Freitag: KI-Meldungen bei Teenager-Gefahren, Beifall für Samsungs Bugfixing
Reden Teenager auf Instagram mit der Meta AI zu oft über Suizid oder Selbstverletzung, sollen bald die Eltern alarmiert werden. Wenn die mitmachen, denn Voraussetzung ist ein Meta-Konto der Eltern und die aktiv...
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Reden Teenager auf Instagram mit der Meta AI zu oft über Suizid oder Selbstverletzung, sollen bald die Eltern alarmiert werden. Wenn die mitmachen, denn Voraussetzung ist ein Meta-Konto der Eltern und die aktivierte Funktion der „Elternaufsicht“. Andere Meldungen gelten bereits seit Jahren als hilfreich. So hat eine Sicherheitsfirma in vier Jahren 176 Lücken in vorinstallierten Samsung-Apps gemeldet, die von Samsung umgehend behoben wurden. Die Sicherheitsforscher sind begeistert, auch über die Geldprämien in mittlerweile insgesamt sechsstelliger Höhe. Derweil hat ein EU-Gericht den Begriff OPENAI als zu allgemein beschreibend beurteilt, denn „offene KI“ sollen auch andere anbieten können. Daher kann er für relevante Bereiche nicht als EU-Wortmarke registriert werden. Eine Chance gibt es aber noch für OpenAI – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Sprechen jugendliche Instagram-Nutzer mit dem Chatbot Meta AI über Selbstverletzung oder Suizid, soll dieser abschätzen, ob reale Gefahr besteht. Gegebenenfalls wird eine Prüfung durch Meta-Mitarbeiter angestoßen. Können diese den Verdacht nicht ausräumen, alarmieren sie die Eltern – vorausgesetzt, diese haben ebenfalls ein Konto bei Meta Platforms und nutzen den Dienst „Elternaufsicht“. Meta Platforms gibt an, die entsprechenden Indizien zusammen mit Experten ausgearbeitet zu haben. Sollte die Unterhaltung zu Suizid oder Selbstverletzung kein eindeutiges Risiko zeigen, werden die Eltern trotzdem informiert. Meta geht lieber auf Nummer Sicher und nimmt dafür Fehlalarme in Kauf: Meta meldet riskante KI-Chats zu Selbstverletzung und Suizid den Eltern.
Meldungen an Samsung zu Sicherheitslücken werden hingegen positiv aufgenommen. Nachdem die Sicherheitsfirma Oversecured in den Jahren 2022 bis 2025 insgesamt 176 Schwachstellen in auf Samsung-Smartphones vorinstallierten Apps aufgedeckt hat, stellt sie jetzt die gute Zusammenarbeit mit Samsung heraus. Denn die Lücken wurden nicht nur umgehend geschlossen, nachdem sie gemeldet worden waren. Die Sicherheitsforscher haben durch Samsungs Bug-Bounty-Programm bislang auch insgesamt 163.475 US-Dollar an Geldprämien für ihre Arbeit erhalten. Manche Lücken hätten es Angreifern ermöglicht, Daten wie Fotos, Nachrichten, Kontakte oder Anruflisten abzugreifen oder unerwünschte Apps mit Admin-Rechten zu installieren: Sicherheitsforscher loben Samsung für den Umgang mit gemeldeten Schwachstellen.
Weniger positiv für einen Konzern ist eine Entscheidung des Gerichts der Europäischen Union. Denn OpenAI hat vergeblich versucht, seinen Namen in der EU als Marke für relevante Dienstleistungen und Produkte zu registrieren. Demnach dürfen Begriffe, die aus Sicht der relevanten Zielgruppe ein relevantes Angebot beschreiben, nicht als Marke registriert werden. Auf Groß- oder Kleinschreibung oder Leerzeichen kommt es nicht an. Denn „open ai“ wird im Englischen als „freely accessible artificial intelligence” aufgefasst, also als frei zugängliche KI. Bei einer Registrierung als Marke könne dann niemand anderer in der EU frei zugängliche KI unter diesem leicht verständlichen Begriff anbieten. Allerdings kann OpenAI noch Rechtsmittel einlegen und die Marke wegen Prominenz schützen lassen: Openai kann nicht als Unionsmarke registriert werden.
Den Rohbau der Gittermastkonstruktion des später größten Windrades der Welt im brandenburgischen Schipkau ist abgeschlossen. Die letzten Segmente sind in einer Höhe von 160 Metern verschraubt worden. Mit der Fertigstellung der Gittermastkonstruktion ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Im Endausbau erreicht das Höhenwindrad eine Größe von rund 360 m. Allerdings stehen noch weitere Arbeiten aus. So muss die Turbinengondel auf eine Höhe von 300 m angehoben werden. Dies erfolgt über die teleskopartige Konstruktion des Turms. Die Turbine wird dabei in einem ersten Schritt auf eine Höhe von 150 m gebracht und dort montiert. In einem zweiten Schritt soll sie in ihre endgültige Position auf 300 m gebracht werden: Rohbau der Gittermastkonstruktion des weltgrößten Windrades in Deutschland steht.
Der Rohbau des Höhenwindrades in Schipkau in einer früheren Bauphase. Hier wird das vierte von insgesamt fünf Segmenten aufgesetzt.
(Bild: Gicon/Screenshot)
In der sich seit Jahren hinziehenden Auseinandersetzung über den Brenner-Transitverkehr hat der Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine deutliche Position bezogen: Das Nachtfahrverbot, das sektorale Fahrverbot und das Winterfahrverbot auf der Inntalautobahn A12 und der Brennerautobahn A13 in Tirol verstoßen demnach gegen den freien Warenverkehr in der EU. Lediglich die sogenannte Blockabfertigung sei laut dem Gutachten rechtmäßig. Ein abschließendes Urteil des EuGH wird im Herbst 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Fachleute und Verbände ordnen das Verfahren als möglichen Präzedenzfall für den Konflikt zwischen freiem Warenverkehr und regionaler Verkehrs- sowie Umweltsteuerung ein, der weit über Tirol hinaus Bedeutung haben könnte: Fahrverbote am Brenner vor dem Aus – weitreichende Folgen für den Alpenverkehr.
Auch noch wichtig:
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(fds)