Erkenntnisse aus dem Eintracht-Testspiel gegen Trapzonspor zeigen: Hütter greift zu alten Tricks

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Erkenntnisse aus dem Eintracht-Testspiel gegen Trapzonspor zeigen: Hütter greift zu alten Tricks

Eintracht sammelt gegen Trabzonspor vier wichtige Erkenntnisse

Stand: 26.07.2026, 18:32 Uhr

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Eintracht Frankfurt hat im Testspiel gegen Trabzonspor überzeugt. Trainer Adi Hütter kann mit positiven Erkenntnissen abreisen.

Salzburg – Der erste nennenswerte Test von Eintracht Frankfurt unter Trainer Adi Hütter wurde mit großer Spannung erwartet. Die Hessen haben sich, in ihren neuen und bei den Anhängern sehr beliebten neuen Auswärtstrikots, nach den ersten Tagen im Trainingslager mit dem türkischen Vertreter Trabzonspor (3:0) gemessen. Absolut Eintracht hat vier Erkenntnisse bei dem Test, der am Sonntagnachmittag in der rund 60 Kilometer entfernten Salzburger Innenstadt beim SAK 1914 unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hat, gesammelt.

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1.) Hütter schickt junge Eintracht-Elf auf den Platz
Die Oldies der Eintracht in dieser Partie hießen Robin Koch (30), Ritsu Doan (28) und Jonathan Burkardt (26). Ansonsten überschritt keiner der Akteure die 23-Jahre-Marke. Hütters Mannschaft hatte ein Durchschnittsalter von 23,09 Jahren. Der 56-Jährige hatte angekündigt, gerne mit jungen Spielern arbeiten zu wollen. Er scheut sich nicht, gegen einen robusten und erfahrenen Kontrahenten die vielen Talente einzubinden. Den inzwischen angereisten Sportvorstand Markus Krösche wird das erfreuen.

Altes Hütter-Stilmittel feiert bei der Eintracht ihre Renaissance

2.) Die kurze Ecke wird wieder zum Stilmittel bei der Eintracht
Can Uzun kurz zu Doan. Der Türke bietet sich sofort wieder an – doch sein Mitspieler geht stattdessen noch zwei, drei Schritte Richtung Gehäuse und wählt die scharfe Hereingabe auf Hugo Larsson, der per Hacke trifft (9.). Bereits in Hütters erster Amtszeit erzielte die Eintracht über – zumeist von Filip Kostic und Daichi Kamada ausgeführt – das Stilmittel „kurze Ecke“ einige Treffer. Am Vormittag vor dem Duell standen erst Standardsituationen auf dem Programm. Es hat sich gelohnt.

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3.) Die Außenverteidiger betreiben Eigenwerbung
Elias Baum und Keita Kosugi sind die beiden Wundertüten auf den defensiven Außenbahnen. Sie sind beide 20 Jahre jung und noch ohne nennenswerte Bundesligaerfahrung ausgestattet. Hütter schaute bei ihnen genau hin. Es gab viel Lob in Form von lautem Applaus. Manchmal aber ärgerte sich der Coach, wenn Baum oder Kosugi ihre Läufe abbrachen und die Hereingabe mieden. Doch sie blieben in Zweikämpfen dran. Vor allem Kosugi belohnte sich mit dem Ballgewinn vor dem von Burkardt verwandelten Elfmeter.

4.) Zweite Reihe lässt sich nicht hängen
Hütter wechselte zur Pause komplett durch. Und die Hessen knüpften nahtlos an die erste Halbzeit an – und das trotz der jungen Abwehr Jeremiaha Maluze und Julian Etse, der am Samstagabend erst nachgereist war. Bemerkenswert waren zudem die Auftritte von Junior Dina Ebimbe und Niels Nkounkou, der den dritten Treffer auflegte. Das französische Duo soll den Klub verlassen. Dina Ebimbe und Nkounkou werfen professionell alles in die Waagschale.

Der Sieg darf nicht überbewertet werden. Trabzonspor hat vor allem im ersten Durchgang taktisch viel probiert, Trainer Fatih Tekke achtete auf viele Details. Zudem sind die beiden Mannschaften in unterschiedlichen Vorbereitungsphasen, weshalb ein Vergleich schwierig ist. Auffällig waren dennoch die Durchschlagskraft, Spielfreude und Stabilität in der Defensive nach zwei gemeinsamen Wochen unter Hütter.

Der erfahrene Coach wird das Resultat richtig einordnen können. Ihm geht es in dieser Phase um Inhalte und nicht um bloße Ergebnisse, die Aussagekraft ist dafür zu gering. Die Tendenz geht bei den hart arbeitenden Frankfurtern aber in die richtige Richtung. In den kommenden Tagen in Grassau sollen die weiteren Grundlagen gelegt werden.