Waldbrand nahe Monschau: 2000 Hektar Wald im Hohen Venn verwüstet
Wichtige UpdatesMinisterin: Wald entzündet sich nicht von alleinAbkühlung nach Hitzetagen erwartetZahl der Einsatzkräfte auf 1400 erhöhtMerz dankt allen Helferinnen und HelfernIngmar Kreienbrink Waldbrand im Ho...
- 7 min read
Wichtige Updates
Ministerin: Wald entzündet sich nicht von allein
Abkühlung nach Hitzetagen erwartet
Zahl der Einsatzkräfte auf 1400 erhöht
Merz dankt allen Helferinnen und Helfern
Ingmar Kreienbrink
Waldbrand im Hohen Venn: 2000 Hektar Wald verwüstet
Der Waldbrand im Hohen Venn nahe der deutschen Grenze ist einer größten in der Geschichte Belgiens. Das Feuer war am Freitagnachmittag ausgebrochen und breitete sich seitdem rasch aus. Die Flammen verwüsteten nach Behördenangaben inzwischen mehr als 2000 Hektar Wald - rund 50 Kilometer entfernt vom Waldbrandgebiet in der deutschen Eifel bei Hürtgenwald.
Ingmar Kreienbrink
Bewohner kehren nach Waldbrand in Hürtgenwald zurück
Die Bewohner des Ortsteils Gey in Hürtgenwald dürfen in ihre Häuser zurück. Das hat der Landrat des Kreises Düren am Samstag entschieden. Die 1.800 Bewohner hatten in der Nacht auf Freitag wegen des Waldbrandes in der Nordeifel das Gebiet verlassen müssen. Die Flammen waren bis auf 250 Meter an Grundstücke herangerückt.
Ingmar Kreienbrink
Waldbrand nahe Monschau: Bewohner sollen sich auf Evakuierung vorbereiten
Wegen des großen Waldbrandes im Hohen Venn bittet die nordrhein-westfälische Stadt Monschau Bewohner mehrerer Siedlungen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Betroffen seien die Menschen in Ruitzhof, Leyloch, Vennhof, Haus Sonnentau und Plattevenn, teilte die Stadt an der deutsch-belgischen Grenze auf ihrer Facebook-Seite mit. Wenn möglich, sollten Anwohner bei Verwandten oder Freunden unterkommen. Die Einrichtung von Notunterkünften werde vorbereitet. Es handele sich zunächst um eine vorbeugende Maßnahme, hieß es weiter. Auf belgischer Seite sei am Samstag die Evakuierung der Orte Küchelscheid und Leykaul eingeleitet worden. Der in Belgien an der Grenze zu Deutschland wütende Waldbrand betrifft mittlerweile etwa eine Fläche von 1.600 Hektar. Das berichtet die Nachrichtenagentur Belga.
Ingmar Kreienbrink
Weiterer Fortschritt im Hürtgenwald
Beim Kampf gegen den größten Waldbrand in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen im Hürtgenwald in der Eifel gibt es offensichtlich weiteren Fortschritt. Am frühen Abend wurde der Einsatz von Hubschraubern zur Brandbekämpfung eingestellt. Es gebe aktuell keinen Bedarf mehr, sagte eine Sprecherin des Kreises Düren zur Begründung. Wann die rund 2.000 Bewohner des evakuierten Ortsteils Gey in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können, blieb weiter offen. Die Einsatzkräfte wollen unter anderem abwarten, ob eine mögliche Unwetterzelle mit stärkerem Wind am Abend das Feuer wieder anfachen könnte, wie der Kreis mitteilte.
Ingmar Kreienbrink
"Es sieht nicht nach Regen in größeren Mengen aus"
Rund um das Großfeuer im Hürtgenwald ist aktuell und auch in den nächsten Tagen kein nennenswerter Regen zu erwarten. "Es sieht nicht nach Regen in größeren Mengen aus - auch für die folgenden Tage nicht", sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag.
Am Nachmittag hatte es in Hürtgenwald leicht geregnet. "Wir haben etwas Getröpfel über NRW. Sehr geringe Niederschlagsmengen, die nicht helfen", sagte die Sprecherin.
Ingmar Kreienbrink
Wüst: "Hoffnung, dass Brand unter Kontrolle gebracht werden kann"
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich mit Blick auf die Bekämpfung des Waldbrands im Hürtgenwald zuversichtlich gezeigt. Es sei in der letzten Nacht gelungen, dass die Lage stabilisiert wurde, sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch im Brandgebiet am Nachmittag. "Es besteht jetzt erste Hoffnung, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann. Es besteht auch erste Hoffnung, dass die evakuierten Menschen aus der Ortschaft Gey bald wieder in ihre Häuser zurückkehren können, wenn es weiter gut läuft", so Wüst.
Ingmar Kreienbrink
Reul: "Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht"
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) geht davon aus, dass der große Brand im Hürtgenwald von Menschen verursacht wurde. „Das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten, irgendein Idiot hat das Feuer verursacht“, sagte Reul am Samstag bei einem Besuch der Einsatzkräfte vor Ort. „Darum muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen und einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem.“
Ingmar Kreienbrink
Waldbrand im Hohen Venn breitet sich aus
Der Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze breitet sich rasch aus. Die Flammen zerstörten bis zum frühen Samstagnachmittag mindestens 1600 Hektar Vegetation, wie die belgischen Behörden der Nachrichtenagentur AFP mitteilten. Der Brand war am Freitagmittag in dem Waldgebiet nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen.
