Zwölfjähriger geht im Wörthsee unter – Ersthelfer retten ihn

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Zwölfjähriger geht im Wörthsee unter – Ersthelfer retten ihn

Stand: 19.07.2026, 17:37 Uhr

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Das Zeichen der Wasserwacht ist auf einer Rettungsweste zu sehen. (zu dpa: „Mann ruft um Hilfe – Suche im Lußsee bleibt erfolglos“)

Retter der Wasserwacht Wörthsee waren am Samstag auch im Einsatz (Symbolbild). © Peter Kneffel/dpa

Ein Schüler aus München verliert am Samstag im Wörthsee am Badegelände Oberndorf das Bewusstsein. Nach langer Reanimation erlangt er wieder einen selbstständigen Puls.

Oberndorf – Dramatische Szenen haben sich am Samstagnachmittag am Badegelände Oberndorf abgespielt. Ein zwölf Jahre alter Bub aus München wurde bei einem schweren Badeunfall bewusstlos aus dem Wörthsee gezogen. Das berichtet die Herrschinger Polizei. Demnach war der Schüler mit seiner Mutter beim Baden. Er entzog sich kurz ihrer Aufmerksamkeit und ging alleine ins Wasser. Als die Mutter zunehmend panisch nach ihm suchte, schalteten sich unbeteiligte Helfer ein und suchten gemeinsam nach dem Kind. Einer der Helfer fand den Zwölfjährigen schließlich unter Wasser und nicht bei Bewusstsein. Die Ersthelfer begannen sofort mit der Reanimation und wählten den Notruf.

Um 14.50 Uhr ging der Alarm bei der Wachmannschaft der Wasserwacht Wörthsee ein. „Noch während unsere Rettungskräfte sich auf unsere Boote begaben, verschärfte sich die Meldung zu einer laufenden Reanimation nach einem Ertrinkungsunfall – ein Stichwort, das sich niemand wünscht“, teilt die Vorsitzende Jule Heuchert mit. „Wir sind sofort mit beiden Booten zum Einsatzort ausgerückt und haben über die Leitstelle auf Anfahrt noch weitere Kräfte alarmiert.“ Kräfte der Wasserwacht übernahmen dort gemeinsam mit privat anwesenden Ärzten die laufende Reanimation von den Passanten, die das Kind aus dem Wasser gerettet hatten.

Nach langer Herz-Lungen-Wiederbelebung erlangte der Bub wieder einen selbstständigen Puls. Der Rettungsdienst brachte ihn schließlich in ein Krankenhaus. Im Einsatz waren auch der Rettungshubschrauber Christoph München, die Schnelleinsatzgruppe und der Helfer vor Ort aus Seefeld sowie die Freiwillige Feuerwehr Hechendorf. Jule Heuchert: „Wir danken herzlich allen beteiligten Helfern und Helferinnen.“