1800 Menschen in Sicherheit gebracht

Nur wenige Hundert Meter von Wohnhäusern entfernt wütet bei Hürtgenwald ein Waldbrand. Ungefähr 300 Hektar stehen in Flammen. Rettungskräfte sind mit fünf Hubschraubern im Einsatz. Zwei Ausfahrten der A4 sind für den Verkehr gesperrt.

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1800 Menschen in Sicherheit gebracht

Waldbrand in NRW

Feuer nur noch wenige Hundert Meter von Wohnhäusern entfernt

Der Eifel-Waldbrand rückt an die Gemeinde Hürtgenwald heran. Er ist nur noch wenige Hundert Meter von Wohnhäusern entfernt. Ungefähr 300 Hektar stehen in Flammen. Zwei Ausfahrten der A4 sind für den Verkehr gesperrt.

14. August 2026

| Lesezeit: 3 Min.

Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen wurden die Bewohner des Ortsteils Gey in Sicherheit gebracht. Nach Angaben einer Kreissprecherin sei das Feuer noch etwa 150 bis 200 Meter von der Ortschaft entfernt. Die Gemeinde spricht von einer Großschadenslage.

Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens nahe der belgischen Grenze und hat knapp 9000 Einwohner. In Gey leben etwa 1800 Menschen.

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Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens nahe der belgischen Grenze und hat knapp 9000 Einwohner. In Gey leben etwa 1800 Menschen.

Alle Bewohner des Gemeindeteils in den nördlichen Ausläufern der Eifel haben einer Sprecherin des Kreises Düren zufolge ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Aber auch der Ortsteil Großhau sei durch die Flammen gefährdet. Die Ausfahrten Düren und Langerwehe der A4 sind gesperrt.

Foto: Federico Gambarini/dpa

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Die Brände sind nur noch wenige Hundert Meter von Wohnhäusern entfernt.

Foto: Federico Gambarini/dpa

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Die Brände sind nur noch wenige Hundert Meter von Wohnhäusern entfernt.

Die Warn-App Nina zeigt für die Gegend die höchste Warnstufe „Extreme Gefahr“ an. Nach Angaben der Gemeinde breite sich das Feuer weiter aus.

Ursprünglich war ein Gebiet von etwa 25 Hektar von dem Feuer betroffen. Mittlerweile seien es rund 300 Hektar – das entspricht etwa 420 Fußballfeldern.

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Ursprünglich war ein Gebiet von etwa 25 Hektar von dem Feuer betroffen. Mittlerweile seien es rund 300 Hektar – das entspricht etwa 420 Fußballfeldern.

Am Morgen seien mehr als 200 Einsatzkräfte vor Ort gewesen, teilte der Kreis Düren mit. 

Bergepanzer  der Bundeswehr stehen im Bereitstellungsraum zum Waldbrand im Hürtgenwald.

Bergepanzer der Bundeswehr stehen im Bereitstellungsraum zum Waldbrand im Hürtgenwald.

Bergepanzer der Bundeswehr stehen im Bereitstellungsraum zum Waldbrand im Hürtgenwald.

Foto: Thomas Banneyer/dpa

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Foto: ROBERTO PFEIL/AFP

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Foto: Federico Gambarini/Federico Gambarini/dpa

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Die Bundeswehr unterstützt mit zwei Panzern.

Insgesamt seien fünf Hubschrauber bei dem Einsatz eingebunden.

Ein weiterer Löschhubschrauber werde vorbereitet.

Bergepanzer  der Bundeswehr stehen im Bereitstellungsraum zum Waldbrand im Hürtgenwald.

Bergepanzer der Bundeswehr stehen im Bereitstellungsraum zum Waldbrand im Hürtgenwald.

Bergepanzer der Bundeswehr stehen im Bereitstellungsraum zum Waldbrand im Hürtgenwald.

Foto: Thomas Banneyer/dpa

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Die Bundeswehr unterstützt mit zwei Panzern.

Foto: ROBERTO PFEIL/AFP

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Insgesamt seien fünf Hubschrauber bei dem Einsatz eingebunden.

Foto: Federico Gambarini/Federico Gambarini/dpa

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Ein weiterer Löschhubschrauber werde vorbereitet.

Beteiligt seien bisher ein Hubschrauber der NRW-Polizei, ein Hubschrauber der Bundespolizei sowie drei Hubschrauber aus Rheinland-Pfalz und Hessen, sagte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Foto: Federico Gambarini/Federico Gambarini/dpa

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Es gebe eine starke Rauchentwicklung und Ascheaustrag, sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen.

