Vier Monate vor Midterms: Trump verliert in einer einst sicheren Wählergruppe an Zustimmung

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Vier Monate vor Midterms: Trump verliert in einer einst sicheren Wählergruppe an Zustimmung

Zittern vor den Midterms: Trump verliert auch Rückhalt bei stabilster Wählergruppe

Stand: 12.07.2026, 22:14 Uhr

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Im November steigen die US-Midterms. Wenige Monate vor den wichtigen Wahlen büßt Trump in einem Wählerklientel Zustimmung ein, das eigentlich als Bastion gilt.

Washington, D.C. – Am 3. November 2026 stehen in den USA die Midterms an. Sie markieren die Zwischenwahlen zur Hälfte der je vierjährigen Amtszeit eines US-Präsidenten, in diesem Falle der insgesamt zweiten Präsidentschaft Donald Trumps. Während es langsam, aber sicher auf die Midterms zugeht, skizzieren Umfragen schon jetzt erste Vorabaufnahmen von dem, welche Resultate auf Demokraten und Republikaner zukommen könnten.

Im November steigen die US-Midterms. Wenige Monate vor den wichtigen Wahlen büßt Trump in einem Wählerklientel Zustimmung ein, das eigentlich als Bastion gilt.

US-Präsident Donald Trump © dpa/AP photo | Alex Brandon

Für US-Präsident Trump bedeutete eine im Mai von ABC News, Ipsos und Washington Post erhobene Umfrage einen ersten Fingerzeig in negativer Hinsicht. Sie kam zu dem Ergebnis, dass zu jenem Zeitpunkt fast zwei Drittel (62 Prozent) der Befragten unzufrieden mit Trumps Politik waren – ein Zwei-Prozent-Anstieg ausgehend von einer Erhebung mit gleicher Ausgangsfrage im Februar. Während die Midterms näher rücken, geben klientelbezogene Umfragen Trump und den Republikanern neuen Anlass zur Sorge.

Weiße Arbeiter sowie Wählerinnen und Wähler aus ländlichen US-Regionen waren Trump bisher eine stabile Stütze

Seit seiner ersten US-Präsidentschaftskandidatur vor inzwischen einem Jahrzehnt bildet eine Gruppe von Wählern ein überaus wichtiges Klientel für Trump: weiße Wählerinnen und Wähler aus der Arbeiterklasse. Womöglich von Trumps Versprechen angezogen, US-Industriezweige zu stärken und dortige Arbeitsplätze der weißen Bevölkerung mittels vehementer Migrationspolitik abzusichern, gelangen Trump immer wieder Erfolge innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe. 

So unterstützten Trump bei der Präsidentschaftswahl 2024 einer Umfrage des gemeinnützigen und überparteilichen Public Religion Research Institutes (PRRI) zufolge zwei von drei weißen Wählern aus der Arbeiterklasse. Doch auch noch eine andere Wählergruppe ist für Trump von besonderer Wichtigkeit: Wahlberechtigte aus ländlichen Regionen in den Vereinigten Staaten. Wie eine Umfrage des Pew Research Centers zeigte, konnte Trump sich 2024 dank 69 Prozent der Stimmen von Wählern in ländlichen Gebieten gegenüber der demokratischen Vertreterin Kamala Harris behaupten.

Wenige Monate vor den Midterms sinkt Trumps Zustimmungsrate bei weißen Wählern aus der Arbeiterklasse

Doch wenige Monate vor den Kongresswahlen nach zwei von vier Jahren der erneuten Präsidentschaft Trumps deuten Erhebungen an, dass Umwälzungen in den einst so gefestigten republikanischen Lagern von Wählerinnen und Wählern nicht mehr derart unmöglich scheinen wie noch vor einiger Zeit. Eine Umfrage von CBS News und YouGov im Mai ergab, dass 54 Prozent der weißen Wähler ohne Hochschulabschluss Trumps politischen Führungsstil ablehnten. Das bedeutete einen immensen Anstieg gegenüber den 32 Prozent, die eine Umfrage mit gleicher Ausgangsfrage im Februar 2025 als Resultat nach sich zog. 

Jene Ablehnung lag in einer Umfrage von NPR/PBS/Marist im Juni bei 49 Prozent und in einer Umfrage vom konservativ ausgerichteten US-Sender Fox News im April bei 51 Prozent. Unter den Wählerinnen und Wählern in ländlichen Regionen der US ergab eine Umfrage von Reuters und Ipsos im Juni, dass 48 Prozent Trump und seine Arbeit ablehnten: Und auch dies markiert einen deutlichen Anstieg gegenüber den 34 Prozent, die eine von denselben Forschungsinstituten geführte Umfrage bereits im Folgemonat nach dem Amtsantritt von Trumps zweiter Präsidentschaft vorgebracht hatte.

Obwohl bei den Midterms zwar kein neuer US-Präsident oder -Präsidentin gewählt wird, sind sie für Demokraten und Republikaner dennoch essenziell. So werden am 3. November in sämtlichen US-Bundesstaaten die 435 Sitze des Repräsentantenhauses sowie 35 Sitze im US-Senat durch Kongressabgeordnete neu besetzt. Generell besitzt die Zustimmungsrate des US-Präsidenten traditionell bedeutende Signalwirkung für den Ausgang der Kongress-Zwischenwahlen – und das sowohl für das US-Repräsentantenhaus als auch für den Senat, wie die US Vote Foundation hinweist. Aktuell kontrollieren Trumps Republikaner sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus. (Quellen: ABC News, Public Religion Research Institute, NPR/PBS/Marist, Fox News, US Vote Foundation) (fh)