Waldbrände: Entspannung im Hürtgenwald, aber in Belgien lodert das Feuer weiter

Auch dank des Wetters verzeichnen die Brandbekämpfer hierzulande Erfolge. In Belgien helfen deutsche Feuerwehrleute weiter, einen der größten Brände in der Geschichte des Königreichs in Schach zu halten.

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Waldbrände: Entspannung im Hürtgenwald, aber in Belgien lodert das Feuer weiter

Die Lage bei mindestens zwei größeren Waldbränden in Deutschland hat sich am Montag etwas entspannt. So ist der Brand in einem Waldstück bei Schramberg im Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg weitgehend gelöscht. Im besonders steilen und schwer zugänglichen Bereich des Gebiets laufen jedoch weiterhin Nachlöscharbeiten, wie die Feuerwehr Rottweil mitteilte.

Das Feuer war am späten Sonntagnachmittag ausgebrochen. Zwischenzeitlich brannten nach Angaben der Polizei rund zehn bis zwölf Hektar Waldfläche - etwa so viel wie 14 Fußballfelder. Insgesamt waren mehrere Hundert Feuerwehrleute im Einsatz.

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Auch in Hürtgenwald in der Eifel hat sich die Lage weiter entspannt. Dies teilte der Kreis Düren mit. Die Löscharbeiten hätten ihre Wirkung gezeigt. Auch Regen habe geholfen. „Petrus ist ein guter Feuerwehrmann“, erklärte Landrat Ralf Nolten laut Mitteilung.
Derzeit sind noch rund 400 Einsatzkräfte vor Ort. Die Zahl werde jedoch weiter reduziert.

Etwa 300 Hektar Wald sind von dem Brand betroffen. Aus Sicherheitsgründen hatten rund 1800 Bewohnerinnen und Bewohner des Ortsteils Gey zeitweise ihre Häuser verlassen müssen.

Feuer in Belgien etwas über zwei Kilometer von deutscher Grenze entfernt

In Belgien geht derweil der Kampf gegen einen enormen Waldbrand weiter – auch mit deutscher Unterstützung. Die Brandlinie sei derzeit etwa 2,3 Kilometer von der deutschen Landesgrenze entfernt, sagte der Feuerwehrsprecher der deutschen Stadt Monschau, Tobias Schell. „Wir müssen auf jeden Fall die ganze Nacht hier agieren und uns Bereiche freihalten.“ In mehreren Schichten seien insgesamt 240 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Polizei im Einsatz.

Belgien: Flammen lodern in der nachts im Hohen Venn.
Belgien: Flammen lodern in der nachts im Hohen Venn. Kevin Schößler/dpa

Derzeit sei es relativ entspannt, man sei „vor der Lage“, sagte Schell am Abend. Die Einsatzkräfte kontrollierten und bewässerten. „Wir machen uns jetzt nicht selber Panik.“ Man habe genug Kräfte und Material vor Ort. „Wir sind auf jeden Fall vorbereitet.“ Für die Nacht werde eine Windrichtungsänderung erwartet. „Der Wind soll ein bisschen auffrischen.“ Man werde daher die Umgebung engmaschig kontrollieren, um direkt reagieren zu können.

Machtlos sei man allerdings, wenn das Feuer in einem Nadelwald in die Wipfel reingehe. „Dann ist das Feuer in 15 Metern Höhe - da kommen wir gar nicht dran.“ Dann ziehe man sich zurück und versuche, eine Schneise zu schützen, um eine weitere Ausbreitung auszubremsen.

Der Waldbrand im Hohen Venn ist einer der größten in der belgischen Geschichte. Am Sonntagabend hatte er sich der deutschen Grenze so weit genähert, dass in Monschau-Kalterherberg etwa 30 Einwohner ihre Häuser verlassen mussten. Es war auch ein Feuer entdeckt worden, das etwa 300 Meter von der deutschen Grenze entfernt gebrannt hatte. Dabei hatte es sich laut Schell aber nur um einen kleinen, isolierten Brandherd gehandelt. Dieser habe abgelöscht werden können. Die Bewohner können dennoch weiterhin nicht in ihre Häuser zurück. Aktuell sind nach Angaben des Feuerwehrsprechers aber keine weiteren Evakuierungen geplant.