Verstärkung aus ganz Belgien sowie aus Deutschland wurde mobilisiert. EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib erklärte im Onlinedienst X, außerdem seien zwei Hubschrauber aus den Niederlanden, ein weiterer aus Tschechien sowie zwei Löschflugzeuge aus Schweden auf dem Weg nach Belgien. Die Behörden riefen bislang nicht zu Evakuierungen auf.
Stefan Kober
Landrat zeigt sich zuversichtlich
Der Dürener Landrat Ralf Nolten (CDU) hat sich zuversichtlich über die Bekämpfung des Waldbrands im Hürtgenwald geäußert. Er habe die Hoffnung, "dass wir heute, spätestes morgen in der Situation sind zu sagen: Wir haben ein hohes Maß an Kontrolle", sagte er.
Jeder, der schon einmal gegrillt habe, wisse, dass ein Feuer erst aus sei, wenn die Asche abgelöscht und in der Tonne sei. "Das werden wir natürlich in den nächsten zwei Tagen nicht erreichen können", sagte Nolten. "Aber so, dass wir sagen können: Ja, wir haben die Dinge so weit im Griff."
Stefan Kober
Ministerin: Wald entzündet sich nicht von allein
Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen hält menschliches Fehlverhalten als Auslöser des Großbrandes im Hürtgenwald für möglich. "Es lässt sich jedenfalls nicht ausschließen", sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. "Wir sehen durchaus, wenn verschiedene Brandstellen relativ gleichzeitig oder in enger Abfolge hochkommen, dass einiges dafür sprechen könnte." Wie belastbar dies sei, könne man jetzt nicht sagen.
"Der Wald entzündet sich nicht bei 38 Grad oder 40 Grad, die man draußen durchaus auch schon verzeichnen konnte in diesem Sommer, von alleine." In der Regel sei es eine weggeworfene Kippe oder dass jemand Glas liegen gelassen habe. Manchmal sei es auch Brandstiftung.
Die Polizei Köln hat Ermittlungen zur Ursache des Großbrandes im Hürtgenwald aufgenommen und dafür ein Hinweisportal für Zeugen eingerichtet. Von Interesse seien Fotos und Videos aus dem Zeitraum der Brandentstehung, teilte die Behörde mit.
Stefan Kober
Abkühlung nach Hitzetagen erwartet
Abkühlung in Sicht: Nach heißen Tagen sollen die Temperaturen am Sonntag in Nordrhein-Westfalen mit 24 bis 28 Grad wieder etwas kühler werden. Vorher bleibt das Wochenende mit Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Samstag in fast allen NRW-Städten und Kreisen allerdings noch sehr warm. Vor allem in der Südhälfte des Bundeslandes wird eine starke Wärmebelastung erwartet.
Stefan Kober
Feuerwehr ist aktuell sehr zufrieden
Vorsichtiges Aufatmen bei der Bekämpfung des größten Waldbrands in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen: Die Feuerwehr ist "sehr zufrieden" mit dem bisherigen Erfolg des Löscheinsatzes. Aber es gibt noch einen Unsicherheitsfaktor: "Wir haben einen frischen böigen Wind hier im Hürtgenwald, das könnte nochmal so ein Punkt sein", sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen.
Stefan Kober
Waldbrand im Hohen Venn: Fast 850 Hektar zerstört
Es brennt auch bei unseren Nachbarn: Durch einen Waldbrand in Naturschutzgebiet Hohes Venn im Osten Belgiens nahe der deutschen Grenze sind Behördenangaben zufolge bislang fast 850 Hektar Fläche zerstört worden. Die Löscharbeiten dauerten an, teilte der Gouverneur der Provinz Lüttich, Hervé Jamar, am Samstag bei Facebook mit. Das Feuer war am Freitagmittag in dem Waldgebiet nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen und hatte sich in der Nacht rasch ausgebreitet.
Stefan Kober
Zahl der Einsatzkräfte auf 1400 erhöht
An der Bekämpfung des Waldbrandes sind inzwischen 1400 Einsatzkräfte beteiligt. Die Brandlage sei „statisch“, also unverändert, das Feuer habe sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet, teilte der Kreis Düren am Samstagmorgen mit. Der Bund habe weitere Lösch-Hubschrauber zur Unterstützung bereit gestellt. Damit stünden jetzt insgesamt Hubschrauber der Bundespolizei, Landespolizei und der Bundeswehr zur Verfügung, die den Brand von oben bekämpften.
Stefan Kober
Merz dankt allen Helferinnen und Helfern
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich über die aktuelle Lage informiert. In einem Telefonat habe der Dürener Landrat Ralf Nolten den Bundeskanzler am Samstagmorgen über den Stand in den Brandgebieten unterrichtet, teilte der Landkreis mit. Merz habe sich in dem Gespräch „ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern bedankt“.
Der Bund habe zudem weitere Löschhubschrauber zur Verfügung gestellt, erklärte der Landkreis Düren. Damit stünden nun zehn Hubschrauber der Bundespolizei, Landespolizei und der Bundeswehr zur Verfügung.
Bereits am Freitag hatte Kanzler Merz mitgeteilt, dass er über die Entwicklung in den Brandgebieten laufend unterrichtet werde. Bundeswehr und Bundespolizei würden „wo immer möglich“ Hilfe leisten.
Mehr laden