Welcome Thedinghausen und Kulturverein planen Fusion

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Welcome Thedinghausen und Kulturverein planen Fusion

Stand: 15.08.2026, 12:48 Uhr

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Katja Schulz (v.l.), Julia Hüchting, Gisela Janke-Grimm und Dirk Jacobs engagieren sich gemeinsam in Thedinghausen für Gemeinwesen und Kultur.

Katja Schulz, Julia Hüchting, Gisela Janke-Grimm und Dirk Jacobs (v.l.) engagieren sich gemeinsam in Thedinghausen für Gemeinwesen und Kultur. © Leon Moor

Welcome Thedinghausen und der Kulturverein der Samtgemeinde schließen sich zusammen. Die Fusion soll im Frühjahr bei der nächsten Mitgliederversammlung beschlossen werden.

Thedinghausen – Einige zentrale Akteurinnen und Akteure in Thedinghausen wollen künftig noch enger zusammenarbeiten: Welcome Thedinghausen und der Kulturverein der Samtgemeinde planen, sich zusammenzuschließen und ihre Kräfte für die Gemeinwesenarbeit zu bündeln. Ziel ist es, die bisherigen Angebote zu erhalten, gleichzeitig aber neue Möglichkeiten für Begegnung und gemeinschaftliches Engagement zu schaffen.

„Bevor der Kulturverein stirbt, sollte man sich zusammenschließen“, beschreibt Julia Hüchting die Idee. Sie ist seit 2021 bei Welcome aktiv und gehört inzwischen auch dem Vorstand des Kulturvereins an. Gemeinsam mit Katja Schulz, Projektleiterin von Welcome Thedinghausen, sowie Gisela Janke-Grimm und Dirk Jacobs vom Kulturverein arbeitet sie an der geplanten Fusion.

Katja Schulz (v.l.), Julia Hüchting, Gisela Janke-Grimm und Dirk Jacobs engagieren sich gemeinsam in Thedinghausen für Gemeinwesen und Kultur.

Katja Schulz, Julia Hüchting, Gisela Janke-Grimm und Dirk Jacobs (v.l.) engagieren sich gemeinsam in Thedinghausen für Gemeinwesen und Kultur. © Leon Moor

Der Kulturverein wurde vor mehr als 30 Jahren gegründet, um Kultur nach Thedinghausen zu bringen. Konzerte, Kunst, Lesungen und Kabarett gehörten zum Programm. Rund 50 Mitglieder zählt der Verein heute, doch die vergangenen Jahre haben Spuren hinterlassen. „Während der Corona-Pandemie mussten zahlreiche Veranstaltungen ausfallen, und die Kunsttage werden inzwischen aus Altersgründen nicht mehr angeboten“, erklärt Janke-Grimm. Gleichzeitig steigen die Kosten für Tontechnik, Licht und andere Nebenkosten, während die Besucherzahlen zurückgehen. Und: „Es ist sehr schwer, die Menschen für einen Vorstand zu gewinnen und Nachwuchs zu finden“, sagt Jacobs. Zwischenzeitlich stand sogar die Auflösung des Vereins im Raum, doch dies gilt es nun zu verhindern. „Kultur ist kein ‚nice to have‘: Kultur ist essenziell wichtig für unser Leben, wie das Salz in der Suppe, um die Vielfalt unserer Gesellschaft uns allen klarzumachen: Ohne Kultur, ohne Vielfalt, ohne Begegnung ist alles nichts“, betont er.

Welcome bekommt eine rechtliche Basis und der Kulturverein lebt weiter.

Auch Welcome Thedinghausen hat sich seit seiner Gründung weiterentwickelt. Ursprünglich lag der Schwerpunkt auf der Unterstützung von Geflüchteten, inzwischen geht es aber zunehmend um das gemeinschaftliche Zusammenleben insgesamt. Dafür wurde eine hauptamtliche Struktur notwendig. Rund 80 Ehrenamtliche engagieren sich zudem bei Welcome. Die Fusion soll nun beiden Seiten eine neue Perspektive geben. Der Kulturverein verfügt bereits über eine rechtliche Struktur, während Welcome diese Grundlage in der bisherigen Form nicht hat. „Welcome bekommt eine rechtliche Basis und der Kulturverein lebt weiter“, fasst Jacobs das Vorhaben zusammen. Die Verantwortlichen wollen dafür einen neuen Trägerverein aufbauen, dessen neuer Name noch gesucht wird und bei der nächsten Mitgliederversammlung im Frühjahr beschlossen werden soll. Anfang kommenden Jahres soll die Fusion umgesetzt werden.

Mit der neuen Struktur will man größer denken und möglichst viele Akteure aus der Samtgemeinde einbinden – etwa Sportvereine oder den Geflügelzuchtverein. „Wir möchten nicht nur unser eigenes Süppchen kochen“, sagt Schulz. Auch räumlich wollen die Verantwortlichen neue Wege gehen. Das Haus auf der Wurth an der Bürgerstraße 23, in dem bislang das Gros der Angebote stattfindet, sei inzwischen an seine Grenzen gekommen. Künftig sollen deshalb weitere Orte in der Samtgemeinde genutzt werden. „Wir möchten möglichst viel bespielen – miteinander“, sagt Schulz. Im Mittelpunkt steht die Gemeinwesenarbeit.

Impulse und Vortrag am 25. August

Wie die konkret aussehen kann und welche Bedeutung sie für Thedinghausen haben könnte, wird am Dienstag, 25. August, ab 19 Uhr im Haus auf der Wurth diskutiert. Unter dem Titel „Gemeinwesenarbeit – Impulse für starke, lebendige Gemeinden“ gibt es unter anderem einen Vortrag des Geschäftsführers der Landesarbeitsgemeinschaft zum Thema. Auch die Bürgermeisterkandidaten für die bevorstehenden Kommunalwahlen im September, Patrick Rott (CDU) und André Bornemann (SPD), sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.

„Wir wollen schauen, dass wir weiterhin möglichst viele Angebote und Veranstaltungen kostenlos anbieten können“, sagt Janke-Grimm. Stattdessen hoffen die Verantwortlichen wie gewohnt auf freiwillige Beiträge zur Unterstützung der Künstler. Die geplante Fusion soll dafür die Grundlage schaffen. „Nicht immer nur ,Ich, Ich, Ich‘, sondern ,Wir, Wir, Wir‘ – denn gemeinsam sind wir stark“, bringt Jacobs den Grundgedanken auf den Punkt.

Sommerfest an diesem Sonntag

Ein nächster Anlass zum Zusammenkommen steht bereits bevor: Für diesen Sonntag, 16. August, lädt Welcome Thedinghausen von 14 bis 18 Uhr zum Sommerfest mit einem bunten Programm am und im Haus auf der Wurth ein.