Waldbrand tobt kurz vor deutscher Grenze: Bewohner in Eifelstadt sollen Häuser sofort verlassen
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Stand: 16.08.2026, 07:13 Uhr
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Ein schwerer Waldbrand im Hohen Venn rückt näher an eine Stadt in NRW heran. Mehrere Ortsteile sollen bis 10 Uhr ihre Häuser verlassen.
Monschau – Während die Bewohner von Gey im Hürtgenwald wieder zurück in ihre Häuser dürfen, steht die nächste Räumung in Nordrhein-Westfalen bevor. Ein großer Waldbrand befindet sich nur noch etwa drei Kilometer vor der grenznahen nordrhein-westfälischen Stadt Monschau. Das teilte die Eifelstadt in der Nacht zu Sonntag (16. August) auf ihrer Webseite mit. Monschau liegt rund zwei Kilometer von der Grenze entfernt.

Da sich der Brand im Hohen Venn weiter ausbreitet, könnte es am Vormittag zu erheblichen Rauchbelastungen kommen, hieß es am Sonntagmorgen. Die Bewohner der Ortsteile Plattevenn, Leyloch und Kalterherberg sollen bis 10 Uhr ihre Häuser verlassen. Gesundheitliche Gefahren durch den Rauch könnten nicht ausgeschlossen werden. Wer nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen kann, könne ab 7 Uhr das Bürgercasino Imgenbroich aufsuchen. Diese Empfehlung gilt vorerst bis 18 Uhr.
Waldbrand wütet kurz vor deutscher Grenze
Schon einige Stunden zuvor hatte die Stadt die Bewohner einzelner Siedlungen in Kalterherberg und Mützenich dazu aufgerufen, sich auf eine mögliche Räumung einzustellen. Die Behörden in Belgien haben bereits eine Evakuierung der unmittelbar westlich an den Ortsteil Kalterherberg angrenzenden Ortschaft Küchelscheid angeordnet.
In Monschau beobachtet die Feuerwehr die Situation, rechnet aber nicht mit einem baldigen Übergreifen der Flammen auf deutsches Gebiet. „Wir werden die Einsatzlage stetig überwachen, neu bewerten und gegebenenfalls Einheiten dazuziehen“, sagte Philipp Krüger, Einsatzleiter der Feuerwehr Monschau, der dpa am frühen Morgen. Zuvor hatten die Einsatzkräfte Felder gewässert, um einen Zeitvorsprung zu gewinnen.
Monschau gilt mit seinen 12.000 Einwohnern als beliebtes Reiseziel in der Region. Die Eifelstadt liegt im Hohen Venn, einem Hochmoor zwischen Deutschland und Belgien. Sie ist besonders durch das mittelalterliche Zentrum mit Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflaster bekannt.
Waldbrand im Hürtgenwald unter Kontrolle
Die Menschen im Hürtgenwald, nur 20 Kilometer von Monschau, gibt es leichte Entwarnung. Die Waldbrandsituation habe sich hier „deutlich entspannt“, teilte der Kreis Düren am Samstagabend (15. August) mit. „Die Lage hat sich gebessert, aber das Feuer ist noch lange nicht aus“, sagte eine Sprecherin der dpa. Die Glutnester zu bekämpfen dürfte noch Tage dauern. Immerhin können die rund 1.800 Bewohner von Gey, die zuvor ihre Häuser verlassen mussten, zurückkehren. In Kroatien forderten schwere Waldbrände ein Todesopfer. (Quellen: dpa, Stadt Monschau) (kas)