„Albtraum“: Peinlicher Fauxpas stört Schweigeminute bei Trauerfeierlichkeiten für König Harald

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„Albtraum“: Peinlicher Fauxpas stört Schweigeminute bei Trauerfeierlichkeiten für König Harald

Stand: 09.09.2026, 18:52 Uhr

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Beim Gottesdienst für König Harald sollte eine Schweigeminute den verstorbenen Monarchen würdigen – doch ein Handy durchbrach die Stille.

Oslo – Bei der Trauerfeier für König Harald V. (89, † 2026) hätte es ein Moment der stillen Würde werden sollen: Um 13.00 Uhr stand ganz Norwegen still, um dem beliebten Monarchen die letzte Ehre zu erweisen. Mehrere Tausend Menschen säumten an diesem Mittwoch den Osloer Prachtboulevard Karl Johan, während in der voll besetzten Domkirche 854 geladene Gäste – darunter Staatsoberhäupter und Königshäuser aus aller Welt – Abschied nahmen. Drei Glockenschläge leiteten die Schweigeminute ein.

Doch kaum war Stille eingekehrt, durchschnitt ein Klingelton die feierliche Atmosphäre im Osloer Dom. In der Live-Übertragung des norwegischen Staatssenders NRK war der Telefonalarm deutlich zu hören – ein Moment, den das norwegische Nachrichtenportal Nettavisen sofort aufgriff. „Das muss ein Albtraum für die Person sein, der das passiert ist“, kommentierte Nettavisen-Chefredakteur Frode Hansen sichtlich schockiert im TV-Studio des Portals.

Telefonklingeln unterbricht die feierliche Schweigeminute für König Harald in der Osloer Domkirche

Königshaus-Expertin Tove Taalesen, die selbst als erste Frau Norwegens in einer traditionellen Lakaien-Position am Hof gearbeitet hat und ein Buch über Etikette und gute Umgangsformen verfasst hat, ordnet den Vorfall klar ein: „Das war sicher keine Absicht, sondern ein Missgeschick“, sagte sie – und fügte hinzu: „Aber es ist eindeutig ein Verstoß gegen gutes Benehmen.“ Taalesen hatte vor der Zeremonie ausdrücklich empfohlen, Handys für den Tag der Trauerfeier vollständig auszuschalten.

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Das norwegische Königshaus hatte den Ablauf der Zeremonie auf seiner offiziellen Website detailliert beschrieben: Die Schweigeminute war als zentraler Moment des Staatsbegräbnisses geplant, eingeleitet und beendet durch je drei Glockenschläge. Unter den Trauergästen befanden sich neben Königinwitwe Sonja (89) und der norwegischen Königsfamilie auch Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) sowie der britische Prinz William (44). Nach der Zeremonie in der Domkirche wurde König Haralds Sarg in einer Prozession zur Akershus-Festung überführt, wo er in der Schlosskirche beigesetzt wurde.

Doch das Klingeln in der Domkirche war nicht der einzige Handy-Fauxpas rund um den Abschied von König Harald: Bereits eine Woche zuvor hatte die norwegische Storting-Abgeordnete June Gruer (25) für Aufsehen gesorgt, als sie beim Vorbeischreiten an König Haralds Aufbahrung im Osloer Königspalast trotz ausdrücklichem Fotoverbot gleich dreimal ihr Mobiltelefon zückte – live vor laufenden Kameras. Verwendete Quellen: nettavisen.no, kongehuset.no