XPeng P7+: Chinesische Edel-Limo für unter 50'000 Franken

XPeng erweitert sein Angebot in der Schweiz: Nach den SUVs G6 und G9 rollt der chinesische Newcomer die edle Elektro-Limousine P7+ in die Showrooms. Mit reichlich Hightech und rasantem Ladetempo wird sie zur echten Alternative zur europäischen Premium-Konkurrenz.

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XPeng P7+: Chinesische Edel-Limo für unter 50'000 Franken

XPeng P7+ für unter 50'000 Fr. im Blick-Test

China zündet den Lade-Turbo

XPeng erweitert sein Angebot in der Schweiz: Nach den SUVs G6 und G9 rollt der chinesische Newcomer die edle Elektro-Limousine P7+ in die Showrooms. Mit reichlich Hightech und rasantem Ladetempo wird sie zur echten Alternative zur europäischen Premium-Konkurrenz.

Publiziert: 05:55 Uhr

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Aktualisiert: 07:16 Uhr

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • XPeng P7+ ergänzt seit Sommer 2026 das Schweizer XPeng-Angebot
  • Die Elektro-Limousine schafft 520 km Reichweite bei 14 kWh Verbrauch
  • Ab 49'600 Franken ist der P7+ günstiger als die Konkurrenz in der oberen Mittelklasse
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Lorenzo FulviRedaktor Auto&Mobilität

Im letzten Herbst feierte mit XPeng ein weiterer China-Newcomer den Schweizer Markteintritt. Gestartet mit den beiden SUVs G6 und G9, ergänzt seit wenigen Wochen die Elektro-Limousine P7+ das Portfolio, die Hightech zum Budgetpreis verspricht. Ob XPeng der Premium-Konkurrenz tatsächlich gefährlich werden kann, wollte Blick in einem ausgiebigen Test herausfinden.

Vor der Fahrt

Entwickelt wird der P7+ in China, gebaut aber nach dem Motto «aus Europa für Europa» bei Magna Steyr in Graz (A) – genau wie der G6 und der G9. Da für die Schweiz allerdings andere Zollbestimmungen als in der EU gelten, rollen bei uns in den chinesischen Städten Guangzhou und Zhaoqing gefertigte Modelle an – also doch keine europäischen China-Autos für die Schweiz.

Die 5,07 Meter lange Elektro-Limousine reiht sich ins Segment der oberen Mittelklasse ein, ist mit 1,51 Metern Höhe sehr flach und vermittelt darum einen äusserst sportlichen Eindruck. Ein durchgehendes Leuchtband ziert die Front ebenso wie das Heck. Am unteren Teil der vorderen Stossstange finden wir einen aktiven Lufteinlass, der sich für besseren Luftstrom während der Fahrt öffnet. Die Dachlinie fällt fliessend nach hinten ab und endet in einer Abrisskante. Auch von hinten kann sich der Chinese sehen lassen.

Auf der Strasse

Für den Test wählen wir vornehmlich den Komfort-Modus: Damit ist der P7+ stets gut kontrollierbar, die Lenkung arbeitet präzise. Das Fahrwerk federt komfortabel, kniet aber selbst bei zügiger Fahrt nicht zu tief in die Kurve und bügelt unangenehme Stösse gekonnt weg – so wie man es von einem Auto in diesem Segment auch erwartet. Die 313 PS (230 kW) starke E-Maschine an der Hinterachse liefert 450 Nm Drehmoment und sorgt für flotte, aber nicht brachiale Beschleunigung: Tempo 100 erreicht der 2,1 Tonnen schwere Stromer in 6,2 Sekunden.

Das war gut

Die bequemen, leicht zu hoch positionierten Sitze bieten sich für lange Reisen an – dafür sorgen auch die Sitzheizung, -belüftung und -massage. Dank des Radstands von drei Metern sitzen auch hintere Passagiere auf den ebenfalls beheizten und belüfteten Massagesesseln feudal. Bei Grossgewachsenen kratzt der Hinterkopf jedoch an der Kante des Glasdachs. Cooles Feature: Im Fond lassen sich die Lehnen elektrisch verstellen.

