„Was haben Sie denn?“: Flugbegleiterin offenbart, welcher Fehler von Gästen sie richtig stört

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„Was haben Sie denn?“: Flugbegleiterin offenbart, welcher Fehler von Gästen sie richtig stört

Stand: 07.08.2026, 17:35 Uhr

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„Im Ernst?“ Eine US-amerikanische Flugbegleiterin hat genug. Sie berichtet, welches Verhalten sie bei Passagieren beobachtet und was sie ärgert.

Hamburg – Das Anschnallzeichen erlischt. Flugbegleiter schieben einen abgenutzten Servierwagen durch den Gang. Auf 7A nickt jemand mit Kopfhörern im Takt, dahinter scrollt jemand auf dem Handy. Auf dem Servierwagen ruckeln eine Flasche Orangensaft, Kaffee und Snacks. Und niemand hebt den Blick.

Flugzeug von innen.

Eine Flugbegleiterin ärgert sich über Passagiere, die sich abweisend gegenüber ihr verhalten. © YAY Images/Imago

„Ich bin Flugbegleiterin und normalerweise sehr geduldig mit meinen Passagieren, aber ich bin auch nur ein Mensch, und so etwas bringt mein Blut zum Kochen“, beginnt eine amerikanische Flugbegleiterin im Onlineforum Reddit ihren Beitrag. Sie zählt auf, was sie sich von den Passagierinnen und Passagieren wünschen würde – und was sie frustriert.

„Keine Zeit“: Verhalten von Passagieren macht Flugbegleiterin wütend

„Wenn ihr seht, dass sich euer Flugbegleiter eurer Reihe nähert, pausiert bitte euren Film, nehmt eure Kopfhörer ab und sucht Blickkontakt zu mir“, schreibt sie. „Wenn ihr den Flugbegleiter ignoriert, der höflich versucht, eure Aufmerksamkeit zu bekommen, wird er weitergehen.“

Ebenso wenig Verständnis hat sie dafür, dass Passagiere sie nach den Snackoptionen fragen, obwohl sie sie kurz zuvor bereits aufgezählt hat. „Warum lasst ihr mich dieselben Optionen dreimal pro Reihe wiederholen, wenn drei Passagiere nebeneinandersitzen?“ Ich habe euch gerade gesagt, was ich anbiete, und ihr fragt mich: ‚Was haben Sie denn?‘ Im Ernst?“. Es gebe eine Menükarte in der Sitztasche, auf dem Bildschirm und in der App. „Bitte macht euch mit unseren Produkten vertraut“, sagt sie.

Sie appelliert an Eltern, selbst zu entscheiden, welchen Snack ihr Kind bekommt. „Wir haben auf einem vollen Flug keine Zeit, darauf zu warten, wofür sich euer Zweijähriges entscheidet“, schreibt die Flugbegleiterin. Das Flugzeug sei nicht der Ort, um Kindern beizubringen, „Entscheidungen wie ein Erwachsener“ zu treffen. „Wir betreiben keine Kindertagesstätte.“ Wer besondere Ernährungsbedürfnisse hat, solle seine Snacks von zu Hause mitbringen. Ihr Fazit: „Wenn ihr euch ‚gesehen‘ fühlen wollt, erweist eurem Flugbegleiter bitte dieselbe Höflichkeit. Es ist wirklich nicht so kompliziert.“

„Sehe ich schon an der Begrüßung“: Auf welche Warnsignale eine deutsche Flugbegleiterin achtet

Verhalten, mit dem Passagiere den Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern ihre Arbeit einfacher und angenehmer machen könnten, kennt auch Meike*. Sie arbeitet seit mehr als zwei Jahren als Flugbegleiterin bei einer deutschen Fluggesellschaft. Fluggäste sollten ihre kleinen Rucksäcke und Handtaschen nicht direkt ins Gepäckfach über ihrem Kopf verfrachten, erklärt sie. Die richtige Lösung wäre, die kleinen Handgepäckstücke unter den Vordersitz zu schieben, sofern man nicht in einer Reihe neben einem Notausgang sitzt. „Viele Passagiere meinen, es müsse alles immer in die Gepäckfächer“, sagt sie der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media. Doch dann sei schnell alles voll und größere Handgepäckskoffer müssten in den Frachtraum.

Der Umgang mit Fluggästen sei nicht immer einfach, berichtet sie. Deshalb beobachtet das Bordpersonal die Passagiere bereits beim Boarding genau. Problemgäste erkennt die Flugbegleiterin schnell: „Ob jemand beim Flug Probleme machen wird, sehe ich schon an der Begrüßung“, sagt sie. Warnsignale seien sichtbare Wut über Verspätungen oder ein schwankender Gang, verbunden mit Alkoholgeruch. „Das sind Warnsignale, die ich sofort an meine Crew-Kollegen weitergebe.“ (Quelle: eigene Recherche, Reddit)

*Meike möchte anonym bleiben. Ihr echter Name ist der Redaktion bekannt.