Der Blick zurück zeigt, womit Lichtsteiner in Basel kämpft

Vor dem Test gegen Juve erinnert sich Stephan Lichtsteiner an seine Zeit als Spieler in Turin. Und listet damit Dinge auf, an die er sich als Trainer des FC Basel noch gewöhnen muss.

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Der Blick zurück zeigt, womit Lichtsteiner in Basel kämpft

Besuch der alten Liebe Juventus

Der Blick zurück zeigt, womit Lichtsteiner in Basel kämpft

Vor dem Test gegen Juve erinnert sich Stephan Lichtsteiner an seine Zeit als Spieler in Turin. Und listet damit Dinge auf, an die er sich als Trainer des FC Basel noch gewöhnen muss.

Publiziert: 17:54 Uhr

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Aktualisiert: 18:28 Uhr

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Stephan Lichtsteiner reflektiert über Juventus und Herausforderungen als FCB-Trainer
  • Beim FCB muss er Spieler abgeben, wenn sie Höchstform erreichen
  • Für das Juve-Testspiel am Samstag wurden 20'500 Tickets verkauft
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Florian RazReporter Fussball

Stephan Lichtsteiner (42) redet über die Vergangenheit. Doch jeder seiner Sätze macht klar, womit er in der Gegenwart zu kämpfen hat. Es geht natürlich um Juventus Turin, den Testspielgegner des FC Basel am Samstag. Um Lichtsteiners alte Liebe, mit der er 14 Titel gewonnen hat.

Aber man kann das halt auch alles auf den FC Basel ummünzen, den er derzeit trainiert. Auf die Unterschiede zwischen den beiden Klubs. Und damit auch darauf, warum Lichtsteiner in Basel in seiner erst kurzen Amtszeit immer wieder zumindest überrascht gewesen sein muss. Oder vielleicht gar irritiert?

Lichtsteiners Aha-Erlebnis in Turin

Lichtsteiner erzählt von seinem Aha-Erlebnis, das er als 27-jähriger Rechtsverteidiger 2011 nach seinem Wechsel nach Turin hatte. «Bei anderen Klubs bin ich mit meinen Ansprüchen eher angeeckt. Dann kommst du zu Juve und merkst: Hier redet man nicht einfach vom Gewinnen. Hier macht man alles, um zu gewinnen.»

Der heutige FCB-Trainer berichtet, dass man bei Juve damals «dieselbe Sprache gesprochen» habe wie er. Er redet von Druck und Anspruch, an dem die Spieler gewachsen seien. Davon, wie von der Klubführung sofort eingegriffen wurde, wenn jemand nach einem Erfolg satt wirkte.

Es ist bei jeder Aussage zu spüren, wie sehr er sich in diesem Umfeld zu Hause gefühlt hat, in dem sich nur Fussballer behaupten konnten, die jeden Tag Leistung bringen wollten. Spieler wie er. Er sagt: «Ich habe mich immer an Titeln gemessen.»

Lichtsteiner übt sich im Spagat

Es sind Sätze, die perfekt zum FC Basel in seiner Blütezeit zwischen 2010 und 2017 gepasst hätten. Zu jener Erfolgsmaschine, die Titel um Titel gewonnen hat, ohne jemals nachzulassen.

Aber Lichtsteiner ist beim FCB der Gegenwart angestellt. Bei einem Verein, der zwar durchaus Erfolg haben will. Der sich aber zugleich stark darauf spezialisiert hat, junge Spieler aus dem Ausland zu verpflichten, kurz zu veredeln und dann mit möglichst viel Gewinn weiterzureichen.

Es ist ein Spagat, der einen Trainer fordern kann, gibt Lichtsteiner zu: «Es ist nicht einfach. Du musst die Spieler dann weggeben, wenn sie so weit wären, dass sie dir beim Gewinnen helfen könnten.»

Mannschaft oder Highlight-Video?

Fast noch schwieriger ist vermutlich etwas anderes: Die Talente dazu zu bewegen, dass sie etwas für die Mannschaft leisten. Und nicht für ihr eigenes Highlight-Video. Wieder so ein Gegensatz zu Lichtsteiners Zeit in Turin: «Juve war ein Klub, bei dem die Spieler lange bleiben wollten. Basel ist ein Sprungbrett.»

Was Lichtsteiner seinen Spielern derzeit beizubringen versucht? «Wir gehen ins Stadion, um als Team zu gewinnen. Und nicht, um irgendwelche Skills zu zeigen, die nur mich als Spieler weiterbringen.»

In der abgelaufenen Saison ist Lichtsteiner daran gescheitert, mitten in der laufenden Meisterschaft eine funktionierende Mannschaft nach seinen Wünschen zu formen. Jetzt hat er zwar eine Sommervorbereitung, um an seinen Ideen zu arbeiten. Aber wie sehr er davon profitieren kann, ist offen.

Derzeit sind 26 Feldspieler im Training. Wie viele davon nach dem Ende der Transferperiode noch in Basel sein werden? Metinho (23) und Philip Otele (27) müssten Kandidaten für einen lukrativen Transfer sein.

Was geht bei Andrin Hunziker?

Andere, wie Stürmer Andrin Hunziker (23), dürften aus Karrieregründen aktiv den Abgang suchen. Dabei findet Lichtsteiner das Profil des Stürmers eigentlich «sehr interessant. Ich hätte ihn gerne ein paar Monate oder länger in Basel gesehen.»

Auch das gehört zu den Herausforderungen, die ein FCB-Trainer derzeit bewältigen muss: der Aufbau einer Mannschaft, von der man nicht weiss, ob es sie in dieser Form noch gibt, wenn dringend Resultate gebraucht werden.

Das Testspiel gegen Juve am Samstag? Kann darum nur ein kleiner Fingerzeig darauf sein, wie diese FCB-Saison verlaufen wird. Einer, für den bis am Donnerstag 20’500 Tickets verkauft worden sind.

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FC Basel

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FC Luzern

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FC Thun

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FC Zürich

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Grasshopper Club Zürich

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FC Lausanne-Sport

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Servette FC

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BSC Young Boys

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