Roger Federer allein in der Royal Box: Ein humorvoller Moment in Wimbledon

Publiziert11. Juli 2026, 18:58Maestro in Wimbledon«Ein seltsamer Moment»: Darum war Federer ganz alleineRoger Federer sass bei einem Spiel von Alexander Zverev völlig alleine in der Royal Box des Centre Courts ...

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Roger Federer allein in der Royal Box: Ein humorvoller Moment in Wimbledon

Publiziert11. Juli 2026, 18:58

Maestro in Wimbledon«Ein seltsamer Moment»: Darum war Federer ganz alleine

Roger Federer sass bei einem Spiel von Alexander Zverev völlig alleine in der Royal Box des Centre Courts in Wimbledon. Seinem Ex-Rivalen Andy Roddick erklärt er die Hintergründe.

Florian Gnägi

Darum gehts

  • Roger Federer sass beim Wimbledon-Match von Alexander Zverev mutterseelenallein in der Royal Box des Centre Courts.
  • Das strenge Wimbledon-Protokoll verbot den Zuschauern, vor dem ersten Seitenwechsel ihre Plätze einzunehmen – der Club schickte schliesslich einen Mitarbeiter zu Federer.
  • Ex-Rivale Andy Roddick enthüllte die Hintergründe in seinem Podcast; Federer reagierte humorvoll auf die Situation.

Das Männerturnier in Wimbledon findet an diesem Sonntag mit dem Kracher-Final zwischen Jannik Sinner (ATP 1) und Alexander Zverev (ATP 3) seinen krönenden Abschluss. Eines der Bilder des Turniers spielte sich jedoch bereits am letzten Montag auf den Rängen ab. Kein Geringerer als Roger Federer nahm in der Royal Box des Centre Courts neben Formel-1-Pilot Kimi Antonelli Platz.

Federer verfolgte sämtliche vier Spiele an diesem Tag, auch den zu später Stunde angesetzten Match von Zverev gegen den Tschechen Jiri Lehecka (ATP 14). Die Partie ging erst um 21.30 Uhr britischer Lokalzeit los, weswegen viele Zuschauende schon nicht mehr im Stadion weilten.

Roddick erklärt die Hintergründe

Dies kann schon mal vorkommen, da die ersten Partien des Tages bereits am Morgen oder am Mittag angesetzt werden. Ungewöhnlich war aber, dass Federer beim Zverev-Spiel mutterseelenallein in der Royal Box sass.

Roger Federer in Wimbledon.

Roger Federer in Wimbledon.Mike Egerton/PA Wire/dpa

Die Bilder des einsamen Federers gingen in den letzten Tagen viral, ehe nun US-Legende Andy Roddick in seinem Tennis-Podcast mit Journalist Jon Wertheim die Hintergründe erklärte. «Ich habe Roger eine Nachricht geschickt. Er erzählte mir, dass er sich noch genau an diese Situationen erinnern könne, als er selbst in Wimbledon spielte.»

Strenge Wimbledon-Vorschriften

Schon zu Federers Aktivzeiten sei es auf den Rängen nach dem Ende einer Partie zum grossen Aufbruch gekommen. «Alle stehen auf, gehen auf die Toilette, kaufen sich ein Sandwich oder einen Tee. Wenn dann die nächsten Spieler hereinkommen, ist die Royal Box komplett leer. Das ist schon ein etwas seltsamer Moment», schildert Roddick den Austausch mit Federer.

Die Veranstalter hätten nun bei der Situation zu Beginn der Partie von Zverev schnell erkannt, dass es ein unvorteilhaftes Bild abgeben würde, Federer so alleine zu lassen. Aufgrund des strengen Protokolls in Wimbledon durften die Zuschauer vor dem ersten Seitenwechsel aber nicht sofort in die Royal Box. «Der Club erkannte, dass das Bild nicht ideal war, und schickte einen Mitarbeiter, um Roger Gesellschaft zu leisten. Nur eine einzige Person», erklärte Roddick.

Rivalen aus früheren Zeiten: Roger Federer rechts von Andy Roddick.

Rivalen aus früheren Zeiten: Roger Federer rechts von Andy Roddick.imago/Belga

Federer seinerseits sah darin aber kein Problem. «Er sagte zu mir: ‹Ich verstehe das vollkommen; ich weiss, wie das läuft, überhaupt kein Problem.› Er antwortete sogar humorvoll und schrieb scherzhaft zurück: ‹Nichts, ich schaue mir nur ein bisschen Tennis an und geniesse den Moment mit all meinen Freunden.›»

Was denkst du über die viralen Bilder von Roger Federer, der alleine in der Royal Box sass?

Ich finde es lustig, er hat es ja auch mit Humor genommen.

Schon etwas traurig, dass er so alleine gelassen wurde.

Das ist halt das strenge Wimbledon-Protokoll, kann passieren.

Ich habe das gar nicht mitbekommen.

Ist mir egal, ich interessiere mich nicht für Tennis.

Florian Gnägi

Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.

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