Den Titel erfolgreich verteidigt: Deutschlands Hockey-Männer sind jetzt Rekordweltmeister

Hugo von Montgelas hatte noch eine wichtige Mitteilung zu machen. „Weltmeister samma“, sagte er im Interview mit Magenta TV. „Den Pott hamma.“ Ein historisches Zitat sozusagen, entliehen von Thomas Müller, dem ...

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Den Titel erfolgreich verteidigt: Deutschlands Hockey-Männer sind jetzt Rekordweltmeister

Hugo von Montgelas hatte noch eine wichtige Mitteilung zu machen. „Weltmeister samma“, sagte er im Interview mit Magenta TV. „Den Pott hamma.“ Ein historisches Zitat sozusagen, entliehen von Thomas Müller, dem Fußballer. Mit genau diesem Spruch hatte Müller 2014 in Rio de Janeiro den Gewinn des WM-Titels gefeiert.

Die deutschen Hockey-Männer zogen am Sonntag mit den Fußballern gleich. In Wavre (Belgien) verteidigten sie ihren WM-Titel erfolgreich und gewannen damit zum vierten Mal Gold. Die Mannschaft von Bundestrainer André Henning bezwang in der mit etwa 10.000 Zuschauern nahezu ausverkauften Hockey-Arena im Endspiel Spanien mit 1:0 (0:0). Durch den vierten WM-Titel zieht Deutschland mit Rekordsieger Pakistan gleich.

„Zweimal nacheinander Weltmeister zu werden, das hätte ich mir nie träumen lassen“, sagte Deutschlands Stürmer Justus Weigand. Den umjubelten Siegtreffer erzielte Michel Struthoff, der in der 44. Minute die Nerven behielt, den spanischen Torhüter umspielte und dann zur Führung traf. „Das ist eine Traumreise“, sagte Bundestrainer Henning. „Das beindruckt mich so krass.“

In der Zwischenrunde war der Europameister und Olympia-Zweite aus Deutschland, der noch mit neun Weltmeistern von 2023 in Belgien und den Niederlanden an den Start gegangen war, den Spaniern noch mit 1:2 unterlegen. „Man verliert nicht zweimal bei einem Turnier gegen dieselbe Mannschaft“, sagte von Montgelas.

Die Deutschen starteten zwei Tage nach dem Halbfinalsieg gegen Argentinien (2:1) gut in die Partie. Benedikt Schwarzhaupt (2. Minute) scheiterte nach einer frühen Strafecke zunächst an Spaniens Schlussmann Luis Calzado. Wenige Minuten später konnte Weigand (9.) das Zuspiel von Hannes Müller nach einem Konter nicht gefährlich auf das spanische Tor bringen.

Nach dem Seitenwechsel kam das Team des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) zunächst kaum gefährlich in die Hälfte des Weltranglisten-Sechsten, der erstmals seit 1998 wieder im WM-Finale stand. Auf der Gegenseite verpasste Kapitän Marc Miralles (40.) Spaniens Führung nur knapp und setzte eine Strafecke haarscharf neben das deutsche Tor.

Mit der ersten DHB-Gelegenheit der zweiten Hälfte sorgte Struthoff dann für großen Jubel in der Hockey-Arena in Wavre. Nach einer Vorlage von Paul-Philipp Kaufmann umkurvte er den spanischen Torwart und schloss mit dem erlösenden Führungstreffer ab. Der Titelverteidiger zog sich mit der Führung im Rücken zum Ende der Partie immer weiter zurück, beschränkte sich aufs Verteidigen und brachte das 1:0 über die Zeit. (dpa/Tsp)