Vor dem Start: Torhungrige Hetzerather wollen’s diesmal wissen
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Vor dem Start Torhungrige Hetzerather wollen’s diesmal wissen
Hetzerath · A9: In der Vorbereitung gab es einige Schützenfeste. Zur neuen Saison ruhen die Hoffnungen besonders auf einem Rückkehrer.
07.08.2026 , 17:53 Uhr
Jubelt nach drei Jahren in Schweich jetzt wieder über Tore für Hetzerath: Nico Schäfer.
Foto: Sebastian J. Schwarz/sjs / Sebastian J. Schwarz
Seine große Zuversicht vor der neuen Saison lässt sich Frank Sungen auch nicht durch den durchwachsenen Auftritt am Sonntag in der ersten Kreispokalrunde beim klassentieferen B14-Ligisten TuS Platten nehmen. Erst in der Verlängerung setzte sich der Favorit aus der A9 durch, traf nach dem Platzverweis gegen Plattens Aleksandr Skarina noch vier Mal und setzte sich so unterm Strich mit 7:3 durch.
„Platten hat das gut gemacht, tief gestanden und auf Konter gelauert, die sie eiskalt zu Toren genutzt haben. Der Platzverweis war für sie dann der Genickbruch. Am Ende war es ein verdienter Sieg für uns – auch, weil wir mehr zuzusetzen hatten“, bilanzierte das Hetzerather Urgestein Sungen. Der langjährige Spieler coachte zunächst die Zweite und stieg dann am Ende der Saison 2023/24 als Trainer der Ersten ein.
Die Plätze elf, drei und acht sprangen nach dem Abstieg aus der Bezirksliga heraus. Nun wollen die Schwarz-Weißen oben mitmischen. Grund zum Optimismus gibt vor allem die Rückkehr von Nico Schäfer. Nach drei Saisons in der Nachbarschaft beim TuS Mosella Schweich, wo er in der Bezirks- und zwischenzeitlich auch in der Rheinlandliga auflief und 56 Treffer in 85 Partien erzielte, ist der Angreifer nun in heimatliche Gefilde zurückgekehrt. Dreimal war der 26-Jährige zuletzt im Pokal in Platten erfolgreich. Nicht erst seitdem weiß sein Trainer um die Qualitäten Schäfers: „Nico hilft uns extrem. Durch seine höherklassigen Einsätze bringt er viel Erfahrung mit und hat sich toll entwickelt. Nico arbeitet viel und besticht vor allem durch seine exzellente Schusstechnik.“
Ein sehr gutes Zeugnis stellt Sungen auch dem zweiten Zugang aus: Dem gerade erst aus der A-Jugend aufgerückten Mittelfeldspieler Tyler Stammel bescheinigt er, „bombastisch“ eingeschlagen zu sein. „Tyler agiert mit viel Leidenschaft. Was er mit 18 Jahren spielerisch und kämpferisch bringt, ist schon top.“
Wenn sein Team ins Rollen komme, sei es nur schwer zu bremsen, weiß der Coach. Als Beleg dafür nennt er vor allem die Vorbereitungsspiele gegen den A7-Liga-Aufsteiger TuS Trier-Euren (11:0) und den klassentieferen SV Dreis (13:0).
Früh zu pressen und den Gegner zu Fehlern zu zwingen, soll auch das Mittel sein, um in der Liga gut aus den Startlöchern zu kommen. Sungen hofft auf Siege am Sonntag bei der SpVgg Minderlittgen-Hupperath und am Samstag danach gegen die SG Thalfang, die ebenso wie der Auftaktgegner aufgestiegen ist. „Sechs Punkte aus diesen beiden Spielen wären wichtig, um in den darauffolgenden Partien bei der SG Leiwen-Köwerich und zuhause gegen den SV Dörbach nicht direkt unter Druck zu stehen“, unterstreicht Sungen. Beide zählt er zum Kreis der Titelmitfavoriten, genauso wie die SG Laufeld. Voraussetzung dafür, mit seiner Mannschaft im Konzert der Großen mitzumischen, ist für ihn, dass der kleine Kader von größeren Verletzungsproblemen verschont bleibt. Aktuell fehlen Max Lehnert und Peter Schätter mit Kniebeschwerden und Nico Koch aufgrund eines Sehnenanrisses im Bein.
Selbst will Sungen nur noch im äußersten Notfall auf dem Platz stehen: „Nach meinem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr und mit jetzt 40 muss schon viel passieren, damit ich noch mal mitspiele.“