einem Plus von 25 Prozent entspricht.

Treiber dieser Entwicklung ist eine anhaltend hohe Nachfrage im Infrastrukturbau, insbesondere bei Energie- und Bahnprojekten in Deutschland sowie im internationalen Geschäft. Dies ließ den Auftragsbestand um 27 Prozent auf den Rekordwert von knapp 36 Milliarden Euro anschwellen. Zudem profitierte Strabag von einem starken Aufholeffekt: Nachdem viele Straßenbauprojekte im ersten Quartal wegen des kalten Wetters in Europa zunächst schleppend angelaufen waren, nahm das Geschäft im zweiten Quartal deutlich an Fahrt auf. Zukäufe, wie etwa die Übernahme des britischen Unternehmens Van Elle, trugen dem Konzern zufolge ebenfalls zum Wachstum bei.

Workday wächst dank KI-Software

Workday hat seinen Umsatz dank einer florierenden Nachfrage nach seinen KI-gestützten Finanz- und Personalprogrammen gesteigert. „Wir hatten ein starkes zweites Quartal, in dem KI mehr als 25 Prozent unseres neuen jährlichen Vertragswerts ausmachte“, erklärte Konzernchef Aneel Bhusri am Donnerstag. Die Erlöse stiegen in dem am 31. Juli abgelaufenen Vierteljahr um 12,8 Prozent auf 2,65 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen mitteilte. Damit erfüllten die Ergebnisse die Erwartungen der Wall Street, ebenso wie die Prognose für das laufende Quartal, in dem das Unternehmen Abo-Einnahmen von 2,52 Milliarden Dollar in Aussicht stellt. Die Anleger hatten sich jedoch mehr erhofft: Die Aktie des Konzerns aus dem kalifornischen Pleasanton fiel nachbörslich um fünf Prozent.

Nach Angaben von Workday nutzen inzwischen mehr als 5500 Kunden mindestens einen der KI-Assistenten des Unternehmens. Trotz des Trends zu Cloud-Diensten spürt der Konzern jedoch Gegenwind durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld. Viele Kunden prüfen ihre IT-Budgets genauer und verschieben große Softwareprojekte. Analysten zufolge könnte der Spielraum für weitere Expansionen begrenzt sein. Ohne Preissenkungen dürfte es zudem schwierig werden, das Wachstum im Finanzbereich und im Ausland wieder anzukurbeln.

Marvell wächst dank KI-Boom - Aktie gibt dennoch nach

Der US-Chipkonzern Marvell Technology hat mit seiner Umsatzprognose für das laufende Quartal die Analystenerwartungen übertroffen. Für das dritte Quartal werde ein Umsatz von rund 3,15 Milliarden Dollar erwartet, während Analysten im Schnitt mit 3,03 Milliarden Dollar gerechnet hatten, teilte Marvell am Donnerstag mit. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 1,10 Dollar liegen. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz vor allem dank einer starken Nachfrage nach Rechenzentrums-Chips um 37 Prozent auf 2,74 Milliarden Dollar und übertraf damit ebenfalls die Prognosen. Die hochgesteckten Ziele der Anleger verfehlte das Unternehmen jedoch: Die Aktie fiel nachbörslich um fast drei Prozent. Die Papiere hatten sich im Jahresverlauf im Zuge des KI-Booms nahezu verdreifacht.

Marvell profitiert vom Trend großer Technologiekonzerne, eigene KI-Chips als Alternative zu den teuren Prozessoren von Nvidia zu entwickeln. Erst in der vergangenen Woche vereinbarte das Unternehmen eine weitreichende Kooperation mit der Google-Mutter Alphabet. Diese Partnerschaft könnte bis zum Geschäftsjahr 2033 einen Umsatz von 120 Milliarden Dollar einbringen. Zudem stärkt der Deal Marvells Position im Wettbewerb mit dem größeren Rivalen Broadcom.

