Hundehalter protestieren gegen geplantes Hundeverbot in Zürich
Publiziert18. Juli 2026, 17:41Zürcher Allmend«Wichtiger Rückzugsort»: Hündeler an Kundgebung gegen HundeverbotAm Samstagnachmittag versammeln sich Hündeler auf der Zürcher Allmend für eine Kundgebung. Das Ziel:...
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Publiziert18. Juli 2026, 17:41
Zürcher Allmend«Wichtiger Rückzugsort»: Hündeler an Kundgebung gegen Hundeverbot
Am Samstagnachmittag versammeln sich Hündeler auf der Zürcher Allmend für eine Kundgebung. Das Ziel: Widerstand gegen das geplante Hundeverbot von Grün Stadt Zürich zeigen.

Darum gehts
- Auf der Zürcher Allmend haben Hundehalterinnen und Hundehalter am Samstag gegen ein geplantes Hundeverbot von Grün Stadt Zürich demonstriert.
- TV-Moderator Salar Bahrampoori hat die Kundgebung organisiert und erhofft sich einen erneuten Dialog mit der Stadt.
- Die geplante Sperrzone am rechten Sihlufer tritt voraussichtlich erst ab März 2027 in Kraft.
Der Streit um ein mögliches Hundeverbot auf der Zürcher Allmend geht in die nächste Runde: Am Samstagnachmittag setzen sich Hundehalterinnen und Hundehalter im Rahmen einer Kundgebung auf der Allmend gegen die Pläne von Grün Stadt Zürich (GSZ) ein.
Organisiert wurde die Kundgebung von TV-Moderator Salar Bahrampoori. «Das ist ein Ort, der Tradition hat, wo man mit Hunden schon seit Jahrzehnten herkommt und wo die Hunde auch untereinander sozial interagieren können», sagt Bahrampoori im Interview mit 20 Minuten am Samstagnachmittag.

Durch die Kundgebung erhofft er sich, dass dem Anliegen Gehör verschafft wird. Ausserdem hoffe er auf einen erneuten Dialog mit der Stadt und auf eine Überdenkung der neuen Regelung.
«Nach einem langen Tag ist das für Djalu Erholung pur»
20 Minuten hat während der Kundgebung mit den Hundehalterinnen und Hundehaltern vor Ort gesprochen. Psycho-Therapeutin Karin (59) findet: «Ich bin der Meinung, dass Fussgänger, Velofahrer und Hündeler hier gut aneinander vorbeikommen sollten.» Mit ihrem Hund Djalu ist sie regelmässig auf der Allmend unterwegs.

Djalu ist Therapiehund für Menschen, die unter psychischen Erkrankungen leiden. «Nach einem langen Tag ist ein Besuch auf der Allmend für Djalu Erholung pur: Dann ist nur noch Rennen, Rennen, Rennen angesagt.»
«Wenn alle Rücksicht nehmen, funktioniert das Zusammenleben»
Auch Kirsten (61) ist mit ihrem vierbeinigen Begleiter Arco zur Kundgebung gekommen. «Ich finde es schade, dass die Stadt einen Teilbereich sperren will», erzählt sie. Gerne gehe sie hier mit Arco spazieren, da dieses Ufer viel Schattenplätze biete.

Die 61-Jährige findet: «Die Allmend sollte für alle da sein. Wenn wir Rücksicht aufeinander nehmen, können wir gut zusammenleben.» Sie hoffe, dass die Aktion hilft, den Ball ins Rollen zu bringen, und dass die Stadt ihren Entscheid überdenkt.
«Ich stehe für die Freiheiten der Hunde ein»
Aus diesem Grund nimmt auch René (54) zusammen mit Champ an der Kundgebung teil. «Ich finde es wichtig, für die Hunde einzustehen, damit sie ihre Freiheiten behalten können», sagt der 54-Jährige.

Laut René macht die geplante Sperre keinen Sinn, denn das Gebiet sollte von allen genutzt werden können. Er findet, man könne bestimmt einen Kompromiss finden, der für alle passt.
«Die Allmend ist ein wichtiger Rückzugsort für Hunde in Zürich»
«Ich finde es äusserst wichtig, dass die Allmend hundefreundlich bleibt. Hunde können sich nicht so vertun, wie wir Menschen es können», sagt auch Helen (70). In Zürich hätten Hunde ohnehin schon wenig Auslaufmöglichkeiten. Deshalb findet sie: «Die Allmend ist ein wichtiger Rückzugsort für Hunde.»

Sie würde sich wünschen, dass einige Velofahrer einen rücksichtsvolleren Umgang mit den Hunden pflegen würden: «Im Idealfall klingeln oder rufen die Velofahrer bereits mit Abstand und fahren dann langsam und mit genügend Distanz an den Hunden vorbei.» Leider sei dies nicht immer der Fall.
Dennoch sehe sie ein, dass es Hündeler gebe, die sich nicht korrekt verhalten. «Es ist schade und einfach nicht gerecht, wenn alle Hunde in Zürich für das Fehlverhalten von ein paar Menschen bestraft werden», meint Helen.
Geplante Sperrzone am rechten Sihlufer
Grün Stadt Zürichs geplantes Hundeverbot soll für eine Zone am rechten Sihlufer zwischen der Autobahnbrücke und der Gänziloobrücke im Uferbereich zwischen der Sihl und dem Hochwasserdamm gelten.

Die Regelung trete allerdings erst in Kraft, sobald die entsprechende Signaletik vor Ort installiert ist, schreibt die Stadt auf Anfrage. Diese Signaletik werde überarbeitet und trete daher voraussichtlich erst ab März 2027 in Kraft.
Die Argumente der Stadt fürs Verbot
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Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.
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