Zitterspinne im Haus: Warum Sie den nützlichen Mitbewohner auf keinen Fall entfernen sollten
StartseiteRatgeberWohnenStand: 06.08.2026, 08:00 UhrKommentareUns auf Google folgenIn Europa ist die Große Zitterspinne weit verbreitet und vor allem in Innenräumen zu finden. © IMAGO/Karina HesslandZitterspinn...
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Stand: 06.08.2026, 08:00 Uhr

Zitterspinnen, wie auch andere Spinnentiere, erscheinen vielen Menschen eher abstoßend. Dabei erfüllen sie eine wichtige Rolle in der Natur und in Ihren eigenen vier Wänden.
Spinnen gehören nicht zu den beliebtesten Besuchern in Wohnungen. Das liegt vermutlich auch an den Netzen, die sie hinterlässt. Dabei hat es Vorteile, Zitterspinnen im Haus wohnen zu lassen.
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Zitterspinnen richtig erkennen
Oftmals wird die Zitterspinne mit einer anderen Spinnenart, dem Weberknecht, verwechselt. Es ist daher sinnvoll, zunächst zu erfahren, wie Sie sie eindeutig identifizieren können. Die in unseren Innenräumen am häufigsten vorkommende Art ist die Große Zitterspinne. Sie wird häufig schlicht als Zitterspinne bezeichnet, obwohl es noch weitere Spezies gibt, die allerdings schwer voneinander zu unterscheiden sind.
Die Große Zitterspinne ist in weiten Teilen Europas anzutreffen, bevorzugt jedoch Innenbereiche verschiedenster Gebäude. Sie lässt sich beispielsweise in den Ecken Ihrer Wohnung beobachten. Ihre Netze sind typischerweise groß, locker und wirken eher unstrukturiert oder „unordentlich“.
Aufgrund ihrer langen, dünnen Beine werden Zitterspinnen oft mit Weberknechten verwechselt. Letztere erzeugen jedoch keine Netze und halten sich überwiegend im Freien auf. Zitterspinnen unterscheiden sich zudem durch ihren klar erkennbaren, zweigeteilten Körper, der bis zu einem Zentimeter lang wird und graubraun mit einer dunkleren Zeichnung ist. Ihre Beine können eine beachtliche Länge von bis zu fünf Zentimetern erreichen.
Wenn Sie die Spinne stören, etwa durch das Berühren ihres Netzes, beginnt sie zu zittern. Dies erklärt auch ihren Namen. Dieses Verhalten soll Sie dazu bewegen, sie in Ruhe zu lassen, da sich dabei das gesamte Netz bewegt.
Der Nutzen der „zitternden“ Spinnentiere
Es ist ratsam, Zitterspinnen in Ihrer Wohnung zu tolerieren, auch wenn sie Ihnen vielleicht weniger ansprechend erscheinen. Dieses Manko gleichen sie durch ihren großen Appetit aus. Zitterspinnen stillen diesen an ebenfalls unerwünschten Gästen wie Motten, Fliegen, Wanzen, Mücken und anderen Insekten.
Besonders im Sommer kann es äußerst vorteilhaft sein, dass die Zitterspinne Mücken in ihren Netzen fängt. Sie zeigt jedoch auch kannibalistische Tendenzen und macht vor anderen Spinnenarten nicht Halt. Gelegentlich stehen sogar Individuen der eigenen Art auf ihrem Speiseplan.
Sind Zitterspinnen gefährlich oder giftig?
Trotz ihrer Nützlichkeit können Zitterspinnen mit ihren langen Beinen und ihrem Zitterverhalten schnell abschreckend oder gar gefährlich wirken. Bei den Weibchen tragen auch die Eier, die sie deutlich sichtbar in einem Kokon am Körper tragen, zu diesem Eindruck bei.
Tatsächlich vermögen Zitterspinnen auch Tiere und Spinnentiere zu überwältigen, die größer sind als sie selbst. Dies ist jedoch auf die Effektivität ihres Netzes zurückzuführen, in dem die Beute hängen bleibt, sowie auf die Geschwindigkeit, mit der sie diese anschließend einspinnt. Für Menschen sind Zitterspinnen hingegen völlig ungefährlich und nicht giftig.
Ratschläge gegen Spinnen und ihre Netze
In Ihrer Wohnung und im Garten können Sie neben der Zitterspinne auch auf andere Spinnenarten treffen, beispielsweise Weberknechte, Nosferatu-Spinnen oder Wespenspinnen. Falls Sie diese trotz ihrer nützlichen Fähigkeiten, wie dem Fangen von Insekten, loswerden möchten, gibt es auch sanfte Methoden. So „fürchten“ sich Spinnen zum Beispiel vor Zitronen und Lavendel.
Wenn Sie sich hingegen nur an den Spinnweben stören, die diese Tiere hinterlassen, erfahren Sie hier, wie Sie diese am effektivsten entfernen können.