XPeng P7+ «RWD Long Range» im Schnellcheck

Antrieb: Ein E-Motor, 313 PS (230 kW), 450 Nm, 1-Gang-Getriebe, Hinterradantrieb
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 6,2 s, Spitze 200 km/h, Batteriegrösse (netto) 73 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/446 kW, Reichweite WLTP/Test 530/520 km
Masse: L/B/H = 5,07/1,94/1,51 m, Leergewicht 2125 kg, Anhängelast gebremst/ungebremst 1500/750 kg, Kofferraum 573–1931 l
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 16,4/14,0 kWh/100 km, Energieeffizienz C
Preis: ab 49'600 Franken, Basisversion «RWD Standard Range» ab 46'600 Fr.

Antrieb: Ein E-Motor, 313 PS (230 kW), 450 Nm, 1-Gang-Getriebe, Hinterradantrieb
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 6,2 s, Spitze 200 km/h, Batteriegrösse (netto) 73 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/446 kW, Reichweite WLTP/Test 530/520 km
Masse: L/B/H = 5,07/1,94/1,51 m, Leergewicht 2125 kg, Anhängelast gebremst/ungebremst 1500/750 kg, Kofferraum 573–1931 l
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 16,4/14,0 kWh/100 km, Energieeffizienz C
Preis: ab 49'600 Franken, Basisversion «RWD Standard Range» ab 46'600 Fr.

Die Reichweite gibt XPeng mit 530 Kilometern an – wir schafften im Schweizer Mix rund 520 Kilometer. Ein starker Wert, wenn man bedenkt, dass die Batterie nur eine Kapazität von 73 kWh aufweist. Möglich machts der effiziente Antrieb: Im Test lag der Verbrauch bei 14,0 kWh/100 km – das sind knapp 2,5 kWh/100 km weniger als die Herstellerangabe. Wer längere Strecken fährt, profitiert vom Lade-Turbo: Der Akku erstarkt dank 446 Kilowatt maximaler Ladeleistung wie schon beim SUV G6 in zwölf Minuten von zehn auf 80 Prozent – schneller als jeder andere Hersteller auf dem Markt.

Das war schlecht

Beim Blick ins Cockpit haben wir erst einmal nichts zu meckern: Ein schmales 8-Zoll-Display hinter dem Lenkrad zeigt Tempo und Verbrauch, das Head-up-Display stellt weitere Informationen zur Verfügung und blendet beim Rückwärtsfahren sogar das Kamerabild ein – top! Weniger gut finden wir den Aufbau des Infotainmentsystems: Im 15,6-Zoll-Display sind sehr viele Funktionen in diversen Untermenüs versteckt. Pluspunkte gibts für die flüssige Reaktion des Bildschirms und die individuellen Shortcuts am unteren Displayrand sowie im Dropdown-Menü. Was wiederum nicht 100-prozentig überzeugt, sind die Assistenzsysteme, vor allem der Lenkassistent, der sich bei Spurwechseln arg wehrt. Er hält souverän die Spur, agiert jedoch nervöser als die europäische Premiumkonkurrenz.

Das bleibt

Der XPeng P7+ ist eine gute und günstigere Alternative zum elektrischen VW ID.7 oder BMW i5. Die deutsche Konkurrenz punktet vor allem bei Sprachsteuerung und Assistenten. Beide Systeme arbeiten im P7+ noch unbeständig. Dafür kann der P7+ mit einer höheren Ausstattung zu einem günstigeren Preis und einer enorm starken Ladeleistung punkten. Auch wenn sich die 49'600 Franken für den Testwagen zuerst nicht gerade billig anhören, geht das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut in Ordnung. Für einen Aufpreis von 4000 Franken ist der P7+ auch mit Allradantrieb erhältlich. Wem die Limousine dennoch zu gross und teuer ist, sollte bis Ende Jahr warten: Dann fährt XPeng mit dem ab 35'600 Franken startenden Crossover L03 ein echtes Schnäppchen in die hiesigen Showrooms.

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