„Eine Reise wert“: Berliner Fotograf teilt die skurrilsten Sightseeing-Tipps

Als Tourist in Berlin so etwas wie Langeweile zu verspüren, scheint auf den ersten Blick wohl kaum möglich. Doch wenn die Beine von einer Sehenswürdigkeit zur anderen schwer und die Euphorie weniger werden, loh...

  • 2 min read
„Eine Reise wert“: Berliner Fotograf teilt die skurrilsten Sightseeing-Tipps

Als Tourist in Berlin so etwas wie Langeweile zu verspüren, scheint auf den ersten Blick wohl kaum möglich. Doch wenn die Beine von einer Sehenswürdigkeit zur anderen schwer und die Euphorie weniger werden, lohnt sich vielleicht ein etwas anderer Blick auf die Hauptstadt. Und genau den gewährt der Berliner Fotograf Ralph Meiling seinen Followern bei Instagram. In dem sozialen Netzwerk teilt der Künstler die skurrilsten Sightseeing-Spots in Berlin – und geht damit viral.

„Ich stehe hier am Waldorf Astoria im Zoofenster in Berlin“, schreibt Meiling in einem seiner letzten Beiträge, flankiert von einem Video, in dem er, eng an die Fassade gepresst, die Kamera gen Himmel schwenkt. Denn es ist „diese unglaublich gerade Gebäudekante“, die ihn jedes Mal aufs Neue fasziniere. Wenn er im Baumarkt eine Dachlatte auf ihre Geradlinigkeit überprüfe, suche er diese Perfektion vergeblich. „So eine perfekte Linie habe ich dort noch nie gefunden. Für mich ist das ein kleines architektonisches Meisterwerk.“ Allein für diese Gebäudekante lohne sich eine Reise nach Berlin, ist Meiling überzeugt.

Berliner Fotograf teilt bei Instagram skurrile Orte in der Hauptstadt

Allein mit diesem Beitrag hat der 63-Jährige mittlerweile rund 1,1 Millionen Menschen bei Instagram erreicht. Einige Nutzer zeigen sich amüsiert über den etwas anderen Sightseeing-Tipp für Berlin. Andere hingegen freuen sich über Meilings wortwörtlichen Perspektivwechsel. „Ganz ehrlich, Gebäudekanten sind mir normal völlig egal. Aber durch dein Video habe ich plötzlich Interesse bekommen“, kommentiert ein Nutzer, ein anderer schreibt: „Neuer Hyperfokus Gebäudekanten.“

Auch interessant

Couple in love walking embracing in street on romantic trip

Doch nicht nur architektonisch, auch aus Stadtplaner-Sicht hat Meiling einige Tipps parat. So nimmt Meilung seine Follower auch mit in die Eiergasse und damit in die kürzeste Straße Berlins. Gerade einmal 16 Meter lang ist die Verbindung zwischen Post- und Probststraße im Nikolaiviertel. Eine Veranstaltungsidee liefert Meiling gleich noch mit: „Der Eiergassen-Run ist eine Idee für eine Sportveranstaltung auf dieser außergewöhnlich kurzen Straße.“

Newsletter Illustration

Wer sich weniger für Straßen und Gebäudekanten interessiert, für den hat Meiling noch andere Tipps parat, darunter „Die vergessene Mauer“ und seiner Aussage nach einen der „ungewöhnlichsten Orte in Berlin“.