Detonation nach mutmaßlichem Anschlag auf Umspannwerk in Brandenburg
Deutschland Detonation nach mutmaßlichem Anschlag auf Umspannwerk in Brandenburg Laut Polizeiangaben wurde eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt. Entschärfer sind vor Ort, Gefahr...
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Detonation nach mutmaßlichem Anschlag auf Umspannwerk in Brandenburg
Laut Polizeiangaben wurde eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt. Entschärfer sind vor Ort, Gefahr soll nicht mehr bestehen
Brandenburg – Am Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind nach dpa-Informationen Sprengvorrichtungen gefunden worden. Die Polizei teilte mit, es sei mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden, am Nachmittag kam es zu "mindestens einer Detonation". Ob es sich dabei um eine von den Behörden geplante Detonation handelt, ließ die Behörde offen.
Eine Polizeisprecherin in Potsdam sprach von einer "unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung" an einer Leitung in Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde. Die Polizei nehme den Vorfall "sehr ernst". Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr. Laut Netzbetreiber 50Hertz sei die Tat am Dienstagmorgen verübt worden. Der Kraftwerkbetreiber Lausitz Energie Verwaltungs GmbH (Leag), der zu den größten deutschen Stromerzeugern zählt, sprach von einem "Anschlag".
Kraftwerk aus DDR-Zeiten
Das Landeskriminalamt (LKA) hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Die Sprecherin widersprach vorherigen Berichten über den Einsatz von Raketen. "Wir reden hier nicht von Raketen", erklärte sie. Die Polizei sei um acht Uhr morgens über eine Sachbeschädigung informiert worden. Zuvor hatte die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) unter Berufung auf Sicherheits- und Unternehmenskreise berichtet, Einsatzkräfte hätten mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden.
Das betroffene Umspannwerk gehört zum Kohlekraftwerk Jänschwalde im Süden Brandenburgs nahe der polnischen Grenze. Das Kraftwerk wurde in den 1980er-Jahren noch von der DDR errichtet und ist das größte des ostdeutschen Bundeslandes.
Brandanschlag im Jänner
Im Jänner hatten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins angezündet und kurzgeschlossen. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten "Vulkangruppen", die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben.
Allerdings gab es in den vergangenen Wochen auch immer wieder verklausulierte und auch offene Warnungen Russlands, wonach man "asymmetrische Angriffe" auf Unterstützerstaaten der Ukraine durchführen könnte.
Am Dienstagnachmittag wollen Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul in einer Pressekonferenz Medienberichten zufolge Russland direkt für einen versuchten Sprengstoffanschlag auf dem Flughafen Leipzig mit Drohnen am 5. August verantwortlich machen. (flon, APA, Reuters, 1.9.2026)
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