Windows 11: Microsoft plant native Smartphone-Verknüpfung
Smartphones – voraussichtlich nur mit Googles Android – und Microsofts Windows 11 sollen künftig nahtloser miteinander verzahnt und Funktionen in die Bedienoberfläche integriert werden. Nach Informationen von W...
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Smartphones – voraussichtlich nur mit Googles Android – und Microsofts Windows 11 sollen künftig nahtloser miteinander verzahnt und Funktionen in die Bedienoberfläche integriert werden. Nach Informationen von Windowscentral arbeitet der Softwarekonzern an einer neuen Strategie, Smartphones als natürliche Erweiterung des PCs zu behandeln – „mit nativen Funktionen, die den Erwartungen der Nutzer an Windows 11 entsprechen“, heißt es.
Native Phone-Link-Funktionen
Laut Zac Bowden von Windowscentral prüft Microsoft zurzeit, wie die „Phone Link“-Integration nahtlos in die Windows-11-Oberfläche eingebunden werden kann. Zudem plane der Konzern Funktionen wie ein „spezielles Smartphone-Flyout“ für die Taskleiste: Dort soll ein Telefonsymbol erscheinen, sobald das Smartphone verbunden ist. Wenn man darauf klickt, öffnet sich ein Popup-Fenster, das dem Benutzer einen Überblick über den Status seines Telefons biete.
Zudem soll es Schaltflächen geben, mit denen Nutzerinnen und Nutzer Telefon-Funktionen wie „Nicht stören“, „Vibrationsmodus“, „Telefon suchen“ und vieles mehr aktivieren oder deaktivieren können. Außerdem sollen sich Dateien direkt per Drag-and-drop auf das Smartphone übertragen lassen.
Überdies soll eine „Messages“-App in Windows 11 einziehen, mit der sich SMS-Konversationen zwischen Smartphones und Windows synchronisieren lassen. Ferner soll den Windowscentral-Informationen zufolge der „Phone Link Companion“ im Startmenü nützlicher gestaltet werden. Dort sollen mittels einer scrollbaren Liste die zuletzt verwendeten Elemente angezeigt werden. Weiter sollen Nutzer mit der Maus über Inhalte fahren können, um weitere Informationen anzuzeigen, wie zum Beispiel eine vollständige Nachricht oder ein Foto. Der Windows-Insider-Leaker „phantomofearth“ will diese Funktion auch bereits entdeckt haben, wie er auf X in einem Beitrag mitsamt Screenshot schreibt.
Des Weiteren prüfe Microsoft die „Synchronisierung des Zwischenablageverlaufs zwischen Smartphone und PC mithilfe der speziellen Zwischenablagefunktion von Windows 11“. Zurzeit lässt sich zwar die Zwischenablage zwischen Smartphone und PC synchronisieren, jedoch wird nur der zuletzt kopierte Eintrag gespeichert. Ein Zwischenablageverlauf würde eine synchronisierte Liste aller jemals kopierten Einträge bieten, so der Bericht.
Prototypen
Den Angaben zufolge testet Microsoft zurzeit mehrere Konzepte, ferner stehe noch nicht fest, welche Funktionen es in das finale Produkt schaffen – derzeit befinde der Konzern sich in der Prototypenphase. Bis zu einer möglichen Vorstellung und anschließender Veröffentlichung der Funktionen dürfte noch einige Zeit vergehen. Zudem dürften die Features vor einer flächendeckenden Freigabe im Windows-Insider-Programm landen.
Die mutmaßlichen Pläne, Smartphones enger in Windows zu integrieren, sind nicht vollkommen überraschend. Unter anderem lässt sich schon jetzt ein Android-Smartphone als Webcam an Windowsrechnern nutzen. In Apples Ökosystem lassen sich – außerhalb der EU – iPhones auf Macs spiegeln – Apple nennt es „iPhone Mirroring". Damit lässt sich das eigene iPhone direkt am Mac steuern. Zudem zeigt macOS auch frisch eingehende iPhone-Mitteilungen an, die sich in der zugehörigen App auf dem virtuellen iPhone öffnen lassen, ohne das Telefon selbst dafür in die Hand zu nehmen.
Auch Google arbeitet mit seinen im Herbst erwarteten Googlebooks an einer nahtlosen Integration von Android-Geräten für die Android-basierten Notebooks. Unter anderem soll es über den Dateibrowser des Googlebooks möglich sein, auf Dateien zuzugreifen, die auf dem Smartphone liegen. Mit der Funktion „Schnellzugriff“ könne man die Dateien des Smartphones auf dem Notebook anzeigen, durchsuchen oder einfügen.
(afl)