Freude in Uentrop, lange Gesichter in Bockum-Hövel: Reaktionen der Hammer Clubs auf die Staffel-Einteilung

Lange Gesichter? Kann vorkommen, nach der Veröffentlichung der Staffeleinteilungen. Auch am Freitagmittag, nachdem der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) die Besetzung der überkreislichen Ligen veröffentlicht hatte, waren nicht alle Hammer Clubs zufrieden.

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Freude in Uentrop, lange Gesichter in Bockum-Hövel: Reaktionen der Hammer Clubs auf die Staffel-Einteilung

Stand: 11.07.2026, 11:00 Uhr

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[Foto: Robert Szkudlarek]  HammGermania Lohauserholz - TuS Wiescherhöfen (0:4) 17.08.2025 Derby Bezirksliga 8

Derbystimmung – wie hier beim Duell zwischen TuS Germania Lohauserholz und TuS Wiescherhöfen – ist garantiert: Vier der fünf Hammer Bezirksligisten sind in die Staffel (8) eingruppiert worden. © Robert Szkudlarek/Szkudlarek Robert

Lange Gesichter? Kann vorkommen, nach der Veröffentlichung der Staffeleinteilungen. Auch am Freitagmittag, nachdem der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) die Besetzung der überkreislichen Ligen veröffentlicht hatte, waren nicht alle Hammer Clubs zufrieden.

Hamm – Mit der Entscheidung leben konnten aber alle Vereinsvertreter. Hammer SpVg und Aufsteiger SVE Heessen dürfen sich in der Landesliga (4) auf das erhoffte Derby freuen, beim A-Kreisliga-Aufsteiger TuS Uentrop zeigten sich die Verantwortlichen glücklich darüber, der Bezirksliga (7) zugeschlagen worden zu sein. Der SVF Herringen, TuS Wiescherhöfen und TuS Germania Lohauserholz zeigten sich letztlich mit der Zuordnung zur Staffel (8) einverstanden. Einzig die SG Bockum-Hövel, die als vierter Hammer Club dieser Staffel zugeordnet wurde, hätte sich lieber in Gruppe (7) gesehen.

„Wie erwartet, das ist keine Überraschung“, nahm Heessens Coach Kevin Schulzki die Eingruppierung in die Landesliga (4) zufrieden zur Kenntnis. „Das ist ja auch mal schön. Wir freuen uns natürlich auf ein paar interessante Spiele in der Umgebung. Vor allem HSV, aber auch Werner SC und ASK Ahlen sind spannend. Das ist eine ausgeglichene Liga mit einer großen Spitzengruppe, in der viele Teams für die Meisterschaft infrage kommen. Es wird vier Absteiger geben, da braucht man sicherlich 40 Punkte, um drin zu bleiben.“

So sehen die überkreislichen Staffeln aus

Sein HSV-Kollege blickt der Saison mit großer Vorfreude, aber auch viel Respekt entgegen. „Aus meiner Sicht ist die Liga, die letztes Jahr schon sehr ausgeglichen und schwer war, noch ausgeglichener und stärker geworden“, sagt Ralph Oberdiek. „Es ist schon enorm, was sich bei Mannschaften wie ASK Ahlen, Heessen, Deuten oder Burgsteinfurt personell getan hat. Das sind ja vom Kader her schon Westfalenligisten – hohes Niveau, was sich da in der Liga tummelt.“ Die genannten Teams sieht der HSV-Coach auch als Favoriten auf die Meisterschaft an ­– wobei auch Westfalenliga-Absteiger SV Borussia Emsdetten nicht aus den Augen zu verlieren sei. Und die HSV selbst? „Das wird eine schwere Saison. Aber wenn alle gesund bleiben und wir einen guten Start erwischen, traue ich der Mannschaft einiges zu.“  

Uentrops Kapitän Mike Wessel: „Genau so wollten wir das“

Vier der fünf Hammer Vereine, die in der Bezirksliga auflaufen, hatten im Vorfeld den Wunsch auf eine Eingruppierung in Staffel (7) geäußert. Nur dem Bezirksliga-Aufsteiger aus Uentrop wurde dieser erfüllt. „1A, genau so wollten wir das“, ließ Kapitän Mike Wessel wissen. Und Pascal Westermann, Sportlicher Leiter des TuS, ergänzte: „Die Jungs haben sich die Staffel gewünscht, deshalb sind wir natürlich zufrieden. Auch wenn es keine Stadtduelle gibt, sind natürlich viele Spiele mit geographischer Nähe dabei. Es wird für uns eine spannende und anstrengende Reise, aber wir sind optimistisch, dass wir in der Liga mithalten können. Als Ziel wollen wir natürlich erstmal in der neuen Liga ankommen und im besten Fall frühzeitig den Klassenerhalt klar machen.“

Der einzige Club, der letztlich nicht glücklich mit der Entscheidung war, ist die SG Bockum-Hövel. „Wir hätten lieber in der Gruppe (7) gespielt“, sagt SG-Coach Gregor Surmann. „Aber wir können es nicht ändern und nehmen es so, wie es ist. In der Staffel sieben wären wir auf einige Mannschaften wie Freckenhorst, Warendorf oder auch Roland Beckum getroffen, die ich gut kenne.“

Nicht alle Hammer Clubs stellten einen Antrag

Auch der SVF Herringen hatte einen Antrag auf Eingruppierung in die (7) gestellt, der Grund: „Wir hatten gehört, dass die anderen Hammer Vereine diesen Antrag gestellt haben“, erklärt Marvin Krause, Sportlicher Leiter des SVF. „Das haben wir dann auch gemacht, weil wir unbedingt die Derbys spielen wollen. Aber eigentlich wollten wir in der (8) bleiben, haben da jetzt die Derbys und sind damit zufrieden. Mal schauen, vielleicht können wir ja dann gegen die Uentroper, die wir ja noch gut aus den Kreisliga-Zeiten kennen, mal ein Testspiel bestreiten.“

Eduard Lorengel, Sportlicher Leiter Wiescherhöfener, sieht es ähnlich. „Ja, wir haben auch einen Wechselwunsch geäußert“, räumt er ein. „Wir kennen die (7) ganz gut und wollten in Absprache mit den anderen Hammer Vereinen dahin wechseln, um alle fünf in einer Gruppe zu haben. Aber unzufrieden sind wir nicht. Allerdings halte ich die (8), ehrlich gesagt, für sehr stark. Für uns wird es daher wieder ein schwieriges Jahr – zumal in diesem Jahr der Aufstiegsflow fehlen wird.“

So sehen die Kreisliga-Staffeln im Kreis Unna-Hamm aus

„Wir haben keinen Antrag gestellt“, versichert dagegen Daniel Riemer, Spielertrainer des TuS Germania Lohauserholz. „Wir sind wieder in der Dortmunder Gruppe gelandet und damit sehr zufrieden. Wir kennen die Staffel inzwischen, wissen, was auf uns zukommt. Klar kommen Absteiger und Aufsteiger dazu – aber im Großen und Ganzen sind wir zufrieden. Uentrop ist zwar nicht dabei, aber wir haben ja trotzdem vier Hammer Vereine und entsprechende Derbys dabei.“