Aufregung über Daten-Upload: SpaceXAI macht Quellcode von Grok Build öffentlich
Nachdem das KI-Werkzeug Grok Build von SpaceXAI unbemerkt komplette Git-Repositories von Nutzerinnen und Nutzern in einen Cloud-Speicher bei Google hochgeladen hat, hat das KI-Unternehmen den Quellcode veröffen...
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Nachdem das KI-Werkzeug Grok Build von SpaceXAI unbemerkt komplette Git-Repositories von Nutzerinnen und Nutzern in einen Cloud-Speicher bei Google hochgeladen hat, hat das KI-Unternehmen den Quellcode veröffentlicht. Der ist als vertrauensbildende Maßnahme jetzt auf GitHub einsehbar, erste Analysen sind schon online. Weiterhin hat SpaceXAI versichert, dass alle hochgeladenen Daten gelöscht würden. Damit biete man jetzt einen kompletten Schutz der eigenen Daten und gehe über die Praxis bei der Konkurrenz hinaus, erklärt das KI-Unternehmen von Elon Musk. Bislang handelt es sich bei den Daten um einen einzelnen Commit, der bisherige Änderungsverlauf kann nicht eingesehen werden.
Löschung der Daten zugesichert
Grok Build (vormals Grok CLI) ist der terminalbasierte KI-Programmierassistent von SpaceXAI (vormals xAI). Das Werkzeug soll die Codebasis bestehender Projekte nutzen, Dateien bearbeiten, Befehle ausführen und im Internet recherchieren können. Erst vorige Woche war in dem Werkzeug das neue Flaggschiff-KI-Modell von SpaceXAI integriert worden, anfangs aber nicht in der EU. Am Wochenende hat dann ein Sicherheitsforscher unter dem Pseudonym Cereblab Ergebnisse einer Analyse öffentlich gemacht, laut der Grok Build umfangreich Daten zu einem Google-Speicher geschickt hat – selbst wenn dem Werkzeug explizit untersagt worden war, die Dateien einzusehen. Später hat SpaceXAI den Upload serverseitig unterbunden, Musk persönlich hat dann zugesichert, dass alle Daten gelöscht würden.
Das unerwünschte Vorgehen bei Grok Build reiht sich ein in eine länger werdende Liste von Problemen bei dem KI-Werkzeug von Musks Unternehmen. Nach der Gründung von xAI Mitte 2023 hat Musk angekündigt, den damals beliebten KI-Chatbots eine „maximal wahrheitssuchende KI“ entgegenstellen zu wollen. Im November 2023 wurde „Grok“ dann freigegeben. Die KI wurde eng in X integriert, den Kurznachrichtendienst, der aus Twitter hervorgegangen ist. Vor allem dort hat er Anfang dieses Jahres für einen internationalen Skandal gesorgt, weil die Technik bereitwillig sexualisierte Deepfakes von beliebigen Menschen erstellt hat, darunter Minderjährige. Daraufhin wurde die KI in einigen Staaten blockiert. Vorher war Grok mehrfach mit rechtsextremen Inhalten aufgefallen.
(mho)