Fußball-Bundesliga: Sprinkler, Salsa und ein Held im Tor – SV Elversberg startet ins Trainingslager
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Fußball-Bundesliga Sprinkler, Salsa und ein Held im Tor – SV Elversberg startet ins Trainingslager
Barneveld · Fußball-Bundesligist SV Elversberg ist mit perfekten Bedingungen ins Trainingslager gestartet. Auch Neuzugang Luca Sirch war dabei.
21.07.2026 , 18:04 Uhr
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So lief Tag 1 im Trainingslager der SVE in den Niederlanden
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Foto: Dan Fischer
22 Grad, Sonnenschein und somit perfekte Bedingungen herrschten am Dienstag zum Start des Trainingslagers der SV Elversberg in der niederländischen Provinz Gelderland. Die Delegation des Fußball-Bundesligisten reiste zwar schon am Montagabend an, doch da standen nur noch ein lockerer Lauf und das Abendessen auf dem Programm. „Es hat alles gepasst. Die Anreise war gut, das Essen ist gut, und man schläft auch gut“, sagte Trainer Vincent Wagner.
SV Elversberg – Torhüter Tim Boss wird zum Matchwinner
Am Dienstagmorgen radelten die Spieler mit E-Bikes von ihrer luxuriösen Unterkunft Résidence Groot Heideborgh etwa sechs Kilometer zum Trainingsgelände des V.V. Stroe 48. Beim sogenannten Aktivieren mit Dehn- und Kraftübungen auf Fitnessmatten wurde es spannend. Es lief spanische Salsa-Musik, die Athletiktrainer Tobias Tröß mit den Worten „Das aktiviert Körper und Geist schon von innen heraus“ beschrieb. Ein weltmeisterliches Gefühl machte sich breit – ehe die kalte Dusche folgte. Die Sprinkleranlage rund um den Platz machte, was sie wollte, und erwischte zuerst das Medien- und Funktionsteam der SVE. Danach waren die Spieler und Trainer an der Reihe.
Unmittelbar danach wurde Torhüter Tim Boss zum Matchwinner. Als sich ein Sprinkler direkt vor dem Kraft- und Technikbereich in Bewegung setzte, sprang Boss mit dem Körper heldenhaft davor. Anschließend ging es ohne Wasser aus Düsen mehr als zwei Stunden lang lustig und entspannt zu.
Ein bisschen muss auf dem Transfermarkt noch passieren
„Die erste Einheit ist immer eine der schönsten. Die ist zum Ankommen und macht immer Spaß“, sagte Kapitän Lukas Pinckert. Einwürfe und Torabschlüsse, vor denen der Ball mit einem Einwurf ins Spiel gebracht wurde, dominierten die erste Stunde. Das machte auch Luca Sirch Spaß. Der Defensivspieler, der bis zum Ende der vergangenen Saison beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern spielte, kam am späten Montagabend im Gelderland an und unterschrieb am Dienstagmorgen einen Vertrag bis Sommer 2029. Sirch ist der Ersatz für Carlo Sickinger, der die SVE am Montag verlassen hatte und zum Zweitligisten SV Darmstadt 98 wechselte. Sirch kann wie Sickinger drei Positionen spielen (Innenverteidiger, Außenverteidiger, defensives Mittelfeld).
„Ich freue mich darauf, jetzt Teil dieses Teams zu sein, mich einzubringen und gemeinsam mit der Mannschaft an unseren Zielen zu arbeiten“, sagte Sirch. Bis zum Saisonstart möchte die SVE noch einen Innenverteidiger, einen zentralen Mittelfeldspieler und einen Stürmer verpflichten. „Wir sind ganz gut aufgestellt, aber ein bisschen was müssen wir auf dem Transfermarkt schon noch machen“, sagte Trainer Wagner in Richtung von Sportdirektor Christian Weber.
Fußball-Golf zum Abschluss
Den Spielern war der Spaß auf dem Platz dagegen anzusehen – und das beflügelte den ein oder anderen. Beim Torabschluss ließ Innenverteidiger Florian Le Joncour Mittelfeldspieler Amara Condé aussteigen, danach lupfte der Franzose, der eigentlich für das Verhindern von Toren zuständig ist, den Ball auch noch gekonnt ins Tor. Stürmer David Mokwa ging auf die Knie und rief laut „Zizou“ zu Le Joncour – in Anlehnung an die französische Fußball-Legende Zinédine Zidane, was natürlich maßlos übertrieben war, aber für viele Lacher sorgte.
Zum Abschluss der ersten Einheit wurde Fußball-Golf gespielt. Fünf Teams zu je fünf Spieler und einem Mitglied des Trainer- oder Staff-Teams traten gegeneinander an – und zum Schluss jubelten nicht die Talente. Das Team um Francis Onyeka, Noah Darvich und Mokwa landete auf dem letzten Platz. Gejubelt wurde bei Wagners Multikulti-Truppe, bestehend aus defensiven Mittelfeld- und Abwehrspielern. In der zweiten Einheit am Dienstag ging es am Nachmittag bei einem Spiel im 11:11 über den ganzen Platz richtig mehr zur Sache. Spätestens da war nun allen – vor allem den Beobachtern – klar, dass das Trainingslager des Bundesliga-Aufsteigers natürlich keine reine Spaß-Veranstaltung werden wird. Ganz im Gegenteil.
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