Boxengassen-Wirrwarr bei Williams: Carlos Sainz verwarnt
(Motorsport-Total.com) - Williams-Pilot Carlos Sainz wurde nach dem ersten Freien Training zum Großen Preis von Belgien verwarnt. Schließlich hat der viermalige Grand-Prix-Sieger laut der offiziellen Begründung...
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(Motorsport-Total.com) - Williams-Pilot Carlos Sainz wurde nach dem ersten Freien Training zum Großen Preis von Belgien verwarnt. Schließlich hat der viermalige Grand-Prix-Sieger laut der offiziellen Begründung die weiße Linie am Eingang der Boxengasse überfahren. Doch was ist eigentlich passiert?

© LAT Images
Carlos Sainz wurde nach dem FT1 in Spa-Francorchamps verwant Zoom
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Rund 35 Minuten vor dem Ende von FT1 wollte Sainz in die Boxengasse abbiegen. Doch in seiner Onboard-Aufnahme ist eindeutig zu sehen, dass der Williams-Pilot sich kurz nach der ersten Safety-Car-Linie anders entscheidet, nach links abbiegt und wieder zurück auf die Strecke fährt.
Laut den sogenannten "Race Director's Event Notes" war Sainz zu diesem Zeitpunkt bereits in der Boxengasse und hätte die weiße Linie zwischen Strecke und Boxengasse nicht überfahren dürfen.
Williams-Teamchef James Vowles erklärt den Vorfall nach FT1 bei Sky Sports F1 folgendermaßen: "Das lag an unserer Kommunikation", so seine Wortwahl.
"Carlos hatte sich dazu entschieden, in die Box zu fahren. Allerdings war die Batterie [...] fast leer. Eigentlich war sie bei null, das passiert auf der Spitze des [vorherigen] Hügels. Deswegen mussten wir eine weitere Runde fahren, um sie wieder aufzuladen."
"Und als der Ingenieur das kommuniziert hat, gab es eine kleine Verzögerung von circa 1,5 Sekunden. In dem Moment, als [die Nachricht] ankam, war Carlos schon am Eingang zur Boxengasse. Wir hätten also beim Eingang zur Boxengasse bleiben und durchfahren sollen."
Diese Erklärung bestätigt Sainz laut Urteilsbegründung auch gegenüber den Rennkommissaren. Dabei gesteht der Williams-Pilot nicht nur, dass man eindeutig gegen die vorgegebene Regel verstoßen hat, sondern auch, dass man durch die Entscheidung, wieder auf die Strecke zu fahren, einen sportlichen Nachteil vermeiden wollte.
Dementsprechend hat man sich, obwohl es sich nicht um eine gefährliche Situation gehandelt hat, für eine Verwarnung entschieden. Einen Strafpunkt gibt es für den Williams-Fahrer folglich nicht. In der aktuellen Liste hat Sainz, ebenso wie sein Teamkollege Alexander Albon, zwei Strafpunkte vorzuweisen.
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Konsequenzen für den weiteren Verlauf des Rennwochenendes hat dieser Zwischenfall also nicht. Es handelt sich im Übrigen um die erste Verwarnung für Sainz in der Saison 2026.