E-Scooter und E-Bikes nun auch am Stadtrand: Lime erobert Außenkieze im Südosten
KI-Stimme. InfoIm April dieses Jahres hatte das Unternehmen Lime angekündigt, dass die eigenen E-Scooter und E-Bikes erstmals auch in Friedrichshagen verfügbar sein werden. Nun geht der US-Anbieter den nächsten...
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KI-Stimme. Info
Im April dieses Jahres hatte das Unternehmen Lime angekündigt, dass die eigenen E-Scooter und E-Bikes erstmals auch in Friedrichshagen verfügbar sein werden. Nun geht der US-Anbieter den nächsten Schritt seiner Expansion in Treptow-Köpenick. Ab diesem Mittwoch, 26. August, wird das Servicegebiet auch auf die Regionen Müggelheim, Karolinenhof, Schmöckwitz, Rahnsdorf und Wilhelmshagen erweitert.
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Lime will damit weitere Wohngebiete im Bezirk erschließen und zusätzliche flexible Mobilitätsmöglichkeiten schaffen. „Wie bereits bei der jüngsten Erweiterung im Berliner Norden wird Lime zum Start keine zusätzlichen Fahrzeuge gezielt in die neuen Gebiete bringen. Stattdessen wird das bestehende Servicegebiet erweitert: Fahrzeuge können von Nutzerinnen und Nutzern in die neuen Flächen gefahren werden und sollen sich dort entsprechend der tatsächlichen Nachfrage verteilen“, heißt es in einer Mitteilung.
Treptow-Köpenick: Mit diesem Parkmodell expandiert der Anbieter Lime
Die Lime-Serviceteams sind demnach auch in den neuen Gebieten unterwegs. Sie tauschen Batterien, reparieren Fahrzeuge und sollen bei Bedarf durch Umparken für Ordnung sorgen. Die Erweiterung wird vorerst nicht nach dem sogenannten Free-Floating-Modell geschehen. Stattdessen setzt Lime auf virtuelle Abstellflächen. Ausschließlich dort können Fahrten beendet werden. Das Unternehmen hofft darauf, dass die Fahrzeuge somit auch ordentlich abgestellt werden.
Nicht jedes Berliner Quartier braucht dasselbe Sharing-Modell.
Joe Kossack, Operations-Manager bei Lime
„Da in Teilen der neuen Servicegebiete befestigte Gehwege fehlen oder nicht ausreichend breit sind, setzt Lime dort bewusst nur wenige Abstellpunkte ein – derzeit insgesamt rund neun virtuelle Abstellflächen. Diese befinden sich an geeigneten zentralen Standorten“, teilt der Anbieter mit. Das Parkkonzept soll eigenen Angaben zufolge anhand des tatsächlichen Nutzungsverhaltens beobachtet und bei Bedarf in enger Abstimmung mit der Stadt und Jelbi weiterentwickelt werden.
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Das Parkmodell orientiere sich an den jeweiligen räumlichen Anforderungen. Entscheidend sei nicht, in jedem Teil der Stadt dasselbe Modell einzusetzen. Vielmehr solle ein Angebot geschaffen werden, das geordnetes Parken, freie Gehwege und Mobilitätszugang miteinander verbinde.
So bewertet das Unternehmen die Lage in Müggelheim und Schmöckwitz
„Nicht jedes Berliner Quartier braucht dasselbe Sharing-Modell. Entscheidend ist, dass Fahrzeuge dort verfügbar sind, wo sie Menschen einen konkreten Mobilitätsnutzen bieten, und gleichzeitig zuverlässig und geordnet abgestellt werden können. Deshalb passen wir unser Parkmodell an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten an. So können wir auch in weniger dicht erschlossenen Teilen Berlins zusätzliche Mobilitätsoptionen schaffen“, sagt Joe Kossack, Operations-Manager bei Lime.
In Müggelheim sieht der Anbieter unter anderem deshalb Potenzial, weil der Ortsteil über keinen Bahnanschluss verfügt. Dort wird es zwei virtuelle Abstellflächen geben: am Müggelheimer Damm und am Gosener Damm. „Von dort kann beispielsweise auch der S-Bahnhof Spindlersfeld mit einem E-Bike angesteuert werden. Damit entsteht neben den bestehenden Busverbindungen eine zusätzliche Möglichkeit, einen Anschluss an das Berliner Schnellbahnnetz zu erreichen – insbesondere dann, wenn Linienführung oder Fahrplan für den individuellen Weg gerade ungünstig sind“, erklärt Lime.
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Auch in Schmöckwitz könne man eine zusätzliche Option schaffen. „Vom Bereich Alt-Schmöckwitz führt das Adlergestell direkt in Richtung S-Bahnhof Grünau. Die rund sechs bis sieben Kilometer lange Strecke lässt sich mit einem E-Bike je nach Startpunkt und Verkehrssituation überschlägig in etwa 20 bis 25 Minuten zurücklegen“, erläutert das Unternehmen. Die Straßenbahnlinie 68 verbinde Schmöckwitz bereits direkt mit Grünau und sei im regulären Betrieb für diese Relation häufig die naheliegendere Wahl. Ein E-Bike könne jedoch zusätzliche Flexibilität bieten, wenn die nächste Abfahrt noch auf sich warten lasse, der Takt in Randzeiten dünner sei oder es zu Störungen komme.
Diese Preise gelten für die Nutzung der E-Scooter und E-Bikes
„Lime versteht sein Angebot deshalb ausdrücklich nicht als Ersatz für Bus und Bahn. Vielmehr erweitert geteilte Mikromobilität die Auswahl an Verkehrsmitteln und kann dort einspringen, wo das bestehende Angebot für einen konkreten Weg oder zu einer bestimmten Zeit nicht optimal passt“, so der Anbieter. Gerade in weniger dicht erschlossenen Stadtgebieten entstehe damit eine zusätzliche Möglichkeit, Wege flexibel zurückzulegen, ohne automatisch auf das eigene Auto angewiesen zu sein.
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Für die Nutzung in den neuen Gebieten gelten laut Lime die gleichen Konditionen wie im übrigen Berliner Servicegebiet. Die E-Scooter und E-Bikes können demnach über die Lime-App gefunden und gebucht werden. Die App zeigt verfügbare Fahrzeuge in der Umgebung sowie die jeweils erlaubten virtuellen Abstellflächen an. Zum Start einer Fahrt wird der QR-Code am Fahrzeug mit dem Smartphone gescannt. Für Fahrten gelten eine Entsperrgebühr von 0,74 Euro sowie ein Minutentarif von 0,24 Euro. Die Preise sind jedoch dynamisch und werden immer vor Fahrtantritt in der App ausgewiesen.