Strengere Regeln in Basler Badis wegen aggressiven Badegästen
Benimmregeln in der Badi «Stop or Go»: Personal in Basler Gartenbädern greift härter durch Weil sich Badegäste danebenbenommen haben, greifen Badmeisterinnen...
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Benimmregeln in der Badi «Stop or Go»: Personal in Basler Gartenbädern greift härter durch
Weil sich Badegäste danebenbenommen haben, greifen Badmeisterinnen und Badmeister in Basel-Stadt diese Saison härter durch.
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An heissen Tagen hört man sie ständig: Die Trillerpfeife der Badmeisterinnen und Badmeister im Gartenbad Bachgraben am Stadtrand von Basel. Weil es im letzten Jahr immer wieder Probleme gegeben hatte mit jungen Männern, die sich danebenbenommen hatten, hat der Kanton Basel-Stadt für diesen Sommer strengere Regeln angekündigt.
Badmeister können direkt Hausverbot aussprechen
Wer sich nicht an die Regeln hält, erhält Hausverbot. «Stop or Go» heisst die Aktion. Neu ist, dass die Badmeisterinnen und Badmeister direkt vor Ort das Hausverbot aussprechen können. Die härtere Gangart sei nötig gewesen, sagt Peter Portmann, Leiter der Basler Gartenbäder: «Wir haben irgendwann gemerkt, dass wir bei den Regeln anziehen müssen.»
Neben dem Badpersonal sorgt auch externes Sicherheitspersonal für Ordnung.
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Ziel sei es, dass sich wieder alle Badegäste in den Bädern wohl und sicher fühlen – allen voran Familien. Dafür erhalten die Badmeisterinnen und Badmeister auch Unterstützung von externem Sicherheitspersonal, das in den Gartenbädern präsent ist.
Bereits 51 Hausverbote verhängt
Die Bilanz zur Mitte der Badesaison macht klar: Das strengere Regime wird auch durchgesetzt. In allen Gartenbädern des Kantons Basel-Stadt wurden bis Ende Juni 51 Hausverbote verhängt. Das sind deutlich mehr als im Jahr zuvor, als über die ganze Saison 28 Hausverbote ausgesprochen wurden.
Man hat sich an die Regeln zu halten, das finde ich gut.
Bei den Gästen kommt die härtere Gangart gut an. «Man merkt, dass die Badmeister strenger sind. Das macht klar, dass man sich an die Regeln zu halten hat», sagt eine Frau. Ein Mädchen ergänzt: «Ich finde gut, dass sie auf dem Sprungturm besser schauen, dass man nicht aufeinander springt.»
Konfliktzone Sprungturm: Hier schauen die Badmeisterinnen besonders gut hin.
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Gerade auf dem Sprungturm und im Strömungskanal nebenan schauen die Badmeisterinnen besonders gut hin. «Wer im Strömungskanal über die Absperrung klettert und auf jemanden draufspringt, wird sofort aus dem Bad verwiesen», sagt Peter Portmann. Hausverbot gibt es zum Beispiel auch, wenn jemand versucht, sich gratis Zutritt zu verschaffen. «Das ist Betrug», sagt Portmann.
Diese Vergehen sorgen für Hausverbot
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- Gefährliche Sprünge: Wer beim Sprungturm oder im Strömungskanal riskiert, auf anderen Schwimmenden zu landen
- Zaunkletterer: Wer keinen Eintritt zahlen will und über den Gartenhag klettert
- Respektlosigkeit: Wer andere Badegäste oder das Personal anpöbelt oder beschimpft
Bei kleineren Vergehen gibt es zunächst Warnungen, bei grösseren oder schweren Verstössen sprechen die Badmeisterinnen und Badmeister Hausverbote aus.
Das Badpersonal arbeitet mit einem abgestuften System. Zunächst sprechen sie Warnungen aus. Doch bei schweren oder wiederholten Verstössen greift das Team durch und erteilt bis zu einem Jahr Hausverbot.
Am Beckenrand weisen Schilder auf die Regeln hin. Die wichtigste Regel sei, dass man aufeinander Rücksicht nehme, sagt der Leiter der Gartenbäder, Peter Portmann.
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Als weitere Massnahme setzt der Kanton in den Freibädern mehr Personal ein, besonders an heissen Tagen. Der Kanton schult die Mitarbeitenden ausserdem in Deeskalation.
Insgesamt blickt Bäderchef Peter Portmann optimistisch auf die bisher sehr heisse Sommersaison 2026. Für die grosse Mehrheit der Badegäste seien die strengeren Regeln ohnehin keine Schikane, sondern eine Erleichterung. Wer sich vorbildlich verhalte, sei jederzeit willkommen.
Badi-Verbot in Pruntrut
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Im jurassischen Pruntrut sorgte eine umstrittene Massnahme für viele Schlagzeilen: Nichtansässige durften nicht mehr ins Freibad Pruntrut. Dies, nachdem es Probleme gegeben hatte mit Badegästen aus der nahe gelegenen französischen Nachbarschaft. Das sorgte für Kritik.
In diesem Jahr dürfen wieder alle ins Pruntruter Freibad. Doch wer nicht in der Schweiz ansässig ist oder einen Schweizer Pass hat, zahlt den doppelten Preis von 15 Franken für Erwachsene und 10 Franken für Jugendliche.
Regionaljournal Basel, 1.7.2026, 17:30 Uhr ; glam;ledn;wilh