China Life verdreifacht Gewinn dank Erholung an den Aktienmärkten

Der Nettogewinn von China Life Insurance ist im ersten Halbjahr auf 134,5 Milliarden Yuan, umgerechnet rund 20 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte der in Peking ansässige Lebensversicherer 40,9 Milliarden Yuan verdient. Die Zahlen entsprechen den vorläufigen Ergebnissen, die China Life bereits im vergangenen Monat veröffentlicht hatte.

Der Versicherer profitierte ebenso wie Ping An Insurance von der Erholung der chinesischen Aktienmärkte, die unter anderem von der Künstlichen Intelligenz angetrieben wurde. Bei China Life verstärkten die vergleichsweise großen Aktienbestände den Gewinnzuwachs: Steigende Marktwerte der Beteiligungen fließen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein und treiben damit die Erträge nach oben.

Absatz von Pernod Ricard in den USA und China bricht ein

Ein erneuter Absatzeinbruch in den USA und China sorgt beim französischen Spirituosenkonzern Pernod Ricard für Ernüchterung. Der Hersteller von Absolut-Wodka und Martell-Cognac, der bereits ein milliardenschweres Sparprogramm aufgelegt hat, rechne bis 2029 nur noch mit einem Wachstum am unteren Ende seiner Zielspanne von drei bis sechs Prozent, teilte die weltweite Nummer zwei hinter Diageo am Donnerstag mit. Die Aktie des Konzerns gab um über zwei Prozent nach.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien die Erlöse organisch um 3,9 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro gesunken, der dritte Rückgang in Folge. Besonders schlecht sei es in den Schlüsselmärkten USA mit einem Minus von 14 Prozent gelaufen und in China mit einem Rückgang um 19 Prozent. Das operative Ergebnis aus fortlaufenden Geschäften brach um 18 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro ein. Die Dividende soll mit 4,70 Euro je Aktie gleichwohl stabil bleiben.

Börsenkandidat Syngenta mit weniger Umsatz und Gewinn

Der Agrarchemiekonzern Syngenta hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht. Die Erlöse schrumpften von April bis Juni um sieben Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar, wie der Börsenkandidat am Donnerstag mitteilte. Der operative Gewinn (Ebitda) sank um zwei Prozent auf 1,0 Milliarde Dollar. Bereinigt um Wechselkurseffekte legte das Ebitda jedoch um vier Prozent zu. 

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Basel begründete den Umsatzrückgang mit dem Konzernumbau und der damit verbundenen Reduktion des margenschwachen Getreidehandels in China. Früheren Angaben von Insidern zufolge bereitet das im Besitz des chinesischen Staatskonzerns Sinochem stehende Unternehmen einen Börsengang in Hongkong vor. Ein genauer Zeitpunkt dafür ist nicht bekannt. 

Delivery Hero hebt nach starkem Quartal Prognose an

Ein starkes zweites Quartal hat den Essenslieferdienst Delivery Hero zuversichtlicher gestimmt. „Wir haben neue Bestellrekorde erzielt und unser Wachstum beschleunigt, was unsere Profitabilität über die Erwartungen hinaus gesteigert hat“, erklärte Unternehmenschef Niklas Östberg. Der Vorstand habe daher seine Jahresziele angehoben und peile 2026 nun ein Wachstum des Bruttowarenwerts (GMV) um neun bis elf Prozent an statt acht bis zehn Prozent, wie der vor der Übernahme durch Uber stehende Dax-Konzern mitteilte am Donnerstag. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) solle 960 Millionen bis eine Milliarde Euro erreichen statt 910 bis 960 Millionen.

Im zweiten Quartal habe sich das GMV-Wachstum um 11,3 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro verbessert. Der Umsatz legte um 17,7 Prozent auf vier Milliarden Euro zu. Im gesamten ersten Halbjahr erwirtschaftete Delivery Hero einen bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) von 427 (Vorjahr: 411) Millionen Euro. 

Das Unternehmen steht vor der Übernahme durch den US-Fahrdienst-Vermittler Uber, der im Juli 41,50 Euro je Aktie geboten hatte. Der Vollzug der 13 Milliarden Euro schweren Übernahme wird für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet.

