Elbe könnte bisherigen Tiefststand am Pegel Strombrücke unterschreiten

Der Wasserstand der Elbe könnte in Magdeburg erneut auf einen historischen Tiefststand fallen. Ausflugsfahrten der Weißen Flotte sind bereits auf den Mittellandkanal verlegt worden.

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Elbe könnte bisherigen Tiefststand am Pegel Strombrücke unterschreiten
Niedrigwasser der Elbe in Magdeburg

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Niedrigwasser in Magdeburg

Elbe in Magdeburg kurz vor historischem Niedrigwasser

Stand: 16.07.2026 17:59 Uhr

Der Wasserstand der Elbe könnte in Magdeburg erneut auf einen historischen Tiefststand fallen. Ausflugsfahrten der Weißen Flotte sind bereits auf den Mittellandkanal verlegt worden.

von MDR SACHSEN-ANHALT

In Magdeburg könnte die Elbe in den kommenden Tagen so niedrig stehen wie noch nie. Aktuell liegt der Wasserstand am Pegel Strombrücke dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe zufolge bei 46 Zentimetern. Vergangenes Jahr war er dort auf den historischen Tiefststand von 44 Zentimetern gesunken.

Badegäste am Mondsee, im Hintergrund ist eine Wasserrutsche.

Zu wenig Regen: Der "Schwapp" aus Tschechien ist noch nicht da

"Ich hoffe nicht, dass wir den unterschreiten, aber im Moment sieht es nicht so gut aus", sagte Fachgebietsleiter Martin Gellner. Man könne nicht weit in die Zukunft schauen – aber ein erneuter Tiefststand sei möglich.

Der Wasserstand hängt vor allem vom Niederschlag im tschechischen Einzugsgebiet des Flusses ab. Dort hat es laut Gellner zuletzt etwas geregnet. "Aber der Schwapp ist noch nicht da." Auch, wie viel aus der Saale zufließe, sei schwer vorherzusehen.

Nebel liegt bei Sonnenaufgang wie ein Tuch über den Wiesen der Elbaue.

Schiffe können nicht mehr auf der Elbe fahren

Momentan sind in Magdeburg noch Freizeitsportler auf der Elbe unterwegs. Die Weiße Flotte hat ihre Ausflugsfahrten wieder zum Mittellandkanal verlegt, weil die Schiffe nicht mehr vom Petriförder abfahren können. Auf Anfrage hieß es, Fahrten würden nur noch wochenweise geplant. Man hoffe auf einen Wetterumschwung.

Auch in Dresden hat die Weiße Flotte ihre Fahrten eingeschränkt. Bereits in den Vorjahren konnten Schiffe wegen des Niedrigwassers nicht fahren. Im vergangenen Sommer hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) erklärt, die Elbe sei inzwischen keine verlässliche Wasserstraße mehr.

dpa, MDR (Maren Wilczek)