Xbox: Exklusivität doch nicht „in Stein gemeißelt“? Matt Booty dämpft Erwartungen
Zur Freude vieler Xbox-Fans kündigte die neue Führung unter Asha Sharma zuletzt die Rückkehr exklusiver Spiele an. Doch jetzt stellt Xbox-CCO Matt Booty klar: Selbst bei großen Singleplayer-Projekten sei eine PS5-Umsetzung keineswegs vom Tisch.
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Zur Freude vieler Xbox-Fans kündigte die neue Führung unter Asha Sharma zuletzt die Rückkehr exklusiver Spiele an. Doch jetzt stellt Xbox-CCO Matt Booty klar: Selbst bei großen Singleplayer-Projekten sei eine PS5-Umsetzung keineswegs vom Tisch.
Nachdem Phil Spencer die Xbox-Sparte in den vergangenen Jahren auf einen Multiplattform-Kurs gebracht hatte, ruderte die neue Führungsriege rund um die im Frühjahr frisch ernannte Xbox-Chefin Asha Sharma zuletzt zurück.
Da der Wunsch nach exklusiven Spielen innerhalb der Xbox-Community immer lauter wurde, bestätigte man im Rahmen des Xbox Games Showcase Anfang Juni mit „Gears of War: E-Day“ und „Clockwork Revolution“ direkt zwei Titel, die dauerhaft dem eigenen Ökosystem vorbehalten bleiben sollen.
Doch wer nun glaubt, dass Microsoft eine klare Grenze zieht – ähnlich wie Sony, die jüngst mit ihren großen Singleplayer-Titeln wieder vom PC abrücken -, der irrt. Vielmehr scheint man sich in Redmond alle Türen offen zu halten.
„Nicht zu sehr auf Singleplayer versteifen“
So war es jetzt Matt Booty, Chief Content Officer von Xbox Game Studios und damit verantwortlich für alle Entwicklerteams von Microsofts Gaming-Sparte, der in einem aktuellen Interview mit GamesRadar neue Bewegung in die Exklusivitäts-Debatte brachte.
Während Xbox-Chefstratege Matthew Ball im Verlauf des Gesprächs erklärte, dass „große Live-Service-Titel“ auch weiterhin für andere Plattformen veröffentlicht werden, machte Booty deutlich, dass im Gegenzug nicht automatisch alle Singleplayer-Titel der Xbox Studios exklusiv bleiben.
„Ich würde mich nicht zu sehr auf Singleplayer versteifen. Ich denke, das ist eine gute Faustregel, aber es ist sicherlich nichts, was in Stein gemeißelt ist“, erklärte er. Vielmehr verfolge man eine individuelle Strategie für jedes einzelne Projekt.
Eine pauschale Formel, die auf jedes Spiel angewendet werden könne, gebe es demnach nicht. Booty führte weiter aus: „Es gibt viele verschiedene Spiele in unserem Portfolio, und wir müssen darüber nachdenken, wie unterschiedliche Spiele darin unterschiedliche Zwecke erfüllen.“
Verwirrung bei den Fans – Microsoft gelobt Besserung
Dass die unvorhersehbare Fall-zu-Fall-Entscheidung bei vielen Spielern für Verwirrung sorgt, ist den Verantwortlichen in Redmond unterdessen durchaus bewusst. So gab Ball offen zu: „Wir haben ein Framework für diese Auswahlverfahren, einschließlich der Art und Weise, wie wir sie bewerten. Ich erkenne an, dass dieser Ansatz nicht für alle unsere Spieler offensichtlich ist, und wir sind bestrebt, dies klarer zu machen.“
Immerhin stellte Booty zumindest für die Phase kurz vor dem Release eine konkrete Besserung für das Rätselraten der Spieler in Aussicht: „Etwas, worauf ihr bei uns in Zukunft achten solltet, ist, dass wir, wenn wir ein Datum für ein Spiel festlegen, auch ankündigen werden, für welche Plattformen es erscheint.“
Für PlayStation-Besitzer bedeuten die Aussagen derweil vor allem eines: Hoffnung. Laut GamesRadar deuteten hochrangige Xbox-Mitarbeiter bereits an, dass die finalen Plattform-Entscheidungen für kommende Titel wie „The Elder Scrolls 6“ intern schlichtweg noch nicht getroffen wurden. Und auch Hideo Kojimas Horror-Projekt „OD“ könnte somit doch noch den Weg auf die PS5 finden.
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