Fielmann profitiert vom starken Auslandsgeschäft

Die Optikerkette Fielmann ist im ersten Halbjahr dank ihres internationalen Geschäfts gewachsen, während das Geschäft im Heimatmarkt schwächelte. Der Umsatz sei um 1,8 Prozent auf 1,248 Milliarden Euro gestiegen und das operative Ergebnis (Ebitda) um zwei Prozent auf 292 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Für die zweite Jahreshälfte rechnet der Konzern mit einer stärkeren Wachstumsdynamik. Dabei sollen neue Niederlassungen und Produktivitätsinitiativen helfen sowie zusätzliche Mitarbeiter, die die Beratungskapazitäten steigern sollen.

Die Profitabilität blieb auf hohem Niveau. Die um Sondereffekte bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) erreichte rund 24 Prozent, die bereinigte Marge vor Steuern 13 Prozent. Dies sei auf konsequente Kostendisziplin und Effizienzmaßnahmen zurückzuführen, erklärte der Vorstand. Während die verhaltene Konsumstimmung die Entwicklung in Deutschland belastet habe, habe Fielmann von einer starken Entwicklung in den europäischen Märkten außerhalb Deutschlands und einer verbesserten Dynamik in den USA profitiert.

Rückgang beim PC-Absatz überschattet die starken Quartalszahlen von HP

Ein Rückgang der Verkaufszahlen von Computern hat starke Quartalszahlen von HP überschattet. Die Zahl der ausgelieferten PCs sei im dritten Quartal (bis 31. Juli) um 16 Prozent gesunken, teilte HP mit. Dennoch stieg der Umsatz in der Sparte um 18 Prozent. Der Gesamtumsatz kletterte dank einer starken Nachfrage nach KI-optimierten Rechnern um 12,5 Prozent auf 15,7 Milliarden Dollar. Damit übertraf HP die Erwartungen der Analysten von 14,38 Milliarden. Der bereinigte Gewinn lag bei 83 Cent pro Aktie und damit ebenfalls über den Prognosen von 69 Cent.

Für das vierte Quartal stellte HP einen bereinigten Gewinn zwischen 69 und 79 Cent pro Aktie in Aussicht. Dies liegt über der durchschnittlichen Schätzung von 67 Cent, wie aus Daten der LSEG hervorgeht. Zudem hob der Konzern seine Jahresprognose an. Dabei wird HP auch von Zoll-Rückerstattungen profitieren. Allein im dritten Quartal machte dies bei HP elf Cent pro Aktie aus. 

Wie auch die Konkurrenten Dell, Apple und Lenovo hat HP die Preise für seine Geräte angehoben, da ein weltweiter Mangel an Speicherchips die Kosten in die Höhe getrieben hat.

Salesforce hebt Jahresziele dank KI‑Boom an – Aktie steigt

Eine starke Nachfrage nach neuen Werkzeugen für Künstliche Intelligenz (KI) stimmt Salesforce zuversichtlicher: Der SAP-Rivale hob am Mittwoch seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Die Aktien des US-Konzerns legten im nachbörslichen Handel um sieben Prozent zu.

Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Salesforce nun einen Umsatz zwischen 46,1 und 46,4 Milliarden Dollar, nachdem zuvor 45,9 bis 46,2 Milliarden in Aussicht gestellt worden waren. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 16,67 bis 16,71 Dollar steigen. Bislang war das Unternehmen aus San Francisco von 14,06 bis 14,12 Dollar ausgegangen.

Der Umsatz im abgelaufenen Quartal lag bei 11,35 Milliarden Dollar rund damit leicht über den 11,32 Milliarden, die LSEG zufolge von Experten erwartet wurden. Der Gewinn je Aktie von 5,90 Dollar lag ebenfalls über den prognostizierten 3,26 Dollar. Das Unternehmen selbst hatte hier Erlöse von 11,27 bis 11,35 Milliarden Dollar und einen Gewinn zwischen 3,25 und 3,27 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.

