Beengte Verhältnisse, Bau marode: Desolate Feuerwache Mörsbach: Umbau stockt
Die Feuerwache in Mörsbach wird aktuell saniert. Doch stockt der Umbau, beklagt Ortsvorsteher Dennis Nizard. Zweibrückens Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur Frank Theisinger sagt, die Wache sei „sehr desolat“, man könne froh sein, dass sie nicht von Prüfern dichtgemacht wurde.
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Beengte Verhältnisse, Bau marode Desolate Feuerwache Mörsbach: Umbau stockt
Mörsbach · Die Feuerwache in Mörsbach wird aktuell saniert. Doch stockt der Umbau, beklagt Ortsvorsteher Dennis Nizard. Zweibrückens Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur Frank Theisinger sagt, die Wache sei „sehr desolat“, man könne froh sein, dass sie nicht von Prüfern dichtgemacht wurde.
24.08.2026 , 18:53 Uhr
Bereits der Blick von außen auf die Feuerwache in Mörsbach lässt erahnen: Allzu großzügig ist das Platzangebot für die Floriansjünger dort nicht. Im Gegenteil, erklären Zweibrückens Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Frank Theisinger und Ortsvorsteher Dennis Nizard. Die Verhältnisse seien rechtlich grenzwertig. Die Feuerwache ist im Dorfgemeinschaftshaus untergebracht. Im unteren Teil residieren die Brandschützer, im oberen Teil trifft sich der Ortsbeirat zu seinen Sitzungen.
Foto: Mathias Schneck
Üblicherweise rückt die Feuerwehr aus, wenn es brennt. Dass hingegen bei den Floriansjüngern selbst Feuer unter dem Dach ist – so etwas kommt höchst selten vor. Doch in Mörsbach ist genau dies der Fall. In der dortigen Feuerwache muss gehandelt werden. Rasch.
Daraus macht Frank Theisinger keinen Hehl. Theisinger ist BKI (Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur für die Stadt Zweibrücken und ihre Vororte). Er blickt mit leichtem Unwohlsein auf die Verhältnisse, denen seine Kollegen in dem Vorort ausgesetzt sind.
„Das Feuerwehrhaus in Mörsbach ist desolat. Sehr desolat“, schildert er im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Bau stamme aus dem Jahr 1965 (siehe „Info“). Der Zenit sei längst überschritten, das Gebäude in marodem Zustand, es gebe nur eine enge Umkleide, obwohl mittlerweile auch Helferinnen im Einsatz sind, bei den Duschen sei es genauso wenig möglich, zu trennen.
Die Brandschützer hätten keine vernünftigen Sozialräume, um sich dort auszuruhen. Es könne nur ein Fahrzeug in der Halle parken, es werde dort „reingequetscht“, schildert Theisinger. Kurzum: Es herrscht vielfältiger Mangel.
So groß sei der Mangel, dass Mörsbach in der Vergangenheit wiederholt gerügt worden sei. „Der Gemeinde-Unfallversicherungsverband prangert regelmäßig an, wie dort die Unterbringung ist“, sagt Theisinger. Und ergänzt: Man könne froh sein, dass das Feuerwehrhäuschen in Mörsbach noch nicht dichtgemacht worden sei. „Es wird Zeit jetzt“, mahnt der BKI.
Schon 2006 sei von der damaligen Politik ein Umbau angeregt worden – also vor geschlagenen 20 Jahren. Geschehen sei dann doch nichts. Glücklicherweise habe Zweibrückens Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) das Problem erkannt und darauf gedrängt, dass die Sanierung in die Wege geleitet wird.
Der Ortsvorsteher von Mörsbach, Dennis Nizard, ist genauso froh wie Frank Theisinger, dass das Feuerwehrhäuschen in der Steinackerstraße endlich saniert werden soll. Doch die Freude weiche inzwischen einem gewissen Unbehagen und auch Unmut, gibt Nizard die Stimmung unter den Floriansjüngern wieder – bei denen sich auch der Mörsbacher Ortsvorsteher freiwillig engagiert.
Denn, so beklagt Nizard (Wählergruppe Nizard): „Der Umbau stockt.“ Und im Dorf herrsche Verwunderung. „Ende Juni war der Spatenstich. Seitdem ist leider nichts mehr passiert.“
Nizard sagt, die geplante Modernisierung solle in zwei Schritten erfolgen. In einem ersten Schritt werde eine neue Fahrzeughalle aufgestellt. „Das wird eine Halle in Leichtbauweise sein. Sie kommt, von vorne betrachtet, links neben die Feuerwache. Dort befindet sich aktuell noch ein Gastank, der dafür versetzt werden muss.“
Der Ortsvorsteher hofft, dass die Halle schon bald stehen wird. Da es sich um eine Leichtbauhalle handele, könne die recht zügig aufgestellt werden. Nizard denkt, dass sie eigentlich in den kommenden beiden Monaten stehen sollte.
Dann könne in Mörsbach endlich das neue Fahrzeug dort parken, das schon beschafft sei. Es handele sich um ein sogenanntes LF 10, ein Löschfahrzeug der Größenordnung 10; dieser Wagen bietet laut Nizard eine Gruppenkabine, in der bis zu neun Helfer Platz finden.
„Unser Fahrzeug steht jetzt an der Hauptwache der Feuerwache“ – weil es in Mörsbach nicht vorangehe. „Das ist schon ein gewisses Ärgernis“, macht Nizard seinem Herzen Luft.
Immerhin: Das Fahrzeug stehe an der Landauer Straße nicht sinnlos herum. Bis es in Mörsbach zum Einsatz komme, nutzten es halt die Helfer in Zweibrücken.
Zurück zur Sanierung: Ist der erste Schritt, die Aufstellung der Fahrzeughalle geschafft, erfolgt in einem zweiten Schritt die Sanierung des Feuerwehrhäuschens selbst. Dann gibt es neue Umkleideräume, neue Duschen und neue Sozialräume.
Nizard rechnet wie Theisinger auch mit Gesamtkosten in Höhe von zirka einer halben Million Euro.