Zukunft noch offen: Kasematten-Restaurant Massaya in Saarlouis bleibt vorerst geöffnet
Diese Nachricht hatte im Mai viele Menschen erreicht: Das syrische Restaurant Massaya in den Saarlouiser Kasematten hatte seine Schließung angekündigt, die Stadt hatte das Lokal zur Neuverpachtung ausgeschrieben. Doch vorerst läuft der Betrieb nun weiter.
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Zukunft noch offen Kasematten-Restaurant Massaya in Saarlouis bleibt vorerst geöffnet
Saarlouis · Diese Nachricht hatte im Mai viele Menschen erreicht: Das syrische Restaurant Massaya in den Saarlouiser Kasematten hatte seine Schließung angekündigt, die Stadt hatte das Lokal zur Neuverpachtung ausgeschrieben. Doch vorerst läuft der Betrieb nun weiter.
21.08.2026 , 14:10 Uhr
Das Restaurant Massaya in den Saarlouiser Kasematten macht nun doch erstmal weiter und ist wie zuvor geöffnet.
Foto: Nicole Bastong
Die gute Nachricht für die Fans und Stammgäste des Saarlouiser Restaurants Massaya Grill vorweg: Das syrische Lokal in den Kasemattenhöfen ist weiterhin geöffnet, der Betrieb läuft normal weiter. Das versichert Inhaber Fadi Ghazal. Dabei hatte er im Mai die Schließung seines Restaurants angekündigt, die Stadt hatte bereits die Neuverpachtung der Kasemattenhöfe 23 und 24 ausgeschrieben. Was ist da los?
Steigende Kosten und sinkender Umsatz bedrohen das Massaya in Saarlouis
Schon ab Juli wollte die Stadt das Lokal in der beliebten Saarlouiser Gastromeile, den Kasematten, neu vermieten. Die Saarbrücker Zeitung hatte daraufhin beim Betreiber Fadi Ghazal nachgefragt und erfahren, dass er „schweren Herzens“ Ende Juni schließen müsse, hauptsächlich aus finanziellen Gründen, die Umsätze seien seit der Corona-Krise nicht mehr dieselben, der höhere Mindestlohn, überall steigende Kosten und verändertes Ausgehverhalten machten ihm, wie vielen Gastronomiebetrieben, das Leben und Überleben schwer. Daran habe auch die Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent nichts ändern können.
Der Betrieb läuft nun erst mal weiter, das freut die Gäste
Das orientalische Grill-Restaurant mit Schwerpunkt auf „Aleppo-Style“ empfängt seit acht Jahren in den Kasematten seine Gäste und hat sich ein Stammpublikum erarbeitet. Auf der Karte stehen levantinische Spezialitäten, also Grillteller, Vorspeisen von Hummus bis Muhammara oder süße Spezialitäten. Dass der Betrieb nun trotz angekündigter Schließung noch weiterläuft, freut die Gäste – und Inhaber Ghazal. Doch wie kam es dazu?
Er sei in Gesprächen mit der Stadt, so viel kann Ghazal offiziell verraten, darüber ob und wie der Betrieb weitergehen könnte. Denn sein Vertrag läuft eigentlich noch weitere zwei Jahre. Auch mögliche Nachfolger waren schon im Gespräch.
Gespräche mit der Stadt laufen, ob und wie es weitergeht
Die Stadt wiederum habe einer möglichen Aufhebung des Vertrages zugestimmt, erklärte die Pressestelle auf Nachfrage, der Stadtrat entscheide über einen neuen Pächter. Jetzt wollen sich Stadt und Betreiber im September noch mal zusammensetzen – bis dahin ist das Massaya normal geöffnet, betont Ghazal, also täglich ab 18 Uhr, am Wochenende auch mittags ab 12 Uhr. Ob das Massaya dauerhaft in Saarlouis weiter bestehen wird oder ob etwas Neues entsteht, ist derzeit noch offen.
Seit den frühen 70er-Jahren beherbergen die Kasematten in Saarlouis Gastronomiebetriebe. Nach wie vor sind die historischen Kasematten vor allem bei Restaurantbesuchern beliebt. Derzeit gibt es dort sechs Lokale: „Davys Pinsa“, das kroatische „Dalmacija“, der seit 1976 alteingesessene „Kaminkeller“, das griechische „Zoi“, das indische „Bombay“ und der syrische „Massaya Grill“ – und mit dem „Elements“ die einzige Diskothek in Saarlouis. (leis)