Eine Tote, fünf Verletzte: Festnahme nach tödlichen Schüssen bei Rave in der Schweiz

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Eine Tote, fünf Verletzte: Festnahme nach tödlichen Schüssen bei Rave in der Schweiz

Eine Tote, fünf Verletzte Festnahme nach tödlichen Schüssen bei Rave in der Schweiz

Aarau · Nach den Schüssen bei einem Techno-Rave im Kanton Aargau nimmt die Polizei einen 43 Jahre alten Verdächtigen fest. Was bislang bekannt ist.

31.08.2026 , 14:03 Uhr

Ein 43-Jähriger Schweizer ist festgenommen worden.

Ein 43-Jähriger Schweizer ist festgenommen worden.

Foto: Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa

Nach den Schüssen bei einem Techno-Rave im Kanton Aargau hat die Schweizer Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 43 Jahre alten Schweizer, teilten die Beamten mit. Er wurde in der Nacht zu Montag gegen ein Uhr unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Die Polizei geht inzwischen von einem Einzeltäter aus. Nähere Einzelheiten wollte sie im Laufe des Tages mitteilen. 

Bei den Schüssen in der Nacht zum Sonntag auf dem Gelände des Rennvereins im Kanton Aargau starb eine 22-jährige Italienerin. Fünf Menschen im Alter von 24 bis 31 Jahren wurden verletzt, darunter eine Deutsche. 

Tatort unweit der deutschen Grenze

Die Polizei hat Teilnehmer und Anwohner aufgerufen, Handy-Videos aus der Nacht zur Verfügung zu stellen. Die Ermittler erhoffen sich davon Aufschluss über den Hergang. Der Tatort liegt nur rund 25 Kilometer südlich von Bad Säckingen auf deutscher Seite der Grenze.

Alle Verletzten sind außer Lebensgefahr, wie eine Polizeisprecherin der dpa sagte. Ob die Deutsche das Krankenhaus bereits verlassen konnte, sagte die Beamtin mit Verweis auf Datenschutzgründe nicht. Alle Betroffenen leben in der Schweiz. 

Zwei verschiedene Schusswaffen

Die Polizei hatte Ermittlungen in alle Richtungen angekündigt. Geprüft wurden ein möglicher Terrorakt, ein Amoklauf sowie eine mögliche Abrechnung im kriminellen Milieu, wie der Polizeichef des Kantons, Michael Leupold, sagte. Er gehe von Zufallsopfern aus. Die Betroffenen hätten sich nicht gekannt.

Die Party mit etwa 3.500 Menschen war bereits zu Ende, als die Schüsse fielen. Auf dem Gelände hielten sich aber noch mehr als 100 Menschen auf. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde an zwei verschiedenen Orten und mit zwei Waffen geschossen. Am Tatort wurden unterschiedliche Hülsen gefunden, die zu einer Pistole oder Maschinenpistole sowie zu einem Sturmgewehr passen.

© dpa-infocom, dpa:260830-930-606868/7

In einer früheren Version des Artikels hieß es, es seien vier Verletzte. Richtig ist: fünf Verletzte, darunter eine Deutsche.