Nach «Zivadiliring»-Trennung: Gülsha und Maja veröffentlichen ihre erste Folge
«Zivadiliring» war der erfolgreichste Podcast der Schweiz. Im März trennten sich Gülsha Adilji, Maja Zivadinovic und Yvonne Eisenring plötzlich. Nun erschien die erste Folge von «Gülsha & Maja», geredet wurde vor allem über früher.
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Zwei Drittel von «Zivadiliring» sind zurück. Können Gülsha und Maja auch zu zweit?
«Zivadiliring» war der erfolgreichste Podcast der Schweiz. Im März trennten sich Gülsha Adilji, Maja Zivadinovic und Yvonne Eisenring plötzlich. Nun erschien die erste Folge von «Gülsha & Maja», geredet wurde vor allem über früher.
14.08.2026, 14.03 Uhr
3 Leseminuten

Gülsha Adilji und Maja Zivadinovic machen ohne Yvonne Eisenring weiter.
Mirjam Kluka / CH Media
Da reden drei Frauen fünf Jahre lang regelmässig in einem Podcast über die persönlichsten Dinge ihres Lebens. Die Analfissur, den Tod des Vaters, missratenen Sex. Aber als sie das Ende ihrer Zusammenarbeit verkünden, schweigen sie.
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«Zivadiliring» mit Gülsha Adilji, Maja Zivadinovic und Yvonne Eisenring, das waren drei Frauen, Millennials, die hemmungslos über ihr Leben laberten. 100 000 Personen hörten zu, 10 000 Fans kauften ein Ticket für eine Live-Aufnahme im Hallenstadion in Zürich im Oktober 2025. Damit produzierten die Frauen den erfolgreichsten Podcast der Schweiz. Im März folgte plötzlich die Meldung, «Zivadiliring» höre auf, die letzten Live-Auftritte würden Maja und Yvonne ohne Gülsha bestreiten. Es habe unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft gegeben, lautet die offizielle Begründung.
Der Raum für Gerüchte war gross. Bis heute heisst es inoffiziell, Adilji habe sich mit Eisenring zerstritten. Im «Sommertalk» mit Tele M1 im Juli sagte Adilji: «Wir haben uns jedenfalls schon lange nicht mehr zu dritt gesehen.»
Ob Streit oder nicht, die anhaltende Berichterstattung über das Ende von «Zivadiliring» war eine prächtige PR für den neuen Podcast. Adilji und Zivadinovic machen allein weiter, mit «Gülsha & Maja». Die erste Folge ist am Donnerstag bei CH Media erschienen.
Eisenring geistert durch den Raum
Maja Zivadinovic schreibt als Journalistin seit Jahren über Familien-, Gesellschafts- und People-Themen. Gülsha Adilji war einst das Gesicht des Jugendsenders Joiz und hat sich als erfolgreiche Moderatorin und Komikerin etabliert. Mit ihrem Liebesleben und dem Dauer-Dating macht Gülsha Adilji Karriere. Es ist das dominierende Thema in ihren Bühnenprojekten, im alten Podcast, im neuen Podcast.
Im Trailer zum neuen Podcast hatten Adilji und Zivadinovic angekündigt, es werde «wild» und «hot». Damit führen sie das Erfolgsrezept von «Zivadiliring» weiter: gutgelaunte Gespräche unter Freundinnen über alles, was Frauen in ihrem Alter beschäftigt, sich aber oftmals nicht getrauen, auszusprechen. Das erinnert an die amerikanische Kultserie «Girls», in der junge Frauen es wagen, laut und hemmungslos zu sein.
In der ersten Folge «Gülsha & Maja» folgt die Ernüchterung: Bei Zivadinovic geht es um die langen Sommerferien mit dem Kind. Der sechsjährige Sohn sei jetzt in einer Phase, in der er sich schreiend auf den Boden lege, wenn sie den Getreideriegel falsch öffne. Und Adilji hatte in diesem Jahr erst ein einziges Mal geknutscht. Zivadinovic kann es kaum glauben: «Du häsch das Jahr erscht ei Zunge im Muul gha?» Auch Adilji findet, das sei deutlich zu wenig.
Wer «Zivadiliring» gehört hat, merkt: Hier geht es weiter wie bisher, einfach nur mit Zivadili, ohne ring. Dass Yvonne Eisenring fehlt, fällt auch optisch auf, weil der Podcast nun im Videoformat produziert wird. Die Abwesenheit ist gegenwärtig. Adilji und Zivadinovic haben das offenbar antizipiert, die erste Folge heisst «Jetzt reden wir (wieder)!».
Mit der vieldiskutierten Vergangenheit steigen sie sogar ein. Es geht darum, wie sie den Moment erlebt haben, als sie die Trennung verkündeten, wie die Reaktionen ausfielen, wie sich die Medienschaffenden verhielten, welche Gerüchte aufkamen, wie sie sich dazu entschieden haben, zu schweigen.
Dann macht Maja plötzlich Werbung für die Restaurantkette, die den Podcast sponsert. Das Ganze wirkt wie der Aufbau in einem Lied, dann eine kurze Stille, bevor der Beat fällt. Stattdessen fragt Adilji: «Vermisst du denn jetzt ‹Zivadiliring›?» Mehr erfahren die Zuhörerinnen nicht.
Den halben Podcast lang reden die zwei Frauen über das, was war, ohne wirklich zu sagen, warum es passiert ist. In der Ankündigung zum Podcast sagten sie, es solle mehr um sie selber und ihre Eigenheiten gehen. Zum Auftakt scheint es jedoch, als ob «Gülsha & Maja» ohne die Erinnerung an «Zivadiliring» nicht auskäme.
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