Foto: Federico Gambarini/Federico Gambarini/dpa

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Es gebe eine starke Rauchentwicklung und Ascheaustrag, sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen.

Die bisherigen Betreuungsstellen für Betroffene des Waldbrandes in Hürtgenwald in einer Grundschule im Ortsteil Straß sowie einem nahen Sport- und Schützenheim im selben Ortsteil müssten deshalb geräumt werden, teilte der Kreis mit. Neue Anlaufstelle sei eine Förderschule in Düren. Betroffene würden dorthin gebracht.

Am Donnerstag waren Flammen am Rand eines Waldwegs im Hürtgenwald zu sehen.

Am Donnerstag waren Flammen am Rand eines Waldwegs im Hürtgenwald zu sehen.

Am Donnerstag waren Flammen am Rand eines Waldwegs im Hürtgenwald zu sehen.

Foto: Jan Ohmen/dpa

Foto: Jan Ohmen/dpa

Die Ursache des Waldbrandes ist noch unklar

Am Donnerstag waren Flammen am Rand eines Waldwegs im Hürtgenwald zu sehen.

Am Donnerstag waren Flammen am Rand eines Waldwegs im Hürtgenwald zu sehen.

Am Donnerstag waren Flammen am Rand eines Waldwegs im Hürtgenwald zu sehen.

Foto: Jan Ohmen/dpa

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Die Ursache des Waldbrandes ist noch unklar

In der Nacht auf Freitag war das Feuer zunächst noch etwa 500 Meter von Gey entfernt. Dann habe sich der Wind gedreht, sagte eine Polizeisprecherin. Kurz vor vier Uhr ordnete die Feuerwehr deshalb die Evakuierung an. Die Einsatzkräfte versuchen zu verhindern, dass die Flammen den Ort erreichen.

Wegen der sich zuspitzenden Situation wurde zudem der Krisenstab des Kreises Düren einberufen. Dieser werde die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen besprechen, sagte zuvor die Sprecherin des Kreises. Die Ursache des Waldbrandes ist bislang nicht bekannt. Offen ist auch, ob weitere Ortsteile oder Gemeinden evakuiert werden müssen. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet. Hürtgenwald-Gey liegt nur rund zehn Kilometer von der Kreisstadt Düren mit etwa 94 000 Einwohnern entfernt.

Munitionsbelastung erschwert Löscheinsatz

Die Löscharbeiten des großen Waldbrandes in Hürtgenwald werden durch Weltkriegsmunition auf dem Gelände erschwert. „Das Gelände ist doch sehr schwierig, und durch die hohe Munitionsbelastung können wir auch keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken reinschicken“, sagte Ralf Nolten (CDU), Landrat des Kreises Düren, der dpa. Im Laufe der Nacht sei auf dem Brandgelände bereits Munition hochgegangen. „Wir haben auch die Schläge gehört.“

Der Hürtgenwald war 1944 und 1945 Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen deutschen und US-amerikanischen Truppen. Bis heute werden in der Region Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Weitere Brände in Nordrhein-Westfalen und anderen Teilen Deutschlands

Auch am Möhnesee und in Sundern im Sauerland sind in den vergangenen Tagen Brände ausgebrochen. Diese seien mittlerweile weitgehend unter Kontrolle gebracht. An beiden Orten werden die Bewässerung der Brandflächen und die Nachlöscharbeiten jedoch noch den Tag über dauern, wie die Feuerwehren mitteilten.

Östlich von Benneckenstein im Landkreis Harz ist am Donnerstag ebenfalls ein Waldbrand ausgebrochen. Rund viereinhalb Hektar Wald seien von dem Feuer betroffen gewesen, sagte Einsatzleiter Dirk Rieche. 

Foto: Matthias Bein/Matthias Bein/dpa

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Etwa 250 Einsatzkräfte brachten das Feuer mithilfe eines Löschflugzeugs unter Kontrolle. Derzeit laufen noch Nachlöscharbeiten.

Foto: Matthias Bein/Matthias Bein/dpa

Foto: Matthias Bein/Matthias Bein/dpa

Etwa 250 Einsatzkräfte brachten das Feuer mithilfe eines Löschflugzeugs unter Kontrolle. Derzeit laufen noch Nachlöscharbeiten.

Text: Leon Wenz, mit Material aus Agenturen

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Digitales Storytelling: Leon Wenz

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