Leichtathletik-EM: Williams sprintet am Finale vorbei

Christania Williams hat am Montag bei der Leichtathletik-EM in Birmingham den erhofften Finaleinzug über 100 m verpasst. Die 31-Jährige musste sich im Halbfinale in 11,21 Sekunden mit Platz elf begnügen. Lena Pressler und Anja Dlauhy erreichten über 400 m Hürden das Semifinale, Pressler erzielte in 54,97 Sekunden die schnellste Zeit in den Vorläufen der Nichtvorqualifizierten, Dlauhy belegte in 55,42 Sekunden Platz drei. Das Semifinale findet Dienstagvormittag statt.

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Leichtathletik-EM: Williams sprintet am Finale vorbei

Leichtathletik-EM

Christania Williams hat am Montag bei der Leichtathletik-EM in Birmingham den erhofften Finaleinzug über 100 m verpasst. Die 31-Jährige musste sich im Halbfinale in 11,21 Sekunden mit Platz elf begnügen. Lena Pressler und Anja Dlauhy erreichten über 400 m Hürden das Semifinale, Pressler erzielte in 54,97 Sekunden die schnellste Zeit in den Vorläufen der Nichtvorqualifizierten, Dlauhy belegte in 55,42 Sekunden Platz drei. Das Semifinale findet Dienstagvormittag statt.

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„Mein Körper hat sich angefühlt, als ob ich eine Zehnerzeit laufen könnte, aber leider habe ich das nicht geschafft. Ich bin wirklich enttäuscht“, sagte die gebürtige Jamaikanerin Williams, die heuer mit 11,06 Sekunden den österreichischen Rekord aufgestellt hatte und deren persönliche Bestzeit bei 10,96 steht. „Ich weiß nicht, was heute passiert ist. Aber das ist ein Teil des Sports.“ Für Williams ist es das zweite Sportgroßereignis heuer, im Februar wurde sie als Anschieberin von Katrin Beierl in Cortina d’Ampezzo Olympianeunte im Zweierbob.

Europameisterin wurde die Britin Amy Hunt, die im Finale mit einer Zeit von 11,00 Sekunden die Polin Ewa Swoboda (11,02) knapp auf Platz zwei verwies. Dritte wurde die Belgierin Delphine Nkansa (11,06).

Lindner schrammt am Halbfinale vorbei

Magdalena Lindner verpasste das 100-m-Semifinale als 14. in den Vorläufen am Vormittag in 11,32 um nur eine Hundertstelsekunde und um zwei Plätze. Isabell Posch lief in 11,48 Sekunden die 19. Voraufzeit.

„Es war eigentlich ein richtig guter Lauf. Dafür, dass es ein Vorlauf bei einer EM ist, bin ich mit der Zeit super zufrieden. Ich bin in meinem Leben erst zweimal schneller gelaufen. Schade, dass es um eine Hundertstel zu wenig war“, sagte Lindner und trauerte dem verpassten Aufstieg nach. Nach der fehlenden Zeit musste die Niederösterreicherin nicht lange suchen: „Ich habe leider nicht gut reagiert, da ist sicher am Start die eine Hundertstel liegen geblieben. Der Lauf war trotzdem gut“

Die Vorarlbergerin Posch war nach einem gebrauchten Rennen ratlos. „Eigentlich habe ich mich gut gefühlt. Ich kann noch nicht genau sagen, was das Problem war. Enttäuschend.“

Große Freude bei Pressler und Dlauhy

„Megacool“, sagte die Niederösterreicherin Pressler zu ihrem Halbfinal-Einzug. „Mir ist alles ganz gut aufgegangen, es war eine richtig starke Zeit. Es war schon ein voller Lauf, ich habe 100 Prozent gegeben. Heute gut erholen und morgen noch einmal voll angreifen“, nahm sich die 25-Jährige vor.

Pressler und Dlauhy erreichen Halbfinale

Lena Pressler und Anna Dlauhy schafften bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham den Sprung ins Halbfinale über 400 m Hürden. Beide überzeugten mit starken Zeiten und schafften einen erfolgreichen Einstieg in den Wettkampf.

Für die zwei Jahre jüngere Dlauhy fühlte sich aufgrund des Gegenwindes auf der Gegengeraden der Lauf „nicht so gut an“, aber trotzdem auch „solide und sehr kontrolliert“. „Natürlich ist die Nervosität relativ hoch. Ich hoffe, dass es morgen genauso wieder geht, hoffentlich ein bisschen schneller“, meinte die EM-Debütantin.

Strametz verpasst Halbfinal-Einzug

Hürdensprinterin Karin Strametz verpasste am Abend den Einzug ins Halbfinale. Die 28-jährige Steirerin kam in ihrem Vorlauf über 100 m Hürden nach gutem Start in 13,10 Sekunden nicht über Rang sieben hinaus und schied mit der 17. Zeit der Nichtvorqualifizierten aus. Für ein Semifinal-Ticket hätte sie 13,01 laufen müssen.

„Hinten raus gehe ich komplett ein. Je mehr Hürden kommen, desto langsamer werde ich. Rein körperlich bin ich derzeit nicht für mehr in der Lage“, sagte Strametz. Die Vorbereitung war aber alles andere als einfach gewesen: Anfang Juli erlitt sie einen Hörsturz, musste eine Cortison-Therapie machen und kämpfte mit Gleichgewichtsstörungen. Zuletzt plagte sie wieder der Rücken (Gleitwirbel).

ÖLV-Teilnehmer EM 2026

Damen (14):
Caroline Bredlinger 800 m
Anja Dlauhy 400 m Hürden
Susanne Gogl-Walli 400 m
Christiane Krifka 4 x 100 m
Magdalena Lindner 100 m, 4 x 100 m
Julia Mayer Marathon
Verena Mayr Siebenkampf
Theresia Emma Mohr Gehen
Isabel Posch 100 m, 4 x 100 m
Lena Pressler 400 m Hürden
Lisa Redlinger 5.000 m
Karin Strametz 100 m Hürden, 4 x 100 m
Christania Williams 100 m, 4 x 100 m
Eva Wutti Marathon
Herren (10):
Will Dibo Diskus
Enzo Diessl 110 m Hürden
Markus Fuchs 100 m
Endiorass Kingley Dreisprung
Leo Köhldorfer 400 m Hürden
Raphael Pallitsch 1.500 m
Tobias Rattinger 3.000 m Hindernis
Niklas Strohmayer-Dangl 400 m Hürden
Andreas Vojta Marathon
Lukas Weißhaidinger Diskus