VIG verdient im Halbjahr deutlich mehr und bestätigt Prognose

Der österreichische Versicherungskonzern Vienna Insurance Group (VIG) hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr dank eines starken Osteuropa-Geschäfts und guter Kapitalanlageergebnisse kräftig gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um rund ein Fünftel auf 641,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die verrechneten Prämien legten um 5,4 Prozent auf 9,03 Milliarden Euro zu. Dank geringerer Schäden verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote auf 91,4 von 91,9 Prozent. Gestiegene Marktwerte ließen zudem das Kapitalanlageportfolio um 4,1 Prozent auf 49,1 Milliarden Euro anwachsen. Für 2026 bekräftigte das Management die Prognose eines Vorsteuergewinns von 1,25 bis 1,30 Milliarden Euro.

Temu-Mutter PDD verfehlt Umsatzerwartungen

Der chinesische E-Commerce-Konzern PDD Holdings, Betreiber der Schnäppchen-Plattform Temu, hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis Ende Juni um acht Prozent auf 112,36 Milliarden Yuan (rund 14,3 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 116,35 Milliarden Yuan gerechnet, wie aus Daten von LSEG hervorgeht. Der Nettogewinn brach um zwölf Prozent auf 27,2 Milliarden Yuan ein. Als Gründe für die Entwicklung nannte der Konzern den harten Preiskampf auf dem chinesischen Heimatmarkt sowie regulatorische Hürden im Ausland.

Umsatz von CTS Eventim wächst im ersten Halbjahr um 17 Prozent

Der Ticketvermarkter und Konzertveranstalter CTS Eventim hat im ersten Halbjahr dank des florierenden Geschäfts mit eigenen Festivals kräftig zugelegt. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstagabend in München mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebitda) konnte dabei nicht ganz mithalten und legte um zwölf Prozent auf 225,4 Millionen Euro zu.

Die operative Umsatzrendite sank auf 14,9 von 15,5 Prozent in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. In der Ticketing-Sparte hätten ein veränderter Geschäftsmix und ein Sparprogramm auf die Rendite gedrückt, erklärte CTS Eventim. Das Geschäftsmodell sei „die Basis, um unseren nachhaltigen Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren fortzusetzen“, sagte Vorstandschef und Großaktionär Klaus-Peter Schulenburg. 

Für das Gesamtjahr bleibt CTS Eventim aber bei seiner vorsichtigen Prognose: einem allenfalls leichten Zuwachs von Umsatz und Ebitda. Unter dem Strich blieb im ersten Halbjahr ein Gewinn von 120,4 Millionen Euro, der gut ein Drittel höher war als ein Jahr zuvor.

Fielmann senkt Umsatz- und Gewinnprognose

Deutschlands größte Optikerkette Fielmann nimmt ihre Gewinn- und Umsatzerwartungen für das laufende Jahr zurück. Das Unternehmen begründete den Schritt mit der schwachen Konjunktur und der schlechten Verbraucherstimmung in Deutschland, wo Fielmann etwa 60 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet.

Der Umsatz werde in diesem Jahr mit 2,5 bis 2,55 Milliarden Euro ungefähr 50 Millionen geringer ausfallen als gedacht, das entspreche einem Wachstum von maximal fünf statt bis zu sieben Prozent. Dabei gehe Fielmann von einer Beschleunigung des Umsatzwachstums aus, dank mehr Personal und höherer Produktivität. Die gebremste Umsatzentwicklung wirke sich in diesem Jahr aber auch auf das Ergebnis aus, weil Kostendisziplin nur einen Teil der Umsatzeinbußen abfedern könne. 

Fielmann erwarte deshalb für 2026 nur noch ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von 560 bis 580 Millionen Euro. Die Spanne liege um 30 Millionen Euro unterhalb der bisherigen Zielmarke. Die bereinigte Umsatzrendite vor Steuern werde bei zwölf Prozent liegen; bisher hatte Fielmann bis zu 13 Prozent in Aussicht gestellt.

HB Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige

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